

Lust auf neues Leben
Checkliste zur Vorbereitung auf eine gesunde Schwangerschaft
Sie wünschen sich ein Kind und möchten schwanger werden.
Viele Gedanken gehen Ihnen jetzt durch den Kopf und im Bauch wirbeln
Schmetterlinge. Unsere Checkliste hilft Ihnen bei den Vorbereitungen.
Das macht Spaß und hilft, unnötige Sorgen während der
Schwangerschaft zu vermeiden.
Rundum fit
So richtig gesund leben, das wollten Sie schon immer für sich
tun. Jetzt, wo Sie schwanger werden wollen, haben Sie die richtige
Motivation!
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Wenn Sie im Moment keinen Sport treiben,
fangen Sie mit leichtem Fitness–Training an. Fit und beweglich
fallen Schwangerschaft und Geburt leichter. Neuralgischer Punkt: Der
Rücken. Der dicke Bauch und später die Stillzeit
beanspruchen ihn besonders stark. |
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Gewöhnen Sie sich das Rauchen
ab – beide. Rauchen verringert die Fruchtbarkeit und schadet dem
Ungeborenen erheblich. Passivrauchen ist mindestens so
schädlich wie selber zu rauchen. Damit schützen Sie auch
später Ihr Baby. Rauchende Eltern sind einer der
größten Risikofaktoren für den plötzlichen
Kindstod! |
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Das abendliche Glas Wein oder Bier
wird abgeschafft. In der Schwangerschaft ist Alkohol ganz
tabu, er kann zu Fehlbildungen des Ungeborenen führen. Und auch
vor der Empfängnis zählt Alkohol zu den Genussgiften
ohne ist besser. Die Lebensfreude muss dabei nicht auf der
Strecke bleiben wie wäre es stattdessen mit Bananen–
oder Maracujasaft? |
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Entspannen und Genießen.
Alltagsstress und Sorgen belasten den Körper. Nehmen Sie sich
regelmäßig eine Auszeit. Vielleicht ein warmes Bad am
Freitagabend, schöne Musik und ein gutes Buch oder eine
gemütliche Schmusezeit zu zweit. Solche Ruhezeiten sind in den
kommenden Jahren der wahre Himmel warum nicht schon jetzt
darin schweben? |
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Eine gesunde Ernährung mit viel
frischen Zutaten und Mineralstoffen ist allen zu empfehlen. Auch
wenn Sie bereits ausgewogen essen, sollten Sie trotzdem
zusätzlich Folsäure einnehmen, pro Tag 0,4 mg.
Wichtig ist, rechtzeitig vier Wochen vor Eintritt einer
Schwangerschaft damit anzufangen und in den ersten zwölf
Schwangerschaftswochen weiterzumachen. Damit beugen Sie dem
„Offenen Rücken“ beim Baby vor. Achten Sie
außerdem auf eine ausreichende Jodversorgung. |
Tipps
Baby kommt nicht?
Immer mit der Ruhe! Ist die Entscheidung für ein Kind erst einmal
gefallen, können viele Paare es kaum abwarten. Nach einem halben
Jahr kommen dann schon mal Zweifel auf sind wir unfruchtbar?
Besprechen Sie solche Ängste mit Ihrem Partner, bevor
Sexualität und Partnerschaft darunter leiden. Und vor allem,
setzen Sie sich nicht selbst unter Druck! Frühestens nach einem
Jahr ohne Wunschkind besteht Anlass zum Arzt zu gehen, sie können
sich ruhig auch 2 Jahre Zeit lassen. Übrigens, die Ursache
für einen unerfüllten Kinderwunsch kann beim Mann oder bei
der Frau liegen.
Jobwechsel
Ob Sie gerade einen konkreten Kinderwunsch haben, geht Ihren neuen
Chef nichts an. Sagen Sie also im Bewerbungsgespräch guten
Gewissens „Nein“.
Rundum gesund
Während der Schwangerschaft können einige Vorsorgen
nicht mehr durchgeführt werden. Deshalb: Jetzt zum
Gesundheits–Check!
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Impf–Check. Sind seit der
letzten Impfung gegen Diphtherie und Tetanus 10 Jahre vergangen,
steht eine Auffrischimpfung an, sie sollte ebenfalls vor Keuchhusten
schützen. Eine Masernimpfung wird allen empfohlen, die nach 1970 geboren wurden
und weder die Masern hatten, noch zwei Mal dagegen geimpft sind.
Nutzen Sie die Gelegenheit, um mit
Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin auch über andere Impfungen zu sprechen. Vielleicht
möchten Sie demnächst verreisen oder in der Grippe–Saison vor Influenza geschützt
sein, die echte Virusgrippe ist für Schwangere besonders
gefährlich. |
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Test auf Röteln–Immunität.
Eine Rötelninfektion in den ersten drei Monaten einer
Schwangerschaft kann beim Ungeborenen Linsentrübung mit
Blindheit, Innenohrschäden (Taubheit), Herzfehler und einen zu
kleinen Kopf mit schwersten körperlichen und geistigen
Behinderungen verursachen. Fehlgeburten sind möglich. Auch
Infektionen in der späteren Schwangerschaft können
Organschäden verursachen. In Deutschland sind viele Kinder nur
unvollständig gegen Röteln geimpft, in der Schwangerschaft
ist die Impfung nicht mehr möglich. |
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Test auf Windpocken–Immunität.
Erkrankt eine Frau in den ersten 19 Wochen einer Schwangerschaft,
kann es beim Ungeborenen zu schweren Fehlbildungen etwa an Haut
(Narben), Augen oder Gehirn kommen. Erkrankt die Schwangere 5 Tage
vor bis 2 Tage nach der Entbindung kommt es zu schweren Erkrankungen
des Neugeborenen und 30% der Kinder sterben. Etwa 3 bis 4% aller
Frauen im gebärfähigen Alter sind nicht immun. In der
Schwangerschaft ist die Impfung nicht mehr möglich. |
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Pertussis–Immunität.
Jedes Jahr müssen mehrere Hundert Babys wegen Keuchhusten ins
Krankenhaus. Sogar bei einem Teil der Fälle von
plötzlichem Kindstod konnte Keuchhusten als Ursache
nachgewiesen werden. Angesteckt werden die Säuglinge oft von
ihren nächsten Verwandten, die nichts von ihrer Infektion
wissen. Eine Mutter gibt ihrem Kind keinen Nestschutz gegen
Keuchhusten mit und bevor der Impfschutz laut Impfplan aufgebaut
ist, vergehen rund fünf Monate. Deshalb sollten sich alle
jungen Paare und ihre Familien gegen Keuchhusten impfen.
Angesprochen sind Oma, Opa, Mama, Papa, Geschwister und andere
enge Kontaktpersonen des Babys. Die Mutter wird vor der Empfängnis
geimpft, alle anderen spätestens vier Wochen bevor das Baby zur
Welt kommt. Hat jemand den Termin verpasst oder hatte es das Baby
besonders eilig, kann notfalls noch in den Tagen nach der Geburt
geimpft werden. |
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Toxoplasmose. In der
Schwangerschaft kann eine Toxoplasmose zu Fehlgeburten oder
körperlichen und geistigen Schäden beim Kind führen.
Auch Spätfolgen am Zentralnervensystem oder an den Augen sind
bekannt. Frauen, die nicht immun sind, sollten sehr vorsichtig im
Umgang mit Katzen sein, keinen Katzenkot berühren, in die
Gartenerde nur mit Handschuhen fassen, rohes oder ungenügend
erhitztes Fleisch und Fleischprodukte wie Tatar und Mett meiden. Die
Ergebnisse eines Toxoplasmose–Tests sind im Einzelfall schwer
auszuwerten. Auf Nummer sicher geht, wer einfach diese Tipps
beachtet. |
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Größere Operationen
werden in der Schwangerschaft vermieden. Deshalb alle planbaren
Eingriffe, die mit Röntgen und Narkose verbunden sind, vorher
erledigen. Nicht vergessen: den Zahnarzt. Damit eben nicht
„Jedes Kind einen Zahn kostet“. |
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Wenn Sie regelmäßig
Medikamente einnehmen, schauen Sie einmal in den Beipackzettel,
ob diese in der Schwangerschaft und Stillzeit zugelassen sind. Wenn
nicht, kann noch in Ruhe umgestellt werden. |
Letzte Aktualisierung: MK 04.03.2011
Elternservice
Gut zu wissen

Medikamente, die gegen
Bakterien wirken. Ganz bekannt ist z. B. Penicillin. Weil die
Bakterien mit der Zeit unempfindlich gegen ein Antibiotikum werden
können, man spricht von "resistenten" Keimen, gibt es
inzwischen verschiedene Generationen von Antibiotika, die wiederum
vorhandenen Resistenzen entgegenwirken.
Medikament, dass gegen
Influenza-A-Viren wirkt und dazu eingesetzt wird, eine beginnende
Virusgrippe zur bekämpfen oder ihr vorzubeugen.
Dieses Wort ist eine Kurzform
für "Antisomatogen", d. h. für
"Antikörperbildner". Mit Antigen werden alle Stoffe
bezeichnet, die das Immunsystem dazu anregen, bestimmte Abwehrstoffe -
eben Antikörper - zu bilden.
Antikörper sind spezielle
Eiweiße, die in der Lage sind, ein eingedrungenes Antigen
unschädlich zu machen - indem sie es auflösen, verkleben,
abdecken oder das Antigen so zu besetzen, dass es von speziellen
Immunzellen gefressen werden kann. Antikörper sind
hochspezifisch, sie richten sich nur gegen ein bestimmtes Antigen.
Atemstillstand
Eine Gelenkentzündung
kann akut oder chronisch auftreten. Das betroffene Gelenk lässt
sich meist schlechter bewegen, es schmerzt, ist gerötet,
geschwollen und wärmer. Es gibt eine Vielzahl ganz
unterschiedlicher Ursachen z. B. Rheuma, Gicht, Röteln, etc.
abgeschwächte Impfviren;
siehe Lebendimpfstoff
Impfung, die das Immunsystem
an einen bestimmten Krankheitserreger erinnert. Sie ist nur bei
manchen Impfungen notwendig, ebenso wie manche Infektionskrankheiten
keine lang anhaltende Immunität hinterlassen.
Cholerakranke verlieren sehr
viel Flüssigkeit. Den Grad der Austrocknung kann man daran
erkennen, ob angehobene Hautfalten sich nur langsam glätten oder
evtl. sogar stehen bleiben. Für Säuglinge und Kleinkinder
ist Austrocknung besonders gefährlich.
Eine Erkrankung bei der grob
gesagt, Innen- und Außenwelt eines Menschen nicht wie
üblich im Einklang stehen. Im Verhalten äußert sich
dass z. B. darin, dass autistische Kinder bzw. Erwachsene auch den
eigenen Eltern oder anderen nahestehenden Personen nicht in die Augen
sehen. Sie ziehen sich zurück oder verschließen sich ganz
wenn sie angesprochen werden oder ihnen auf andere Art Kontakt
angeboten wird. Sie bevorzugen gleichförmige und sich
wiederholende Tätigkeiten ebenso wie sie Riechen, Schmecken und
Tasten dem Hören und Sehen vorziehen. Verändert sich etwas
in ihrer gewohnten Umgebung reagieren die Betroffenen panisch.
Im Gegensatz zu älteren
Keuchhusten-Impfstoffen enthalten die heute eingesetzten nicht ganze
abgetötete Keuchhusten-Bakterien, sondern nur ausgesuchte Teile
davon.
Bakterien können
kurzzeitig, wiederholt oder ständig im Blut vorhanden sein
("Blutvergiftung"). Sie gelangen dahin durch kleine Wunden
z. B. nach dem Ziehen eines Zahns, durch einen Entzündungsherd,
oder wenn eine von Bakterien ausgelöste Infektion sich im ganzen
Körper ausbreitet und dabei auch das Blut befällt.
Dieses Gesetz regelt, welche
Bundesbürger, die sich für den Staat aufgeopfert haben, vom
Staat eine Rente erhalten. Das sind z. B. Kriegsgeschädigte,
Kriegswitwen, Häftlinge, die zu DDR-Zeiten in politischer Haft
saßen und körperlichen Schaden erlitten, sowie Soldaten und
Zivildienstleistende, die während ihres Dienstes einen Schaden
erlitten haben. Außerdem Geimpfte, die wahrscheinlich von einer
öffentlich empfohlenen Impfung einen Schaden davongetragen haben.
Die Web-Site befindet sich noch im Aufbau:
http://www.bundesversorgungsgesetz.de/Titel.htm.
Neu entwickelte Antibiotika,
die eingesetzt werden, wenn ein Bakterium gegen ältere
Antibiotika unempfindlich (resistent) ist. Im Wettlauf mit den
resistent werdenden Bakterien werden auch die Cephalosporine
weiterentwickelt, es wird von neuen "Generationen" dieser
Medikamente gesprochen.
Bei jeder Impfung schreibt der
Arzt in das Impfbuch, mit welcher Charge Ihr Kind geimpft wurde. Von
der ersten "Saatkultur" aus Impfkeimen bis zu mehreren
Litern in Spritzen oder Ampullen abgefülltem Impfstoff, sind die
Impfkeime bzw. Bestandteile der Impfkeime in einer Charge (einem
"Topf") identisch.
Eine von mehreren
Mückengattungen, die verschiedene Infektionskrankheiten
übertragen.
Viren benötigen lebende
Zellen, um sich zu vermehren. Eine Zellkultur besteht aus
unzusammenhängenden einzelnen Zellen, die auf oder in einer
Nährflüssigkeit schwimmen. Seit vielen Jahren werden genau
beschriebene Zellen, die ursprünglich einmal aus einer Maus
entnommen wurden, immer weiter vermehrt. Ihre Eigenschaften sind den
Wissenschaftlern genauso gut bekannt wie etwa die Eigenschaften der
Hefe den Bäckern.
Flächenhafte,
entzündliche Hautveränderung mit Juckreiz.
Tritt eine Infektionskrankheit
innerhalb eines bestimmten Zeitraumes und an einem bestimmten Ort
gehäuft auf, wird von einer "Epidemie" gesprochen.
Beispiele: 1) In Russland und der Ukraine wurden Kinder und Erwachsene
nicht ausreichend gegen Diphtherie geimpft. In der Folge erkrankten
über mehrere Jahre hinweg Hunderttausende an dieser
Infektionskrankheit. 2) Wenn in einer Stadt die Kinder mehrerer
Kindertagestätten eine Woche lang schwer erkranken, weil eine
bestimmte Speise Krankheitskeime enthielt.
Bezeichnung für mit
Wasser verdünntes Formaldehyd, ein Mittel zur Konservierung und
Desinfektion. Formaldehyd entsteht bei unvollständigen
Verbrennungsprozessen z. B. auch im Muskel. Es wird benötigt, um
Viren und Bakterien während der Herstellung eines Impfstoffes
zuverlässig abzutöten und wird heutigen Impfstoffen danach
soweit wieder entzogen, dass nicht mehr darin enthalten ist, als
natürlicher Weise in menschlichem Körpergewebe vorhanden.
Kinder, die vor der 38.
Schwangerschaftswoche (weniger als 259 Tage Schwangerschaft) geboren
werden, gelten als "Frühgeburten". Je nach
Geburtstermin und -gewicht sind verschiedene Impfungen möglich
bzw. sogar dringend empfehlenswert.
Abkürzung für
"Good Manufacturing Practice", auch "Internationale
Pharmacopoe" genannt. Regeln der Weltgesundheitsorganisation zur
Herstellung von Impfstoffen, in der z. B. Prüfmethoden
beschrieben sind.
Volkstümliche Bezeichnung
für einen Hautausschlages mit Schuppen- und Krustenbildung, der
vornehmlich in der behaarten Kopfhaut auftritt.
Ist der Körper bereits
durch eine andere Erkrankung geschwächt, haben es Viren und
Bakterien leichter, in den Körper einzudringen und/oder sich
darin auszubreiten. Sei es, weil beispielsweise das Immunsystem nicht
mehr so schlagkräftig ist oder weil die Haut bzw. Schleimhaut
beschädigt ist. Außerdem kann eine Infektionskrankheit mehr
Risiken in sich bergen, wenn ein Organ bereits vorgeschädigt ist.
Eine echte Virusgrippe (Influenza) belastet z. B. stark den Kreislauf.
Wenn Herzpatienten an ihr erkranken, kann das für sie den
sicheren Tod bedeuten. Deshalb wird ihnen vorbeugend die
Influenza-Impfung empfohlen. Typische "Grunderkrankungen"
sind Herz-Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen,
Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes) und angeborene oder
erworbene Schäden des Immunsystems.
Hirn und Rückenmark sind
von zwei Hüllen umgeben, den Hirnhäuten. Außen, direkt
unter dem Knochen, sitzt die harte Hirnhaut (Pachymenix), die aus
straffem Bindegewebe besteht. Innen, das Nervengewebe umgebend, sitzt
die weiche Hirnhaut (Leptomenix), die aus lockerem Bindegewebe
besteht. Beide Hirnhäute können sich entzünden. Dadurch
werden sie dicker und drücken auf das Nervengewebe. Alle weiteren
Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Erbrechen, ein steifer Nacken und
Rücken bis hin zu Bewusstseinstrübungen und Koma sind Folgen
dieses Drucks.
In den ersten Lebenswochen
zeigt ein Säugling in Reflexen praktisch alle Bewegungsmuster eines
Kleinkindes, wie z.B. Gehen oder Treppensteigen. Diese verschwinden
jedoch wieder und werden erst später richtig erlernt.
Antikörper, die von einem
anderen Menschen oder Tier gegen einen bestimmten Keim gebildet
wurden, können aus dem Blut isoliert werden und dann in
konzentrierter Form einem Menschen ohne Schutz gegeben werden. Bis
diese geliehenen Antikörper abgebaut werden (etwa drei Monate),
hält dieser Schutz an. Die Ärzte sprechen dann von einer
passiven Immunisierung mit spezifischem Immunglobulin (z. B. nach
Kontakt zu einem tollwutverdächtigen Tier).
Wenn die Abwehrkräfte des
Körpers dazu gebracht werden, einen Schutz aufzubauen, sprechen
Ärzte von Immunisierung. Geschieht das, ohne dass das Immunsystem
aktiv wird, durch die Gabe von fremdem Immunglobulin, heißt es
"passive" Immunisierung, Geschieht es mit Hilfe einer
Schutzimpfung, die das Immunsystem anregt, selber Antikörper zu
bilden, heißt es "aktive" Immunisierung.
Eine andere Bezeichnung für Immunglobulin
Virus oder Bakterium, das in
einem Lebendimpfstoff enthalten ist.
Ein anderes Wort für
"abgetötet", siehe Totimpfstoff.
Impfungen, die nicht allen
Bundesbürgern irgendwann einmal in ihrem Leben empfohlen werden
(z. B gegen Tetanus oder Diphtherie), sondern nur den Personen, die
einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Beispiele:
Hepatitis-A-Impfung für Fernreisende oder für
Klärwerksarbeiter, Pneumokokken-Impfung für Kinder ohne
Milz.
Dieses "Gesetz zur
Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim
Menschen" dient dazu, übertragbare Krankheiten beim Menschen
vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu
verhindern, dass sie sich weiterverbreiten. Dazu müssen
zahlreiche Behörden auf Ebene des Bundes, des Landes und der
Kommunen zusammenarbeiten sowie alle Berufsgruppen (z.B. Ärzte,
Laborangestellte, Leiter von Lebensmittelbetrieben), die mit
Infektionskrankheiten direkt oder indirekt befasst sind."
http://www.bmgesundheit.de/rechts/k-bek/infekt/ifsg.htm
Gegen die verschiednen Typen
A, B und C der Influenza-Viren muss jeweils mit einem eigenen
Impfstoff geimpft werden, Der Typ C hat aber praktisch keine
Bedeutung, die Ausbrüche werden hauptsächlich vom Typ A und
B ausgelöst.
Die echte Virusgrippe
(Influenza) hat nichts mit der im Volksmund als "Grippe"
bezeichneten, schlimmen Erkältung zu tun. Es werden die
Influenza-Viren A, B, und C unterschieden, die vornehmlich Infektionen
beim Menschen auslösen. Influenza-Viren können auch Tiere z.
B. Vögel oder Schweine befallen und sind sehr veränderlich.
Zeit, die vergeht, bis ein in
den Körper eingedrungener Keim Krankheitszeichen auslöst.
eindringend
Manche Bakterien umgeben sich
zusätzlich mit einer Schleimsubstanz. Mit diesen
"Tarnkappen" verstecken sie sich vor Fresszellen, den
"lebenden Mülleimern" des Immunsystems.
Bakterien-Kapseln können aus Zuckern, aber auch
Eiweiß-Bausteinen (Peptiden) oder aus Hyaluronsäure
bestehen.
Wenn sich mehrere Atome
miteinander verbinden, sprechen Chemiker von einem
"Molekül". Kapselmoleküle sind Bausteine der
Kapsel eines Bakteriums.
Gelangen Pneumokokken ins
Blut, können sie auch in das Knochenmark eindringen. Sie
verursachen dort eine Knochenentzündung. Der Eiter dringt aus der
Markhöhle über kleine Kanäle bis unter die Knochenhaut
auf der Außenseite des Knochens. Später können Teile
des Knochens absterben und um den entzündeten Bereich herum
bildet sich wie eine Schale neuer Knochen. Bei Kindern und
Jugendlichen werden bevorzugt die Wachstumsfugen an den langen
Röhrenknochen befallen, im Säuglingsalter sind es vor allem
das Hüft- und das Kniegelenk. Erhebliche Wachstumsstörungen
sind die Folge.
Griechisch für
"tiefer, fester Schlaf". Die Patienten können nicht
mehr geweckt werden.
Werden mit einer einzigen
Spritze mehrere Impfstoffe gleichzeitig verabreicht, wird von einem
"Kombinationsimpfstoff" gesprochen. Inzwischen können
sechs Impfungen im Kindesalter mit einer einzigen Injektion
verabreicht werden. Aber auch für Jugendliche und Erwachsenen
sowie bei den Reiseimpfungen gibt es Kombinationen.
Das Immunsystem von Kindern
unter zwei Jahren ist nicht in der Lage, Bakterien wirksam zu
bekämpfen, die sich mit Kapseln tarnen. Deshalb wurde in den
Impfstoffen gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b an
einen Kapselbaustein ein Eiweiß gebunden
("konjugiert"). Durch diese "Kopplung" werden die
Bakterienkapseln auch schon im frühen Kindesalter als
"fremd" erkannt und ein Immunschutz kann aufgebaut werden.
In der Nebennierenrinde
gebildetes Hormon, dass zur Klasse der Glukokortikoide gehört und
auch als Medikament eingesetzt wird.
Die Krankheitserreger (Viren
oder Bakterien) in einem Lebendimpfstoff wurden mit verschiedenen
Methoden so abgeschwächt, dass sie sich zwar noch begrenzt im
Körper vermehren können, aber nicht mehr krank machen.
Bösartige Erkrankung der
weißen Blutkörperchen, im Volksmund "Blutkrebs".
Abkürzung für "Morbus Crohn"
Alle Medikamente, die gegen
Malaria-Erreger eingesetzt werden: Chloroquin, Proguanil, Mefloquin,
Atovaquon, Doxycyclin Artemisinderivate gehören zu den
wichtigsten.
Griechischer Ausdruck für
"Hirnhautentzündung"
Eine akute
Mittelohrentzündung geht meist von einer Infektion der Atemwege
aus. Ihre wichtigsten Komplikationen sind ein zurückbleibender
Erguss im Ohr sowie eine wiederholte oder chronische
Mittelohrentzündung. Es besteht auch die Gefahr, dass sich die
Entzündung auf benachbarte Regionen ausdehnt. Folgen sind dann z.
B. eine Hirnhautentzündung, ein Hirnabszess oder Lähmungen
im Gesicht. In schweren Fällen droht Schwerhörigkeit bis hin
zur Taubheit.
Morbus Crohn ist eine
chronische Darmentzündung, die erstmals von Dr. Burril Crohn
beschrieben wurde. Neben Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
können später auch Arthritis, Eiterherde auf der Haut, Risse
in der Mundschleimhaut, eine Fettleber oder Augenentzündungen
hinzukommen. Die Ursachen eines Morbus Crohn sind bis heute nicht
eindeutig geklärt.
Abkürzung für "Multiple Sklerose"
Eine der häufigsten
organischen Nervenleiden in Europa. Im Gehirn und Rückenmark
bildet sich an vielen Stellen die Isolierschicht um die Nervenbahnen
zurück, sie liegen dann bloß wie ein Stromkabel ohne
Gummihülle. Sehstörungen, Inkontinenz und Lähmungen
größerer oder kleinerer Körperbereiche sind einige der
Folgen. Die Krankheit schreitet in Schüben fort, ihre Ursachen
sind noch nicht endgültig geklärt.
Neugeborenen bauen in den
ersten Lebenstagen vermehrt Blutfarbstoff ab. Gleichzeitig kann das
dabei entstehende Bilirubin noch nicht so schnell in
ausscheidungsfähiges Bilirubin umgewandelt werden. Daher kommt es
zur typischen Neugeborenen-Gelbsucht. Gewöhnlich hat sich die
Situation nach wenigen Tagen normalisiert.
Medikamente, die gegen
Influenza-A- und -B-Viren wirken. Sie beeinträchtigen den
Lebenszyklus dieser Viren. Sie werden vorbeugend oder zur Behandlung
eingesetzt.
Griechisch-lateinischer
Ausdruck für "Knochenentzündung"
Eine weltweite Epidemie wird
als "Pandemie" bezeichnet. Weltweit erkranken dann in allen
Ländern und Erdteilen viele Menschen an einer
Infektionskrankheit. Meist wandert eine Erkrankungswelle um die Erde.
Eine Pandemie ist immer dann möglich, wenn ein Erreger sehr
ansteckend ist und die meisten Menschen weder immun sind, noch sich in
irgend einer Weise schützen können.
Innerhalb Europas verbindliche Regeln wie Arzneimittel zubereitet werden.
Schwammiges oder schwammartiges Gebilde
Kombinationsimpfstoff, der
Bestandteile aus den Kapseln von 23 verschiedenen Pneumokken-Typen
enthält
Konjugatimpfstoff, bei dem die
Bestandteile der Kapseln von sieben verschiedenen Pneumokken-Typen an
Proteinen konjugiert wurden.
Entzündung an mehreren
Gelenken (s. a. "Arthritis")
Manche Impfungen können
bzw. sollten sogar gegeben werden, wenn eine Person bereits mit dem
entsprechenden Erreger in Kontakt gekommen ist.
Gewöhnlich fixiert das Auge
weiterhin einen Gegenstand, auch wenn der Kopf plötzlich gedreht wird.
Während der ersten Tage nach der Geburt bewegen sich die Augen aber
noch mit dem Kopf mit, wenn er schnell von jemand anderem bewegt wird.
Das sieht aus wie die starren Augen einer Puppe. Verschwindet dieses
Phänomen nach etwa 10 Lebenstagen nicht, sollte das Kind genauer
untersucht werden, da diese Phänomen auf eine Gehirnerkrankung
hinweisen kann.
Der Arzt entnimmt mit einem
Wattestäbchen durch Tupfen oder leichtes Reiben aus dem Rachen
eine Probe der dort vorhandenen Keime.
Wenn verhindert werden soll,
dass sich eine Infektionskrankheit weiter ausbreitet, kann "ein
Riegel vorgeschoben werden", indem alle Personen im näheren
Umfeld des oder der ersten erkrankten geimpft werden. Dann findet der
Krankheitskeim keinen Körper mehr, in dem er sich vermehren kann.
Bösartige Tumore, die
früh Metastasen ("Ableger") bilden.
Griechische Abkürzung
für Septikämie ("Blutvergiftung"), siehe
"Bakteriämie".
Ihren Sitz hat die STIKO am
Robert Koch-Institut in Berlin. 17 Experten treffen zweimal
jährlich zusammen, um über Empfehlungen für Impfungen
in Deutschland zu beraten. Siehe "Wer empfiehlt öffentlich
Schutzimpfungen?"
Abkürzung für:
Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin
Sammelbezeichnung von
vielseitig eingesetzten Medikamenten, die einen Schwefelanteil
enthalten, sie werden z. B. gegen Bakterien oder Malaria-Erreger
eingesetzt.
Totimpfstoffe enthalten
abgetötete Krankheitserreger entweder ganz oder in Teilen oder
nur deren abgeschwächtes Gift.
Fast jedes Jahr haben sich
Influenza-Viren soweit verändert, dass ein neuer Subtyp
entstanden ist, eine erneute Impfung ist notwendig, um dagegen
geschützt zu sein. Alle 10 bis 20 Jahre ist eine neue Variante
des Influenza-Virus entstanden, dann droht eine Pandemie.
Viren gehören zu den
einfachsten Lebewesen, die wir kennen. Sie sind sehr klein und
bestehen fast nur aus Erbmaterial. Um sich vermehren zu können,
müssen sie den Stoffwechsel einer anderen Zelle
"umprogrammieren". Diese baut dann wieder viele neue Viren.
Die Laute, die ein Baby vor
sich hin brabbelt, werden mit etwa 5 Monaten immer differenzierter und
es fügt sie zu rhythmischen Silbenketten (z.B.: ga-ga-ga, be-be-ba)
zusammen.