Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Krankheitsbild
Zu Beginn einer Kinderlähmung (Poliomyelitis) leiden die Erkrankten an grippeartigen Symptomen. Später kann es bei jedem hundertsten bis tausendsten Infizierten zu den Lähmungen kommen, die der Krankheit ihren Namen gegeben haben. Sie betreffen hauptsächlich die Beine.
Erkennung und Behandlung
Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich, nur die Symptome können gelindert werden.
Übertragung und Vorkommen
Polio−Viren werden hauptsächlich durch Kontakt mit Kot ("Schmierinfektion") übertragen aber auch durch Tröpfcheninfektion z.B. beim Sprechen oder Niesen. Früher trat die Krankheit weltweit auf. Heute ist sie nur noch in Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan heimisch.
Vorbeugung
Nur die Impfung bietet Schutz vor der Krankheit.
Impfstoff
Impfstoff zur Injektion (in der Spritze).
Die "Schluckimpfung" − ein Lebendimpfstoff − wird in Deutschland inzwischen nicht mehr eingesetzt.
Unser Rat für Sie:
Achten Sie bei Ihrem Säugling auf einen möglichst
frühen und vollständigen Impfschutz. Am besten schauen Sie
gleich mal in seinen Impfpass! Vor Fernreisen erkundigen Sie sich, ob
eine Polio−Impfung für Sie ratsam ist.
Wenn Sie noch mehr hierzu wissen möchten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an die Experten der Universitätsklinik Mainz.
Letzte Aktualisierung: MK 15.08.2010


