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Grippe (Influenza)

Information
Krankheitsbild
Impfung

Krankheitsbild

Ein bis drei Tage nach der Ansteckung setzen plötzlich Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Husten ein. Es kann auch zu Kreislaufstörungen kommen. Die Augen sind in dieser Zeit sehr lichtempfindlich. Nach etwa fünf bis sechs Tagen klingen die schweren Allgemeinsymptome allmählich ab. Die gänzliche Erholung von der Erkrankung dauert nicht selten mehrere Wochen.

Besonders bei Älteren oder bei Menschen mit chronischen Grundleiden können Komplikationen auftreten, die zum Tode führen können. Durch die Influenza-Viren selbst oder aber durch eine zusätzliche Bakterieninfektion kann eine Lungenentzündung entstehen. Chronische Grundleiden verschlechtern sich durch die Influenza noch zusätzlich. In seltenen Fällen können nach einer Influenza Lähmungen im Sinne eines Guillain-Barré-Syndroms auftreten.

Das Krankheitsbild der Neuen Influenza A(H1N1) war praktisch damit identisch, bei einem Großteil der Patienten verlief sie eher leicht.

Erkennung und Behandlung

Anhand des Beschwerdebildes kann während der jährlich wiederkehrenden Epidemien im Spätwinter bereits der Verdacht auf Influenza mit hoher Wahrscheinlichkeit gestellt werden. Am sichersten nachgewiesen werden das saisonale und das neue Influenza-Virus im Labor durch Spezialuntersuchungen, die das Virus oder Teile seiner Erbinformation zum Beispiel im Speichel eines Kranken aufspüren. Andere Verfahren erkennen die gegen das Virus gebildeten Antikörper, spezielle Abwehrstoffe des Körpers im Blut. Darüber hinaus gibt es Schnelltests für den Nachweis von Influenza–Viren in respiratorischen Sekreten zum Einsatz in der Arztpraxis. Schnelltests sind nicht geeignet, die Neue Influenza A(H1N1) nachzuweisen.

Bisher sind drei Influenza-Typen (A, B und C) bekannt. Typ A verursacht die schwersten Krankheitsverläufe. Bei Influenza-A-Viren unterscheidet man unterschiedliche Subtypen. Influenza-B-Viren verursachen vor allem Infektionen bei Kindern. Seit einigen Jahren zirkulieren Influenza-B-Viren, die zwei unterschiedlichen so genannten Linien angehören (Yamagata-Linie, Victoria-Linie). Influenza-C-Viren spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Wird die Diagnose "Influenza" frühzeitig gestellt, kann innerhalb der ersten 48 Stunden das Virus mit antiviralen Medikamenten bekämpft werden, (Zanamivir, Oseltamivir). Gegenüber Oseltamivir oder Amantadin wurden unter Behandlung allerdings bereits Resistenzen beobachtet. Auch bei dem Neue Influenza-Virus A(H1N1) haben sich solche Resistenzen in Einzelfällen bereits entwickelt, bei bakteriellen Begleitinfektionen können Antibiotika helfen.

Übertragung und Vorkommen

Die Viren sind auf der ganzen Welt verbreitet und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dies geschieht beim Husten, Niesen oder durch direkten Kontakt mit Erkrankten, bzw. indirekt über Oberflächen, auf die virushaltiges Sekret gelangte.

Grippevorkommen

Auf der nördlichen Halbkugel treten fast alle Erkrankungen örtlich und zeitlich gehäuft ("epidemisch") in den Wintermonaten auf. Teilweise "wandert" die Influenza auch um die ganze Welt und betrifft dabei besonders viele Menschen – man spricht dann von einer "Pandemie". Mit dem Auftreten von Pandemien muss erfahrungsgemäß alle 10–40 Jahre gerechnet werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet insgesamt 6 Phasen bis zur Pandemie. Am 11. Juni 2009 hat die WHO die Phase 6 ausgerufen, am 10. August 2010 erklärte sie die Pandemie für beendet.

Jährlich sterben in Deutschland ca 10.000 Menschen an den Folgen der Influenza. Es sind meistens – aber nicht immer – alte Menschen und Patienten mit chronischen Grundkrankheiten. In ausgesprochenen "Epidemiejahren" steigt die Zahl der Opfer stark an: im Winter 2002/3 auf rund 12.000, im Winter 2004/5 auf rund 15.000 und 1995/6 waren sogar mehr als 30.000 Tote zu beklagen.
Vom Frühjahr bis Herbst 2009 erkrankten weltweit vornehmlich Personen im Alter von 5 bis 45 Jahren an "Schweinegrippe". Etwa 7% der Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. In Europa wurden bis Mitte März 2010 offiziell 2.900 Todesfälle gemeldet, darunter 254 aus Deutschland. Fast 80% waren unter 65 Jahre alt, ein Großteil litt unter Vorerkrankungen. Üblicherweise sind um die 90% der Todesfälle über 65 Jahre alt. Infizierte sich eine Schwangere, musste sie viermal häufiger aufgrund der Influenza im Krankenhaus behandelt werden als Nicht-Schwangere und ansonsten gesunde.

Influenza-A-Viren ändern regelmäßig ihre Oberflächeneigenschaften. Für das Immunsystem sind die veränderten Viren schwer zu erkennen, auch wenn die letzte Infektion nur ein Jahr zurückliegt. Diese jährlich neu entstehenden Varianten erlauben es dem Virus, jedes Jahr eine Epidemie, bei großen Änderungen der Oberfläche auch eine Pandemie, auszulösen.

Influenza-A-Viren sind vor allem bei Wildvögeln zu finden. Auch andere Tiere können sich mit bestimmten Influenza-A-Viren infizieren. Es kann unter solchen Umständen zur Vermischung verschiedener Virussubtypen kommen. Nach Übertragung solcher neuen Subtypen auf den Menschen kann es zu Pandemien kommen. Ein Beispiel hierfür ist die "Spanische Grippe" der Jahre 1918–1920: Damals erkrankten 500 Millionen Menschen und 20–40 Millionen Patienten starben.

Vorbeugung

Zum Schutz vor der Erkrankung stehen Impfstoffe zur Verfügung.

Anti-Influenza-Medikamente (z.B. Zanamivir, Oseltamivir) können bei frühzeitiger Gabe die Krankheitsdauer um bis zu 2,5 Tagen verkürzen . Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, sie prophylaktisch zu geben. Sie können die Impfung jedoch nicht ersetzen. Es ist nicht sinnvoll, diese Medikamente ohne ärztlichen Rat einzusetzen. Dadurch können z.B. Resistenzen gefördert werden. Ausführliche Informationen, wie während der Pandemie mit diesen Medikamenten umzugehen ist, finden Sie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Im Falle einer größeren Epidemie oder einer Pandemie sollte man den Aufenthalt in größeren Menschenansammlungen, Händeschütteln, Anhusten und ähnliches vermeiden. Gemeinschaftseinrichtungen, wie z.B. Schulen, werden eventuell vorübergehend geschlossen.


Letzte Aktualsierung: MK 02.05.2011
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Medikamente, die gegen Bakterien wirken. Ganz bekannt ist z. B. Penicillin. Weil die Bakterien mit der Zeit unempfindlich gegen ein Antibiotikum werden können, man spricht von "resistenten" Keimen, gibt es inzwischen verschiedene Generationen von Antibiotika, die wiederum vorhandenen Resistenzen entgegenwirken. Medikament, dass gegen Influenza-A-Viren wirkt und dazu eingesetzt wird, eine beginnende Virusgrippe zur bekämpfen oder ihr vorzubeugen. Dieses Wort ist eine Kurzform für "Antisomatogen", d. h. für "Antikörperbildner". Mit Antigen werden alle Stoffe bezeichnet, die das Immunsystem dazu anregen, bestimmte Abwehrstoffe - eben Antikörper - zu bilden. Antikörper sind spezielle Eiweiße, die in der Lage sind, ein eingedrungenes Antigen unschädlich zu machen - indem sie es auflösen, verkleben, abdecken oder das Antigen so zu besetzen, dass es von speziellen Immunzellen gefressen werden kann. Antikörper sind hochspezifisch, sie richten sich nur gegen ein bestimmtes Antigen. Atemstillstand Eine Gelenkentzündung kann akut oder chronisch auftreten. Das betroffene Gelenk lässt sich meist schlechter bewegen, es schmerzt, ist gerötet, geschwollen und wärmer. Es gibt eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Ursachen z. B. Rheuma, Gicht, Röteln, etc. abgeschwächte Impfviren; siehe Lebendimpfstoff Impfung, die das Immunsystem an einen bestimmten Krankheitserreger erinnert. Sie ist nur bei manchen Impfungen notwendig, ebenso wie manche Infektionskrankheiten keine lang anhaltende Immunität hinterlassen. Cholerakranke verlieren sehr viel Flüssigkeit. Den Grad der Austrocknung kann man daran erkennen, ob angehobene Hautfalten sich nur langsam glätten oder evtl. sogar stehen bleiben. Für Säuglinge und Kleinkinder ist Austrocknung besonders gefährlich. Eine Erkrankung bei der grob gesagt, Innen- und Außenwelt eines Menschen nicht wie üblich im Einklang stehen. Im Verhalten äußert sich dass z. B. darin, dass autistische Kinder bzw. Erwachsene auch den eigenen Eltern oder anderen nahestehenden Personen nicht in die Augen sehen. Sie ziehen sich zurück oder verschließen sich ganz wenn sie angesprochen werden oder ihnen auf andere Art Kontakt angeboten wird. Sie bevorzugen gleichförmige und sich wiederholende Tätigkeiten ebenso wie sie Riechen, Schmecken und Tasten dem Hören und Sehen vorziehen. Verändert sich etwas in ihrer gewohnten Umgebung reagieren die Betroffenen panisch. Im Gegensatz zu älteren Keuchhusten-Impfstoffen enthalten die heute eingesetzten nicht ganze abgetötete Keuchhusten-Bakterien, sondern nur ausgesuchte Teile davon. Bakterien können kurzzeitig, wiederholt oder ständig im Blut vorhanden sein ("Blutvergiftung"). Sie gelangen dahin durch kleine Wunden z. B. nach dem Ziehen eines Zahns, durch einen Entzündungsherd, oder wenn eine von Bakterien ausgelöste Infektion sich im ganzen Körper ausbreitet und dabei auch das Blut befällt. Dieses Gesetz regelt, welche Bundesbürger, die sich für den Staat aufgeopfert haben, vom Staat eine Rente erhalten. Das sind z. B. Kriegsgeschädigte, Kriegswitwen, Häftlinge, die zu DDR-Zeiten in politischer Haft saßen und körperlichen Schaden erlitten, sowie Soldaten und Zivildienstleistende, die während ihres Dienstes einen Schaden erlitten haben. Außerdem Geimpfte, die wahrscheinlich von einer öffentlich empfohlenen Impfung einen Schaden davongetragen haben. Die Web-Site befindet sich noch im Aufbau: http://www.bundesversorgungsgesetz.de/Titel.htm. Neu entwickelte Antibiotika, die eingesetzt werden, wenn ein Bakterium gegen ältere Antibiotika unempfindlich (resistent) ist. Im Wettlauf mit den resistent werdenden Bakterien werden auch die Cephalosporine weiterentwickelt, es wird von neuen "Generationen" dieser Medikamente gesprochen. Bei jeder Impfung schreibt der Arzt in das Impfbuch, mit welcher Charge Ihr Kind geimpft wurde. Von der ersten "Saatkultur" aus Impfkeimen bis zu mehreren Litern in Spritzen oder Ampullen abgefülltem Impfstoff, sind die Impfkeime bzw. Bestandteile der Impfkeime in einer Charge (einem "Topf") identisch. Eine von mehreren Mückengattungen, die verschiedene Infektionskrankheiten übertragen. Viren benötigen lebende Zellen, um sich zu vermehren. Eine Zellkultur besteht aus unzusammenhängenden einzelnen Zellen, die auf oder in einer Nährflüssigkeit schwimmen. Seit vielen Jahren werden genau beschriebene Zellen, die ursprünglich einmal aus einer Maus entnommen wurden, immer weiter vermehrt. Ihre Eigenschaften sind den Wissenschaftlern genauso gut bekannt wie etwa die Eigenschaften der Hefe den Bäckern. Flächenhafte, entzündliche Hautveränderung mit Juckreiz. Tritt eine Infektionskrankheit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes und an einem bestimmten Ort gehäuft auf, wird von einer "Epidemie" gesprochen. Beispiele: 1) In Russland und der Ukraine wurden Kinder und Erwachsene nicht ausreichend gegen Diphtherie geimpft. In der Folge erkrankten über mehrere Jahre hinweg Hunderttausende an dieser Infektionskrankheit. 2) Wenn in einer Stadt die Kinder mehrerer Kindertagestätten eine Woche lang schwer erkranken, weil eine bestimmte Speise Krankheitskeime enthielt. Bezeichnung für mit Wasser verdünntes Formaldehyd, ein Mittel zur Konservierung und Desinfektion. Formaldehyd entsteht bei unvollständigen Verbrennungsprozessen z. B. auch im Muskel. Es wird benötigt, um Viren und Bakterien während der Herstellung eines Impfstoffes zuverlässig abzutöten und wird heutigen Impfstoffen danach soweit wieder entzogen, dass nicht mehr darin enthalten ist, als natürlicher Weise in menschlichem Körpergewebe vorhanden. Kinder, die vor der 38. Schwangerschaftswoche (weniger als 259 Tage Schwangerschaft) geboren werden, gelten als "Frühgeburten". Je nach Geburtstermin und -gewicht sind verschiedene Impfungen möglich bzw. sogar dringend empfehlenswert. Abkürzung für "Good Manufacturing Practice", auch "Internationale Pharmacopoe" genannt. Regeln der Weltgesundheitsorganisation zur Herstellung von Impfstoffen, in der z. B. Prüfmethoden beschrieben sind. Volkstümliche Bezeichnung für einen Hautausschlages mit Schuppen- und Krustenbildung, der vornehmlich in der behaarten Kopfhaut auftritt. Ist der Körper bereits durch eine andere Erkrankung geschwächt, haben es Viren und Bakterien leichter, in den Körper einzudringen und/oder sich darin auszubreiten. Sei es, weil beispielsweise das Immunsystem nicht mehr so schlagkräftig ist oder weil die Haut bzw. Schleimhaut beschädigt ist. Außerdem kann eine Infektionskrankheit mehr Risiken in sich bergen, wenn ein Organ bereits vorgeschädigt ist. Eine echte Virusgrippe (Influenza) belastet z. B. stark den Kreislauf. Wenn Herzpatienten an ihr erkranken, kann das für sie den sicheren Tod bedeuten. Deshalb wird ihnen vorbeugend die Influenza-Impfung empfohlen. Typische "Grunderkrankungen" sind Herz-Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen, Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes) und angeborene oder erworbene Schäden des Immunsystems. Hirn und Rückenmark sind von zwei Hüllen umgeben, den Hirnhäuten. Außen, direkt unter dem Knochen, sitzt die harte Hirnhaut (Pachymenix), die aus straffem Bindegewebe besteht. Innen, das Nervengewebe umgebend, sitzt die weiche Hirnhaut (Leptomenix), die aus lockerem Bindegewebe besteht. Beide Hirnhäute können sich entzünden. Dadurch werden sie dicker und drücken auf das Nervengewebe. Alle weiteren Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Erbrechen, ein steifer Nacken und Rücken bis hin zu Bewusstseinstrübungen und Koma sind Folgen dieses Drucks. In den ersten Lebenswochen zeigt ein Säugling in Reflexen praktisch alle Bewegungsmuster eines Kleinkindes, wie z.B. Gehen oder Treppensteigen. Diese verschwinden jedoch wieder und werden erst später richtig erlernt. Antikörper, die von einem anderen Menschen oder Tier gegen einen bestimmten Keim gebildet wurden, können aus dem Blut isoliert werden und dann in konzentrierter Form einem Menschen ohne Schutz gegeben werden. Bis diese geliehenen Antikörper abgebaut werden (etwa drei Monate), hält dieser Schutz an. Die Ärzte sprechen dann von einer passiven Immunisierung mit spezifischem Immunglobulin (z. B. nach Kontakt zu einem tollwutverdächtigen Tier). Wenn die Abwehrkräfte des Körpers dazu gebracht werden, einen Schutz aufzubauen, sprechen Ärzte von Immunisierung. Geschieht das, ohne dass das Immunsystem aktiv wird, durch die Gabe von fremdem Immunglobulin, heißt es "passive" Immunisierung, Geschieht es mit Hilfe einer Schutzimpfung, die das Immunsystem anregt, selber Antikörper zu bilden, heißt es "aktive" Immunisierung. Eine andere Bezeichnung für Immunglobulin Virus oder Bakterium, das in einem Lebendimpfstoff enthalten ist. Ein anderes Wort für "abgetötet", siehe Totimpfstoff. Impfungen, die nicht allen Bundesbürgern irgendwann einmal in ihrem Leben empfohlen werden (z. B gegen Tetanus oder Diphtherie), sondern nur den Personen, die einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Beispiele: Hepatitis-A-Impfung für Fernreisende oder für Klärwerksarbeiter, Pneumokokken-Impfung für Kinder ohne Milz. Dieses "Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen" dient dazu, übertragbare Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, dass sie sich weiterverbreiten. Dazu müssen zahlreiche Behörden auf Ebene des Bundes, des Landes und der Kommunen zusammenarbeiten sowie alle Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Laborangestellte, Leiter von Lebensmittelbetrieben), die mit Infektionskrankheiten direkt oder indirekt befasst sind." http://www.bmgesundheit.de/rechts/k-bek/infekt/ifsg.htm Gegen die verschiednen Typen A, B und C der Influenza-Viren muss jeweils mit einem eigenen Impfstoff geimpft werden, Der Typ C hat aber praktisch keine Bedeutung, die Ausbrüche werden hauptsächlich vom Typ A und B ausgelöst. Die echte Virusgrippe (Influenza) hat nichts mit der im Volksmund als "Grippe" bezeichneten, schlimmen Erkältung zu tun. Es werden die Influenza-Viren A, B, und C unterschieden, die vornehmlich Infektionen beim Menschen auslösen. Influenza-Viren können auch Tiere z. B. Vögel oder Schweine befallen und sind sehr veränderlich. Zeit, die vergeht, bis ein in den Körper eingedrungener Keim Krankheitszeichen auslöst. eindringend Manche Bakterien umgeben sich zusätzlich mit einer Schleimsubstanz. Mit diesen "Tarnkappen" verstecken sie sich vor Fresszellen, den "lebenden Mülleimern" des Immunsystems. Bakterien-Kapseln können aus Zuckern, aber auch Eiweiß-Bausteinen (Peptiden) oder aus Hyaluronsäure bestehen. Wenn sich mehrere Atome miteinander verbinden, sprechen Chemiker von einem "Molekül". Kapselmoleküle sind Bausteine der Kapsel eines Bakteriums. Gelangen Pneumokokken ins Blut, können sie auch in das Knochenmark eindringen. Sie verursachen dort eine Knochenentzündung. Der Eiter dringt aus der Markhöhle über kleine Kanäle bis unter die Knochenhaut auf der Außenseite des Knochens. Später können Teile des Knochens absterben und um den entzündeten Bereich herum bildet sich wie eine Schale neuer Knochen. Bei Kindern und Jugendlichen werden bevorzugt die Wachstumsfugen an den langen Röhrenknochen befallen, im Säuglingsalter sind es vor allem das Hüft- und das Kniegelenk. Erhebliche Wachstumsstörungen sind die Folge. Griechisch für "tiefer, fester Schlaf". Die Patienten können nicht mehr geweckt werden. Werden mit einer einzigen Spritze mehrere Impfstoffe gleichzeitig verabreicht, wird von einem "Kombinationsimpfstoff" gesprochen. Inzwischen können sechs Impfungen im Kindesalter mit einer einzigen Injektion verabreicht werden. Aber auch für Jugendliche und Erwachsenen sowie bei den Reiseimpfungen gibt es Kombinationen. Das Immunsystem von Kindern unter zwei Jahren ist nicht in der Lage, Bakterien wirksam zu bekämpfen, die sich mit Kapseln tarnen. Deshalb wurde in den Impfstoffen gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b an einen Kapselbaustein ein Eiweiß gebunden ("konjugiert"). Durch diese "Kopplung" werden die Bakterienkapseln auch schon im frühen Kindesalter als "fremd" erkannt und ein Immunschutz kann aufgebaut werden. In der Nebennierenrinde gebildetes Hormon, dass zur Klasse der Glukokortikoide gehört und auch als Medikament eingesetzt wird. Die Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) in einem Lebendimpfstoff wurden mit verschiedenen Methoden so abgeschwächt, dass sie sich zwar noch begrenzt im Körper vermehren können, aber nicht mehr krank machen. Bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen, im Volksmund "Blutkrebs". Abkürzung für "Morbus Crohn" Alle Medikamente, die gegen Malaria-Erreger eingesetzt werden: Chloroquin, Proguanil, Mefloquin, Atovaquon, Doxycyclin Artemisinderivate gehören zu den wichtigsten. Griechischer Ausdruck für "Hirnhautentzündung" Eine akute Mittelohrentzündung geht meist von einer Infektion der Atemwege aus. Ihre wichtigsten Komplikationen sind ein zurückbleibender Erguss im Ohr sowie eine wiederholte oder chronische Mittelohrentzündung. Es besteht auch die Gefahr, dass sich die Entzündung auf benachbarte Regionen ausdehnt. Folgen sind dann z. B. eine Hirnhautentzündung, ein Hirnabszess oder Lähmungen im Gesicht. In schweren Fällen droht Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit. Morbus Crohn ist eine chronische Darmentzündung, die erstmals von Dr. Burril Crohn beschrieben wurde. Neben Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall können später auch Arthritis, Eiterherde auf der Haut, Risse in der Mundschleimhaut, eine Fettleber oder Augenentzündungen hinzukommen. Die Ursachen eines Morbus Crohn sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Abkürzung für "Multiple Sklerose" Eine der häufigsten organischen Nervenleiden in Europa. Im Gehirn und Rückenmark bildet sich an vielen Stellen die Isolierschicht um die Nervenbahnen zurück, sie liegen dann bloß wie ein Stromkabel ohne Gummihülle. Sehstörungen, Inkontinenz und Lähmungen größerer oder kleinerer Körperbereiche sind einige der Folgen. Die Krankheit schreitet in Schüben fort, ihre Ursachen sind noch nicht endgültig geklärt. Neugeborenen bauen in den ersten Lebenstagen vermehrt Blutfarbstoff ab. Gleichzeitig kann das dabei entstehende Bilirubin noch nicht so schnell in ausscheidungsfähiges Bilirubin umgewandelt werden. Daher kommt es zur typischen Neugeborenen-Gelbsucht. Gewöhnlich hat sich die Situation nach wenigen Tagen normalisiert. Medikamente, die gegen Influenza-A- und -B-Viren wirken. Sie beeinträchtigen den Lebenszyklus dieser Viren. Sie werden vorbeugend oder zur Behandlung eingesetzt. Griechisch-lateinischer Ausdruck für "Knochenentzündung" Eine weltweite Epidemie wird als "Pandemie" bezeichnet. Weltweit erkranken dann in allen Ländern und Erdteilen viele Menschen an einer Infektionskrankheit. Meist wandert eine Erkrankungswelle um die Erde. Eine Pandemie ist immer dann möglich, wenn ein Erreger sehr ansteckend ist und die meisten Menschen weder immun sind, noch sich in irgend einer Weise schützen können. Innerhalb Europas verbindliche Regeln wie Arzneimittel zubereitet werden. Schwammiges oder schwammartiges Gebilde Kombinationsimpfstoff, der Bestandteile aus den Kapseln von 23 verschiedenen Pneumokken-Typen enthält Konjugatimpfstoff, bei dem die Bestandteile der Kapseln von sieben verschiedenen Pneumokken-Typen an Proteinen konjugiert wurden. Entzündung an mehreren Gelenken (s. a. "Arthritis") Manche Impfungen können bzw. sollten sogar gegeben werden, wenn eine Person bereits mit dem entsprechenden Erreger in Kontakt gekommen ist. Gewöhnlich fixiert das Auge weiterhin einen Gegenstand, auch wenn der Kopf plötzlich gedreht wird. Während der ersten Tage nach der Geburt bewegen sich die Augen aber noch mit dem Kopf mit, wenn er schnell von jemand anderem bewegt wird. Das sieht aus wie die starren Augen einer Puppe. Verschwindet dieses Phänomen nach etwa 10 Lebenstagen nicht, sollte das Kind genauer untersucht werden, da diese Phänomen auf eine Gehirnerkrankung hinweisen kann. Der Arzt entnimmt mit einem Wattestäbchen durch Tupfen oder leichtes Reiben aus dem Rachen eine Probe der dort vorhandenen Keime. Wenn verhindert werden soll, dass sich eine Infektionskrankheit weiter ausbreitet, kann "ein Riegel vorgeschoben werden", indem alle Personen im näheren Umfeld des oder der ersten erkrankten geimpft werden. Dann findet der Krankheitskeim keinen Körper mehr, in dem er sich vermehren kann. Bösartige Tumore, die früh Metastasen ("Ableger") bilden. Griechische Abkürzung für Septikämie ("Blutvergiftung"), siehe "Bakteriämie". Ihren Sitz hat die STIKO am Robert Koch-Institut in Berlin. 17 Experten treffen zweimal jährlich zusammen, um über Empfehlungen für Impfungen in Deutschland zu beraten. Siehe "Wer empfiehlt öffentlich Schutzimpfungen?" Abkürzung für: Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin Sammelbezeichnung von vielseitig eingesetzten Medikamenten, die einen Schwefelanteil enthalten, sie werden z. B. gegen Bakterien oder Malaria-Erreger eingesetzt. Totimpfstoffe enthalten abgetötete Krankheitserreger entweder ganz oder in Teilen oder nur deren abgeschwächtes Gift. Fast jedes Jahr haben sich Influenza-Viren soweit verändert, dass ein neuer Subtyp entstanden ist, eine erneute Impfung ist notwendig, um dagegen geschützt zu sein. Alle 10 bis 20 Jahre ist eine neue Variante des Influenza-Virus entstanden, dann droht eine Pandemie. Viren gehören zu den einfachsten Lebewesen, die wir kennen. Sie sind sehr klein und bestehen fast nur aus Erbmaterial. Um sich vermehren zu können, müssen sie den Stoffwechsel einer anderen Zelle "umprogrammieren". Diese baut dann wieder viele neue Viren. Die Laute, die ein Baby vor sich hin brabbelt, werden mit etwa 5 Monaten immer differenzierter und es fügt sie zu rhythmischen Silbenketten (z.B.: ga-ga-ga, be-be-ba) zusammen.