| 09.03.2010, dpa | |||
| So schmeckt es in der Pause: Ausgewogene Snacks für die Brotdose | |||
„Es kommt auch darauf an, was die Kinder gewöhnt sind“, so Meyer, der als Ernährungsberater in Bielefeld arbeitet. Die Ernährung könne nicht von heute auf morgen umgestellt werden. „Deswegen sollten die Kinder zwar ausgewogenes Essen bekommen - aber auch das, was ihnen schmeckt.“ Es gibt ein paar Regeln, die bei der Zusammenstellung der Snacks helfen: Beinah ein Muss ist ein nicht allzu grobes Vollkornbrot, das mit einer Scheibe Käse oder magerem Schinken belegt oder dünn mit Wurst bestrichen wird. Dazu kommen Obst und Gemüse. „Am besten ist festes Obst, das nicht so schnell matschig wird“, empfihelt Meyer. Dazu gehören beispielsweise Äpfel, Birnen, Nektarinen, Bananen oder Mandarinen. „Prima sind auch in Scheiben geschnittene Paprika, Gurken, Radieschen oder einfach ein paar Cherrytomaten.“ Wie viel Süßes darf sein? Problematisch an Süßigkeiten in der Brotdose ist, dass die Kinder so nicht nur viele Kalorien zu sich nehmen. „Durch das Süße wird die Insulinproduktion gesteigert, wodurch sich das Hungergefühl verstärkt“, erklärt Ernährungsberater Meyer. Und Liesen ergänzt: „Durch den Zucker steigt das Karies-Risiko.“ Außerdem gewöhnen sich die Kinder mit abgepacktem Gebäck oder zuckerhaltigen Getränken an bestimmte Geschmacksträger wie Süßungsmittel, Farbstoffe und künstliche Aromen. „Das kann nicht nur Allergien hervorrufen“, warnt Liesen, die bei der DGE im Projekt „Schule + Essen = Note 1“ mitarbeitet. Es werde später auch schwer fallen, den Kindern diese Geschmacksnoten abzugewöhnen. Besser seien daher Naturprodukte: zuckerarme Müsliriegel und süßlich schmeckendes Obst wie Weintrauben oder Rosinen etwa. Auch bei der Getränkeauswahl sollten Eltern auf Süßes verzichten, rät Klug. „Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen im Verhältnis eins zu drei sind am besten“, rät sie. Zuckerige Kakaos oder fertige Saftmischungen sollten dagegen gemieden werden. Als Verpackung für das Essen eignen sich am besten feste, wieder verschließbare Brotdosen. „Dann geht im Schulranzen nichts kaputt und saut keine Bücher und Hefte ein“, weiß Meyer. Dafür gibt es mittlerweile Dosen, die im Innenraum kleine Unterteilungen für das Brot und lose Obst- und Gemüsestücke haben. Aber auch Butterbrottüten oder verschließbare Beutel sind geeignet. Mitbestimmung beim gesunden Pausenbrot Internet: Unter www.schuleplusessen.de gibt es von der DGE und dem Bundesernährungsministerium Informationen zur Schulverpflegung. |
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