

Hepatitis B
Krankheitsbild
Nach der Ansteckung vergehen ein bis sechs Monate bis die Krankheit ausbricht.
Im Vorläuferstadium kommt es zu Abgeschlagenheit und einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit Fieber, Appetitlosigkeit, gelegentlichen Gelenkbeschwerden und Schmerzen im rechten Oberbauch.
Rund ein Drittel der infizierten Erwachsenen bemerkt nichts von der Infektion. Etwa die Hälfte derer, die leicht bis schwer erkranken, entwickelt wiederum eine Gelbsucht. Die Haut nimmt eine hell- bis dunkelgelben Farbe an, der Harn färbt sich dunkelbraun, der Stuhl ist dagegen heller als normal. Die Oberbauchbeschwerden halten an. In weniger als einem Prozent der Fälle kann die Hepatitis B sehr schwer verlaufen und dann auch zum Tod führen.
Zwar geht eine Hepatitis B im Erwachsenenalter in den meisten Fällen gut aus, aber 5 bis 10 von 100 Infizierten behalten eine chronische Hepatitis-B-Infektion zurück. Vor allem bei Neugeborenen (über 90 %) und Kleinkindern (rund 30%) kann die Krankheit chronisch werden. Eine chronische Hepatitis B kann sich sehr unterschiedlich äußern. Im günstigsten Fall kommt es zu keinen oder nur geringen Leberveränderungen, in ungünstigen Fällen verschlechtert sich der Zustand und führt nach Jahren bis Jahrzehnten zur Leberzirrhose. Alle chronisch an Hepatitis B Erkrankten besitzen ein um das Hundertfache erhöhtes Risiko für Leberkrebs.
Erkennung und Behandlung
Aufgrund des Krankheitsbildes wird der Arzt eine Lebererkrankung vermuten und eine Blutprobe zur Untersuchung ins Labor schicken. Werden dort spezifische Antikörper und Virusbestandteile gefunden, die für das Hepatitis-B-Virus typisch sind, steht die Diagnose fest.

Eine akute Hepatitis B wird in der Regel nicht mit antiviralen Medikamenten behandelt, sondern nur eine schwer verlaufende Hepatitis-B-Erkrankung.
Die chronische Hepatitis B kann oft medikamentös durch eine aufwändige und langfristige (etwa ein Jahr) Behandlung günstig beeinflusst werden. In Einzelfällen wird auch eine Lebertransplantation erwogen. Trotz beachtlicher Fortschritte ist jedoch auch hier eine sicher zur Heilung führende Therapie nicht bekannt.
Übertragung und Vorkommen
Das Hepatitis-B-Virus ist sehr ansteckend. Schon kleinste Mengen infektiösen Blutes, die in eine Verletzung oder auf die Schleimhaut gelangen, reichen aus, es zu übertragen. Das Virus kann außerdem in geringerer Konzentration in Tränenflüssigkeit, Speichel, Sperma, Vaginalsekret, Menstrualblut und Colostrum (Vormilch) enthalten sein.
Während der vielen Wochen bis Monate zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit kann der Infizierte das Virus weitergeben, ohne es zu wissen. Deshalb bleiben auch in wenigstens einem Drittel der Fälle der Übertragungsweg und die Ansteckungsquelle unbekannt. Gesicherte Übertragungswege für das Hepatitis-B-Virus sind:
- enge Kontakte mit ansteckenden Personen, insbesondere Sexualverkehr ist derzeit die häufigste Ansteckungsquelle in Deutschland
- Zusammenleben mit ansteckenden Personen
- Transfusion von Blut oder Blutprodukten. Das Restrisiko betrug in Deutschland im Mittel zwei Fälle pro Jahr (ca. 1:260.000). Seit 2006 ein neuer Test eingeführt wurde, traten 2007 und 2008 noch je ein Fall auf und 2009 keiner.
- Unter der Geburt von einer (infektiösen) Mutter auf ihr Neugeborenes
- Unsachgemäßes Piercing, Drogenkonsum mit gebrauchten Nadeln und andere Eingriffe, bei denen Blut von einem Menschen auf andere Menschen übertragen wird
- Kontakte zu Blut in medizinischen Berufen, wenn Hygiene- oder Impfvorschriften nicht eingehalten wurden

Gelb: Gebiete mit hohem bis mittlerem Risiko.
Die Hepatitis B kommt weltweit vor. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben etwa 2 Milliarden Menschen eine Hepatitis-B-Infektion durchgemacht und etwa 350.000 sind chronisch mit Hepatitis B infiziert.
Gehäuft tritt sie in Zentral- und Südafrika, Südostasien und weiteren asiatischen Gebieten, Nordkanada und Grönland, bestimmten Gegenden Südamerikas und in der Südsee auf. In diesen Gebieten sind bis zu zehn Prozent der Bevölkerung mit dem Virus infiziert. In einzelnen Gegenden liegt der Prozentsatz noch weit darüber. Hier wird das Virus häufig bereits während der Geburt übertragen.
In den Industrienationen liegt der Prozentsatz der Virusträger unter zwei Prozent. Die meisten Infektionen betreffen Menschen, die keiner bestimmten Risikogruppe zuzuordnen sind. Sexualkontakte sind hier der wichtigste Übertragungsweg. In Deutschland wurden im Jahr 2006 rund 1.000 Neuinfektionen an Hepatitis B gemeldet. Die Dunkelziffer liegt aber höher. Derzeit sind etwa 500.000 bis 650.000 (also ca. 0,9 %) Deutsche chronisch infiziert.
Vorbeugung
Bis zu einem gewissen Teil kann jeder sein Infektionsrisiko gering halten (z. B. kein Gebrauch benutzter Nadeln bei Drogenabhängigen, kein ungeschützter Sexualkontakt).
Im medizinischen Bereich müssen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, für Blut und Blutprodukte werden sichere Test- und Herstellungsverfahren angewandt.
Den sichersten Schutz bietet jedoch die vorbeugende Impfung.
Nach einer möglichen Infektion kann einer Krankheit vorgebeugt werden, indem sofort hochkonzentrierte spezifische Antikörper (Immunglobulin) gegen das Hepatitis-B-Virus gegeben werden ("passive Immunisierung") und gleichzeitig aktiv geimpft wird. Zum Beispiel werden alle Neugeborenen infizierter Mütter sowie alle Personen, die sich mit Gegenständen verletzt haben, die möglicherweise mit Hepatitis-B-Viren kontaminiert sind, aktiv und passiv immunisiert.
Weitere Informationen siehe: "Impfungen nach möglicher Ansteckung".
Letzte Aktualisierung: MK 02.05.2011

Elternservice
Gut zu wissen

Medikamente, die gegen
Bakterien wirken. Ganz bekannt ist z. B. Penicillin. Weil die
Bakterien mit der Zeit unempfindlich gegen ein Antibiotikum werden
können, man spricht von "resistenten" Keimen, gibt es
inzwischen verschiedene Generationen von Antibiotika, die wiederum
vorhandenen Resistenzen entgegenwirken.
Medikament, dass gegen
Influenza-A-Viren wirkt und dazu eingesetzt wird, eine beginnende
Virusgrippe zur bekämpfen oder ihr vorzubeugen.
Dieses Wort ist eine Kurzform
für "Antisomatogen", d. h. für
"Antikörperbildner". Mit Antigen werden alle Stoffe
bezeichnet, die das Immunsystem dazu anregen, bestimmte Abwehrstoffe -
eben Antikörper - zu bilden.
Antikörper sind spezielle
Eiweiße, die in der Lage sind, ein eingedrungenes Antigen
unschädlich zu machen - indem sie es auflösen, verkleben,
abdecken oder das Antigen so zu besetzen, dass es von speziellen
Immunzellen gefressen werden kann. Antikörper sind
hochspezifisch, sie richten sich nur gegen ein bestimmtes Antigen.
Atemstillstand
Eine Gelenkentzündung
kann akut oder chronisch auftreten. Das betroffene Gelenk lässt
sich meist schlechter bewegen, es schmerzt, ist gerötet,
geschwollen und wärmer. Es gibt eine Vielzahl ganz
unterschiedlicher Ursachen z. B. Rheuma, Gicht, Röteln, etc.
abgeschwächte Impfviren;
siehe Lebendimpfstoff
Impfung, die das Immunsystem
an einen bestimmten Krankheitserreger erinnert. Sie ist nur bei
manchen Impfungen notwendig, ebenso wie manche Infektionskrankheiten
keine lang anhaltende Immunität hinterlassen.
Cholerakranke verlieren sehr
viel Flüssigkeit. Den Grad der Austrocknung kann man daran
erkennen, ob angehobene Hautfalten sich nur langsam glätten oder
evtl. sogar stehen bleiben. Für Säuglinge und Kleinkinder
ist Austrocknung besonders gefährlich.
Eine Erkrankung bei der grob
gesagt, Innen- und Außenwelt eines Menschen nicht wie
üblich im Einklang stehen. Im Verhalten äußert sich
dass z. B. darin, dass autistische Kinder bzw. Erwachsene auch den
eigenen Eltern oder anderen nahestehenden Personen nicht in die Augen
sehen. Sie ziehen sich zurück oder verschließen sich ganz
wenn sie angesprochen werden oder ihnen auf andere Art Kontakt
angeboten wird. Sie bevorzugen gleichförmige und sich
wiederholende Tätigkeiten ebenso wie sie Riechen, Schmecken und
Tasten dem Hören und Sehen vorziehen. Verändert sich etwas
in ihrer gewohnten Umgebung reagieren die Betroffenen panisch.
Im Gegensatz zu älteren
Keuchhusten-Impfstoffen enthalten die heute eingesetzten nicht ganze
abgetötete Keuchhusten-Bakterien, sondern nur ausgesuchte Teile
davon.
Bakterien können
kurzzeitig, wiederholt oder ständig im Blut vorhanden sein
("Blutvergiftung"). Sie gelangen dahin durch kleine Wunden
z. B. nach dem Ziehen eines Zahns, durch einen Entzündungsherd,
oder wenn eine von Bakterien ausgelöste Infektion sich im ganzen
Körper ausbreitet und dabei auch das Blut befällt.
Dieses Gesetz regelt, welche
Bundesbürger, die sich für den Staat aufgeopfert haben, vom
Staat eine Rente erhalten. Das sind z. B. Kriegsgeschädigte,
Kriegswitwen, Häftlinge, die zu DDR-Zeiten in politischer Haft
saßen und körperlichen Schaden erlitten, sowie Soldaten und
Zivildienstleistende, die während ihres Dienstes einen Schaden
erlitten haben. Außerdem Geimpfte, die wahrscheinlich von einer
öffentlich empfohlenen Impfung einen Schaden davongetragen haben.
Die Web-Site befindet sich noch im Aufbau:
http://www.bundesversorgungsgesetz.de/Titel.htm.
Neu entwickelte Antibiotika,
die eingesetzt werden, wenn ein Bakterium gegen ältere
Antibiotika unempfindlich (resistent) ist. Im Wettlauf mit den
resistent werdenden Bakterien werden auch die Cephalosporine
weiterentwickelt, es wird von neuen "Generationen" dieser
Medikamente gesprochen.
Bei jeder Impfung schreibt der
Arzt in das Impfbuch, mit welcher Charge Ihr Kind geimpft wurde. Von
der ersten "Saatkultur" aus Impfkeimen bis zu mehreren
Litern in Spritzen oder Ampullen abgefülltem Impfstoff, sind die
Impfkeime bzw. Bestandteile der Impfkeime in einer Charge (einem
"Topf") identisch.
Eine von mehreren
Mückengattungen, die verschiedene Infektionskrankheiten
übertragen.
Viren benötigen lebende
Zellen, um sich zu vermehren. Eine Zellkultur besteht aus
unzusammenhängenden einzelnen Zellen, die auf oder in einer
Nährflüssigkeit schwimmen. Seit vielen Jahren werden genau
beschriebene Zellen, die ursprünglich einmal aus einer Maus
entnommen wurden, immer weiter vermehrt. Ihre Eigenschaften sind den
Wissenschaftlern genauso gut bekannt wie etwa die Eigenschaften der
Hefe den Bäckern.
Flächenhafte,
entzündliche Hautveränderung mit Juckreiz.
Tritt eine Infektionskrankheit
innerhalb eines bestimmten Zeitraumes und an einem bestimmten Ort
gehäuft auf, wird von einer "Epidemie" gesprochen.
Beispiele: 1) In Russland und der Ukraine wurden Kinder und Erwachsene
nicht ausreichend gegen Diphtherie geimpft. In der Folge erkrankten
über mehrere Jahre hinweg Hunderttausende an dieser
Infektionskrankheit. 2) Wenn in einer Stadt die Kinder mehrerer
Kindertagestätten eine Woche lang schwer erkranken, weil eine
bestimmte Speise Krankheitskeime enthielt.
Bezeichnung für mit
Wasser verdünntes Formaldehyd, ein Mittel zur Konservierung und
Desinfektion. Formaldehyd entsteht bei unvollständigen
Verbrennungsprozessen z. B. auch im Muskel. Es wird benötigt, um
Viren und Bakterien während der Herstellung eines Impfstoffes
zuverlässig abzutöten und wird heutigen Impfstoffen danach
soweit wieder entzogen, dass nicht mehr darin enthalten ist, als
natürlicher Weise in menschlichem Körpergewebe vorhanden.
Kinder, die vor der 38.
Schwangerschaftswoche (weniger als 259 Tage Schwangerschaft) geboren
werden, gelten als "Frühgeburten". Je nach
Geburtstermin und -gewicht sind verschiedene Impfungen möglich
bzw. sogar dringend empfehlenswert.
Abkürzung für
"Good Manufacturing Practice", auch "Internationale
Pharmacopoe" genannt. Regeln der Weltgesundheitsorganisation zur
Herstellung von Impfstoffen, in der z. B. Prüfmethoden
beschrieben sind.
Volkstümliche Bezeichnung
für einen Hautausschlages mit Schuppen- und Krustenbildung, der
vornehmlich in der behaarten Kopfhaut auftritt.
Ist der Körper bereits
durch eine andere Erkrankung geschwächt, haben es Viren und
Bakterien leichter, in den Körper einzudringen und/oder sich
darin auszubreiten. Sei es, weil beispielsweise das Immunsystem nicht
mehr so schlagkräftig ist oder weil die Haut bzw. Schleimhaut
beschädigt ist. Außerdem kann eine Infektionskrankheit mehr
Risiken in sich bergen, wenn ein Organ bereits vorgeschädigt ist.
Eine echte Virusgrippe (Influenza) belastet z. B. stark den Kreislauf.
Wenn Herzpatienten an ihr erkranken, kann das für sie den
sicheren Tod bedeuten. Deshalb wird ihnen vorbeugend die
Influenza-Impfung empfohlen. Typische "Grunderkrankungen"
sind Herz-Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen,
Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes) und angeborene oder
erworbene Schäden des Immunsystems.
Hirn und Rückenmark sind
von zwei Hüllen umgeben, den Hirnhäuten. Außen, direkt
unter dem Knochen, sitzt die harte Hirnhaut (Pachymenix), die aus
straffem Bindegewebe besteht. Innen, das Nervengewebe umgebend, sitzt
die weiche Hirnhaut (Leptomenix), die aus lockerem Bindegewebe
besteht. Beide Hirnhäute können sich entzünden. Dadurch
werden sie dicker und drücken auf das Nervengewebe. Alle weiteren
Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Erbrechen, ein steifer Nacken und
Rücken bis hin zu Bewusstseinstrübungen und Koma sind Folgen
dieses Drucks.
In den ersten Lebenswochen
zeigt ein Säugling in Reflexen praktisch alle Bewegungsmuster eines
Kleinkindes, wie z.B. Gehen oder Treppensteigen. Diese verschwinden
jedoch wieder und werden erst später richtig erlernt.
Antikörper, die von einem
anderen Menschen oder Tier gegen einen bestimmten Keim gebildet
wurden, können aus dem Blut isoliert werden und dann in
konzentrierter Form einem Menschen ohne Schutz gegeben werden. Bis
diese geliehenen Antikörper abgebaut werden (etwa drei Monate),
hält dieser Schutz an. Die Ärzte sprechen dann von einer
passiven Immunisierung mit spezifischem Immunglobulin (z. B. nach
Kontakt zu einem tollwutverdächtigen Tier).
Wenn die Abwehrkräfte des
Körpers dazu gebracht werden, einen Schutz aufzubauen, sprechen
Ärzte von Immunisierung. Geschieht das, ohne dass das Immunsystem
aktiv wird, durch die Gabe von fremdem Immunglobulin, heißt es
"passive" Immunisierung, Geschieht es mit Hilfe einer
Schutzimpfung, die das Immunsystem anregt, selber Antikörper zu
bilden, heißt es "aktive" Immunisierung.
Eine andere Bezeichnung für Immunglobulin
Virus oder Bakterium, das in
einem Lebendimpfstoff enthalten ist.
Ein anderes Wort für
"abgetötet", siehe Totimpfstoff.
Impfungen, die nicht allen
Bundesbürgern irgendwann einmal in ihrem Leben empfohlen werden
(z. B gegen Tetanus oder Diphtherie), sondern nur den Personen, die
einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Beispiele:
Hepatitis-A-Impfung für Fernreisende oder für
Klärwerksarbeiter, Pneumokokken-Impfung für Kinder ohne
Milz.
Dieses "Gesetz zur
Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim
Menschen" dient dazu, übertragbare Krankheiten beim Menschen
vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu
verhindern, dass sie sich weiterverbreiten. Dazu müssen
zahlreiche Behörden auf Ebene des Bundes, des Landes und der
Kommunen zusammenarbeiten sowie alle Berufsgruppen (z.B. Ärzte,
Laborangestellte, Leiter von Lebensmittelbetrieben), die mit
Infektionskrankheiten direkt oder indirekt befasst sind."
http://www.bmgesundheit.de/rechts/k-bek/infekt/ifsg.htm
Gegen die verschiednen Typen
A, B und C der Influenza-Viren muss jeweils mit einem eigenen
Impfstoff geimpft werden, Der Typ C hat aber praktisch keine
Bedeutung, die Ausbrüche werden hauptsächlich vom Typ A und
B ausgelöst.
Die echte Virusgrippe
(Influenza) hat nichts mit der im Volksmund als "Grippe"
bezeichneten, schlimmen Erkältung zu tun. Es werden die
Influenza-Viren A, B, und C unterschieden, die vornehmlich Infektionen
beim Menschen auslösen. Influenza-Viren können auch Tiere z.
B. Vögel oder Schweine befallen und sind sehr veränderlich.
Zeit, die vergeht, bis ein in
den Körper eingedrungener Keim Krankheitszeichen auslöst.
eindringend
Manche Bakterien umgeben sich
zusätzlich mit einer Schleimsubstanz. Mit diesen
"Tarnkappen" verstecken sie sich vor Fresszellen, den
"lebenden Mülleimern" des Immunsystems.
Bakterien-Kapseln können aus Zuckern, aber auch
Eiweiß-Bausteinen (Peptiden) oder aus Hyaluronsäure
bestehen.
Wenn sich mehrere Atome
miteinander verbinden, sprechen Chemiker von einem
"Molekül". Kapselmoleküle sind Bausteine der
Kapsel eines Bakteriums.
Gelangen Pneumokokken ins
Blut, können sie auch in das Knochenmark eindringen. Sie
verursachen dort eine Knochenentzündung. Der Eiter dringt aus der
Markhöhle über kleine Kanäle bis unter die Knochenhaut
auf der Außenseite des Knochens. Später können Teile
des Knochens absterben und um den entzündeten Bereich herum
bildet sich wie eine Schale neuer Knochen. Bei Kindern und
Jugendlichen werden bevorzugt die Wachstumsfugen an den langen
Röhrenknochen befallen, im Säuglingsalter sind es vor allem
das Hüft- und das Kniegelenk. Erhebliche Wachstumsstörungen
sind die Folge.
Griechisch für
"tiefer, fester Schlaf". Die Patienten können nicht
mehr geweckt werden.
Werden mit einer einzigen
Spritze mehrere Impfstoffe gleichzeitig verabreicht, wird von einem
"Kombinationsimpfstoff" gesprochen. Inzwischen können
sechs Impfungen im Kindesalter mit einer einzigen Injektion
verabreicht werden. Aber auch für Jugendliche und Erwachsenen
sowie bei den Reiseimpfungen gibt es Kombinationen.
Das Immunsystem von Kindern
unter zwei Jahren ist nicht in der Lage, Bakterien wirksam zu
bekämpfen, die sich mit Kapseln tarnen. Deshalb wurde in den
Impfstoffen gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b an
einen Kapselbaustein ein Eiweiß gebunden
("konjugiert"). Durch diese "Kopplung" werden die
Bakterienkapseln auch schon im frühen Kindesalter als
"fremd" erkannt und ein Immunschutz kann aufgebaut werden.
In der Nebennierenrinde
gebildetes Hormon, dass zur Klasse der Glukokortikoide gehört und
auch als Medikament eingesetzt wird.
Die Krankheitserreger (Viren
oder Bakterien) in einem Lebendimpfstoff wurden mit verschiedenen
Methoden so abgeschwächt, dass sie sich zwar noch begrenzt im
Körper vermehren können, aber nicht mehr krank machen.
Bösartige Erkrankung der
weißen Blutkörperchen, im Volksmund "Blutkrebs".
Abkürzung für "Morbus Crohn"
Alle Medikamente, die gegen
Malaria-Erreger eingesetzt werden: Chloroquin, Proguanil, Mefloquin,
Atovaquon, Doxycyclin Artemisinderivate gehören zu den
wichtigsten.
Griechischer Ausdruck für
"Hirnhautentzündung"
Eine akute
Mittelohrentzündung geht meist von einer Infektion der Atemwege
aus. Ihre wichtigsten Komplikationen sind ein zurückbleibender
Erguss im Ohr sowie eine wiederholte oder chronische
Mittelohrentzündung. Es besteht auch die Gefahr, dass sich die
Entzündung auf benachbarte Regionen ausdehnt. Folgen sind dann z.
B. eine Hirnhautentzündung, ein Hirnabszess oder Lähmungen
im Gesicht. In schweren Fällen droht Schwerhörigkeit bis hin
zur Taubheit.
Morbus Crohn ist eine
chronische Darmentzündung, die erstmals von Dr. Burril Crohn
beschrieben wurde. Neben Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
können später auch Arthritis, Eiterherde auf der Haut, Risse
in der Mundschleimhaut, eine Fettleber oder Augenentzündungen
hinzukommen. Die Ursachen eines Morbus Crohn sind bis heute nicht
eindeutig geklärt.
Abkürzung für "Multiple Sklerose"
Eine der häufigsten
organischen Nervenleiden in Europa. Im Gehirn und Rückenmark
bildet sich an vielen Stellen die Isolierschicht um die Nervenbahnen
zurück, sie liegen dann bloß wie ein Stromkabel ohne
Gummihülle. Sehstörungen, Inkontinenz und Lähmungen
größerer oder kleinerer Körperbereiche sind einige der
Folgen. Die Krankheit schreitet in Schüben fort, ihre Ursachen
sind noch nicht endgültig geklärt.
Neugeborenen bauen in den
ersten Lebenstagen vermehrt Blutfarbstoff ab. Gleichzeitig kann das
dabei entstehende Bilirubin noch nicht so schnell in
ausscheidungsfähiges Bilirubin umgewandelt werden. Daher kommt es
zur typischen Neugeborenen-Gelbsucht. Gewöhnlich hat sich die
Situation nach wenigen Tagen normalisiert.
Medikamente, die gegen
Influenza-A- und -B-Viren wirken. Sie beeinträchtigen den
Lebenszyklus dieser Viren. Sie werden vorbeugend oder zur Behandlung
eingesetzt.
Griechisch-lateinischer
Ausdruck für "Knochenentzündung"
Eine weltweite Epidemie wird
als "Pandemie" bezeichnet. Weltweit erkranken dann in allen
Ländern und Erdteilen viele Menschen an einer
Infektionskrankheit. Meist wandert eine Erkrankungswelle um die Erde.
Eine Pandemie ist immer dann möglich, wenn ein Erreger sehr
ansteckend ist und die meisten Menschen weder immun sind, noch sich in
irgend einer Weise schützen können.
Innerhalb Europas verbindliche Regeln wie Arzneimittel zubereitet werden.
Schwammiges oder schwammartiges Gebilde
Kombinationsimpfstoff, der
Bestandteile aus den Kapseln von 23 verschiedenen Pneumokken-Typen
enthält
Konjugatimpfstoff, bei dem die
Bestandteile der Kapseln von sieben verschiedenen Pneumokken-Typen an
Proteinen konjugiert wurden.
Entzündung an mehreren
Gelenken (s. a. "Arthritis")
Manche Impfungen können
bzw. sollten sogar gegeben werden, wenn eine Person bereits mit dem
entsprechenden Erreger in Kontakt gekommen ist.
Gewöhnlich fixiert das Auge
weiterhin einen Gegenstand, auch wenn der Kopf plötzlich gedreht wird.
Während der ersten Tage nach der Geburt bewegen sich die Augen aber
noch mit dem Kopf mit, wenn er schnell von jemand anderem bewegt wird.
Das sieht aus wie die starren Augen einer Puppe. Verschwindet dieses
Phänomen nach etwa 10 Lebenstagen nicht, sollte das Kind genauer
untersucht werden, da diese Phänomen auf eine Gehirnerkrankung
hinweisen kann.
Der Arzt entnimmt mit einem
Wattestäbchen durch Tupfen oder leichtes Reiben aus dem Rachen
eine Probe der dort vorhandenen Keime.
Wenn verhindert werden soll,
dass sich eine Infektionskrankheit weiter ausbreitet, kann "ein
Riegel vorgeschoben werden", indem alle Personen im näheren
Umfeld des oder der ersten erkrankten geimpft werden. Dann findet der
Krankheitskeim keinen Körper mehr, in dem er sich vermehren kann.
Bösartige Tumore, die
früh Metastasen ("Ableger") bilden.
Griechische Abkürzung
für Septikämie ("Blutvergiftung"), siehe
"Bakteriämie".
Ihren Sitz hat die STIKO am
Robert Koch-Institut in Berlin. 17 Experten treffen zweimal
jährlich zusammen, um über Empfehlungen für Impfungen
in Deutschland zu beraten. Siehe "Wer empfiehlt öffentlich
Schutzimpfungen?"
Abkürzung für:
Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin
Sammelbezeichnung von
vielseitig eingesetzten Medikamenten, die einen Schwefelanteil
enthalten, sie werden z. B. gegen Bakterien oder Malaria-Erreger
eingesetzt.
Totimpfstoffe enthalten
abgetötete Krankheitserreger entweder ganz oder in Teilen oder
nur deren abgeschwächtes Gift.
Fast jedes Jahr haben sich
Influenza-Viren soweit verändert, dass ein neuer Subtyp
entstanden ist, eine erneute Impfung ist notwendig, um dagegen
geschützt zu sein. Alle 10 bis 20 Jahre ist eine neue Variante
des Influenza-Virus entstanden, dann droht eine Pandemie.
Viren gehören zu den
einfachsten Lebewesen, die wir kennen. Sie sind sehr klein und
bestehen fast nur aus Erbmaterial. Um sich vermehren zu können,
müssen sie den Stoffwechsel einer anderen Zelle
"umprogrammieren". Diese baut dann wieder viele neue Viren.
Die Laute, die ein Baby vor
sich hin brabbelt, werden mit etwa 5 Monaten immer differenzierter und
es fügt sie zu rhythmischen Silbenketten (z.B.: ga-ga-ga, be-be-ba)
zusammen.