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Pneumokokken

Impfstoff

Der 23-valente Pneumokokken-Kapselpolysaccharid-Impfstoff (PPSV23):

Dieser Impfstoff für ältere Kinder und Erwachsene enthält Bestandteile der äußeren Kapsel ("Polysaccharidhülle"), mit der sich manche Bakterien umgeben. Es gibt rund 90 verschiedene Kapseltypen von Streptococcus pneumoniae, der Impfstoff enthält 23 davon. Diese 23 Typen sind für mehr als 90% aller durch Pneumokokken verursachten Infektionskrankheiten verantwortlich. Aufgrund der Besonderheit des kindlichen Immunsystems kann dieser Impfstoff (PPSV23) vor dem zweiten Geburtstag aber keinen verlässlichen Immunschutz bewirken.

Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe

Für Säuglinge und Kleinkinder stehen so genannte Konjugatimpfstoffe zur Verfügung. In diesen Impfstoffen sind die Kapsel-Zuckermoleküle der Pneumokokken-Typen an eines oder mehrere Eiweiße gebunden. Durch diese "Kopplung" von Zucker- und Eiweißmolekül werden die Bakterienkapseln auch schon im frühen Kindesalter als "fremd" erkannt und ein Immunschutz kann aufgebaut werden. Je nach Anzahl der in den Impfstoff aufgenommenen Pneumokokken-Typen unterscheidet man 10-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV10) und 13-valenten (PCV13).

PCV10 ist für Säuglinge und Kleinkinder ab einem Alter von sechs Wochen bis zum Geburtstag zugelassen. Er enthält die Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F und 23F sowie zusätzlich 1, 5 und 7F. Diese 10 Typen sind nach einer aktuellen Studie für etwa 56% aller in Deutschland durch Pneumokokken verursachten schweren (invasiven) Infektionskrankheiten bei Kindern unter zwei Jahren verantwortlich.

PCV13 ist für Säuglinge und Kleinkinder ab einem Alter von sechs Wochen bis 5 Jahren zugelassen. Er enthält die Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F und 23F sowie zusätzlich 1, 3, 5, 6A, 7F und 19A. Diese 13 Typen sind nach einer aktuellen Studie für etwa 74% aller in Deutschland durch Pneumokokken verursachten schweren (invasiven) Infektionskrankheiten bei Kindern unter zwei Jahren verantwortlich.

Anwendung des Impfstoffs:

Die vier Impfstoffe werden in die Muskulatur injiziert. Polysaccharid-Impfstoff und PCV13-Impfstoff können auch unter die Haut gespritzt werden.

Zur Grundimmunisierung mit dem Impfstoff für ältere Kinder und Erwachsene mit 23-valentem Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23) ist eine Impfung ausreichend.

Auffrischimpfungen mit diesem Impfstoff sollten je nach Ansteckungsrisiko durchgeführt werden. Bei fortdauernder Gefährdung, z.B. für Patienten mit gestörtem Immunsystem oder chronischen Nierenerkrankungen, sollte nach fünf Jahren erneut geimpft werden. Kinder unter zehn Jahren mit hohem Krankheitsrisiko sollten nach mindestens drei Jahren eine Auffrischimpfung erhalten.

Zur Grundimmunisierung mit dem 10-valentem Konjugatimpfstoff (PCV10) erhalten Säuglinge und Kinder je nach Alter zwei bis vier Impfdosen, einschließlich einer Auffrischimpfung:

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Alter des ungeimpften Säuglings in vollendeten Monaten Impfschema
  1,5 bzw. 2 bis 6 3 Impfungen im Abstand von jeweils 1 Monat (oder 2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten), gefolgt von einer weiteren Impfung im 2. Lebensjahr
  7 bis 11 2 Impfungen im Abstand von 1 Monat, gefolgt von einer 3. Impfung im 2. Lebensjahr mindestens 2 Monate nach der letzten Dosis.
  12 bis 23 2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten; ob eine Auffrischimpfung im 2. Lebensjahr benötigt wird, ist noch nicht untersucht.
  24 bis 5 Jahre 2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten

Für einen optimalen Impfschutz ist es sinnvoll, die Impfserie möglichst früh im dritten Lebensmonat zu beginnen.

Zur Grundimmunisierung mit dem 13-valentem Konjugatimpfstoff (PCV13) erhalten Säuglinge und Kinder je nach Alter zwei bis vier Impfdosen, einschließlich einer Auffrischimpfung:

Alter des ungeimpften Säuglings in vollendeten Monaten Impfschema
  1,5 bis 6 3 Impfungen im Abstand von jeweils 1 Monat (oder 2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten), gefolgt von einer weiteren Impfung im 2. Lebensjahr
  7 bis 11 2 Impfungen im Abstand von 1 Monat, gefolgt von einer 3. Impfung im 2. Lebensjahr
  12 bis 23 2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten
  24 bis 5 Jahre 1 Impfung

Für einen optimalen Impfschutz ist es sinnvoll, die Impfserie möglichst früh im dritten Lebensmonat zu beginnen.

Die Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe PCV10, PCV13 können zusammen mit den üblichen Kinderimpfstoffen gegeben werden (z.B. Sechsfach-Impfstoff, Masern-Mumps-Röteln-(Windpocken-)Impfstoff, Meningokokken-C-Konjugatimpfstoff, Impfstoff gegen Rotaviren).

Soll der Impfschutz aufgrund einer fortbestehenden Gefährdung aufrechterhalten werden, können Kinder, die zuvor mit PCV10- oder PCV13-Impfstoff geimpft wurden, ab dem dritten Geburtstag PPSV23-Impfstoff erhalten. Der Abstand zwischen einer vorangegangenen Impfung mit Pneumokokken-Konjugatimpfstoff und der ersten Impfung mit PPSV23-Impfstoff sollte dann mindestens acht Wochen betragen.

Wirksamkeit des Impfstoffs:

Bei älteren und chronisch kranken Patienten können durch die Impfung mit dem Impfstoff für ältere Kinder und Erwachsene (PPSV23) 60% bis 70% der schweren Krankheitsfälle vermieden werden.
Bei Kleinkindern unter zwei Jahren bietet der PPSV23-Impfstoff keinen ausreichenden Schutz.

PCV10 deckt, je nach örtlicher Verbreitung der Pneumokokken-Typen, in Europa 56-90% der Serotypen ab, die schwere (invasive) Pneumokokken-Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren verursachen. Bisherige Studien mit einem Vorläuferimpfstoff lassen erwarten, dass etwa ein Drittel aller akuten Mittelohrentzündungen durch diesen Impfstoff verhindert werden könnten.

PCV13 deckt, je nach örtlicher Verbreitung der Pneumokokken-Typen, in Europa 73-100% der Serotypen ab, die schwere (invasive) Pneumokokken-Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren verursachen. Nach den bisherigen Daten kann dieser Impfstoff 7% aller akuten Mittelohrentzündungen verhindern.

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Wer geimpft sein sollte

Die Pneumokokken-Impfung ist eine allgemein, öffentlich von den Gesundheitsbehörden empfohlene Impfung für alle Kinder ab einem Alter von zwei Monaten und für alle Personen ab einem Alter von 60 Jahren. Die Grundimmunisierung im Kindesalter umfasst drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen sowie eine Auffrischimpfungen im zweiten Lebensjahr. Für Senioren besteht die Grundimmunisierung aus einer Impfdosis.

Außerdem wird sie für Menschen mit bestimmten chronischen Grundleiden generell empfohlen. Zu diesen Krankheiten gehören unter anderem chronische Herz- und Lungenkrankheiten, Zuckerkrankheit (Diabetes) sowie Leber- oder Nierenkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems wie z.B. ein Anfallsleiden. Ebenfalls impfen lassen sollten sich Patienten, die an Krankheiten der Milz oder des Knochenmarks leiden und Patienten mit Sichelzellanämie und anderen Krankheiten der roten Blutkörperchen (Hämoglobinopathien). Das gleiche gilt für Personen, denen die Milz entfernt wurde oder die von Geburt an keine Milz haben. Generell ist die Impfung allen Personen zu empfehlen, die ein geschwächtes Abwehrsystem aufweisen, sei es aufgrund einer HIV-Infektion, einer geplanten Organtransplantation oder aus anderen Gründen.

Wer nicht geimpft werden sollte

Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen einen der Impfstoffbestandteile sollte die Impfung nicht durchgeführt werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter "Wann nicht impfen?".

Nebenwirkungen des Impfstoffs

Lokal- und Allgemeinreaktionen

PPSV23-Impfstoff: Häufig ist die Impfstelle nach Injektion rot, geschwollen und schmerzt, selten bildet sich eine kleine Verhärtung im Gewebe an der Impfstelle. Gelegentlich schwellen die Lymphknoten in der Nähe mit an. Selten treten Allgemeinsymptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen auf. Wird vorzeitig wiedergeimpft oder gelangt Impfstoff versehentlich in die Haut, fallen diese Impfreaktionen stärker aus.

PCV10-Impfstoff: Wie aus vergleichenden Studien hervorgeht, sind Lokal- und Allgemeinreaktionen sehr ähnlich denen nach Impfung mit einem älteren Impfstoff, der vor 7 Serotypen schützte: Bei diesem war die Impfstelle nach Injektion häufig rot, geschwollen und schmerzte. Selten - öfter nach der vierten Teilimpfung - bildete sich an der Impfstelle eine tastbare Verhärtung, die Impfstelle war druckempfindlich, was die Beweglichkeit stören konnte. Es konnte auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber ab 39 °C, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, unruhigem Schlaf oder Magen-Darm-Beschwerden kommen. Wird gleichzeitig Sechsfach-Impfstoff verabreicht, trat Fieber - meist unter 39 °C - etwas häufiger auf.

PCV13-Impfstoff: In den klinischen Zulassungsstudien waren die Nebenwirkungen des 13-valenten Pneumokokkenimpfstoffs mit denen des älteren 7-valenten Impfstoffs vergleichbar. Ältere Impflinge litten eher unter einer schmerzenden Einstichstelle als Säuglinge und bei nachfolgenden Impfdosen trat dies ebenfalls eher auf als bei der ersten.

Alle diese Erscheinungen sind nur vorübergehend.

Komplikation

PPSV23-Impfstoff: Selten kommt es zu einer allergischen Reaktion (z. B. Nesselsucht). Wie bei vielen Impfstoffen ist in sehr seltenen Einzelfällen eine allergische Sofortreaktion möglich. Sehr selten verringern sich vorübergehend die für die Gerinnungsfunktion des Blutes bedeutsamen Blutplättchen.

PCV10-Impfstoff: In den klinischen Zulassungsstudien waren die Nebenwirkungen des 10-valenten Pneumokokkenimpfstoffs mit denen älteren, 7-valenten Impfstoffs vergleichbar. Bei diesem kam es gelegentlich zu einer allergischen Reaktion (z. B. Nesselsucht). In sehr seltenen Einzelfällen konnte es im Zusammenhang mit Fieber beim Säugling und jungen Kleinkind zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. In Einzelfällen kam es zu einer hypoton-hyporesponsiven Episode (HHE). Bei diesem kurzzeitigen schockähnlichen Zustand erschlaffen die Muskeln und das Kind reagiert nicht, wenn es angesprochen wird. Eine HHE bildet sich jedoch schnell und folgenlos zurück. Auch diese Kinder sollten vollständig geimpft werden.

PCV13-Impfstoff: In den klinischen Zulassungsstudien waren die Nebenwirkungen des 13-valenten Pneumokokkenimpfstoffs mit denen älteren, 7-valenten Impfstoffs vergleichbar. Wie bei vielen Impfstoffen muss auch bei diesem grundsätzlich in sehr seltenen Einzelfällen mit einer allergische Sofortreaktion gerechnet werden, auch wenn dies noch nicht beobachtet wurde.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter "Nebenwirkungen".

Letzte Aktualisierung: MK 10.12.2011
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Medikamente, die gegen Bakterien wirken. Ganz bekannt ist z. B. Penicillin. Weil die Bakterien mit der Zeit unempfindlich gegen ein Antibiotikum werden können, man spricht von "resistenten" Keimen, gibt es inzwischen verschiedene Generationen von Antibiotika, die wiederum vorhandenen Resistenzen entgegenwirken. Medikament, dass gegen Influenza-A-Viren wirkt und dazu eingesetzt wird, eine beginnende Virusgrippe zur bekämpfen oder ihr vorzubeugen. Dieses Wort ist eine Kurzform für "Antisomatogen", d. h. für "Antikörperbildner". Mit Antigen werden alle Stoffe bezeichnet, die das Immunsystem dazu anregen, bestimmte Abwehrstoffe - eben Antikörper - zu bilden. Antikörper sind spezielle Eiweiße, die in der Lage sind, ein eingedrungenes Antigen unschädlich zu machen - indem sie es auflösen, verkleben, abdecken oder das Antigen so zu besetzen, dass es von speziellen Immunzellen gefressen werden kann. Antikörper sind hochspezifisch, sie richten sich nur gegen ein bestimmtes Antigen. Atemstillstand Eine Gelenkentzündung kann akut oder chronisch auftreten. Das betroffene Gelenk lässt sich meist schlechter bewegen, es schmerzt, ist gerötet, geschwollen und wärmer. Es gibt eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Ursachen z. B. Rheuma, Gicht, Röteln, etc. abgeschwächte Impfviren; siehe Lebendimpfstoff Impfung, die das Immunsystem an einen bestimmten Krankheitserreger erinnert. Sie ist nur bei manchen Impfungen notwendig, ebenso wie manche Infektionskrankheiten keine lang anhaltende Immunität hinterlassen. Cholerakranke verlieren sehr viel Flüssigkeit. Den Grad der Austrocknung kann man daran erkennen, ob angehobene Hautfalten sich nur langsam glätten oder evtl. sogar stehen bleiben. Für Säuglinge und Kleinkinder ist Austrocknung besonders gefährlich. Eine Erkrankung bei der grob gesagt, Innen- und Außenwelt eines Menschen nicht wie üblich im Einklang stehen. Im Verhalten äußert sich dass z. B. darin, dass autistische Kinder bzw. Erwachsene auch den eigenen Eltern oder anderen nahestehenden Personen nicht in die Augen sehen. Sie ziehen sich zurück oder verschließen sich ganz wenn sie angesprochen werden oder ihnen auf andere Art Kontakt angeboten wird. Sie bevorzugen gleichförmige und sich wiederholende Tätigkeiten ebenso wie sie Riechen, Schmecken und Tasten dem Hören und Sehen vorziehen. Verändert sich etwas in ihrer gewohnten Umgebung reagieren die Betroffenen panisch. Im Gegensatz zu älteren Keuchhusten-Impfstoffen enthalten die heute eingesetzten nicht ganze abgetötete Keuchhusten-Bakterien, sondern nur ausgesuchte Teile davon. Bakterien können kurzzeitig, wiederholt oder ständig im Blut vorhanden sein ("Blutvergiftung"). Sie gelangen dahin durch kleine Wunden z. B. nach dem Ziehen eines Zahns, durch einen Entzündungsherd, oder wenn eine von Bakterien ausgelöste Infektion sich im ganzen Körper ausbreitet und dabei auch das Blut befällt. Dieses Gesetz regelt, welche Bundesbürger, die sich für den Staat aufgeopfert haben, vom Staat eine Rente erhalten. Das sind z. B. Kriegsgeschädigte, Kriegswitwen, Häftlinge, die zu DDR-Zeiten in politischer Haft saßen und körperlichen Schaden erlitten, sowie Soldaten und Zivildienstleistende, die während ihres Dienstes einen Schaden erlitten haben. Außerdem Geimpfte, die wahrscheinlich von einer öffentlich empfohlenen Impfung einen Schaden davongetragen haben. Die Web-Site befindet sich noch im Aufbau: http://www.bundesversorgungsgesetz.de/Titel.htm. Neu entwickelte Antibiotika, die eingesetzt werden, wenn ein Bakterium gegen ältere Antibiotika unempfindlich (resistent) ist. Im Wettlauf mit den resistent werdenden Bakterien werden auch die Cephalosporine weiterentwickelt, es wird von neuen "Generationen" dieser Medikamente gesprochen. Bei jeder Impfung schreibt der Arzt in das Impfbuch, mit welcher Charge Ihr Kind geimpft wurde. Von der ersten "Saatkultur" aus Impfkeimen bis zu mehreren Litern in Spritzen oder Ampullen abgefülltem Impfstoff, sind die Impfkeime bzw. Bestandteile der Impfkeime in einer Charge (einem "Topf") identisch. Eine von mehreren Mückengattungen, die verschiedene Infektionskrankheiten übertragen. Viren benötigen lebende Zellen, um sich zu vermehren. Eine Zellkultur besteht aus unzusammenhängenden einzelnen Zellen, die auf oder in einer Nährflüssigkeit schwimmen. Seit vielen Jahren werden genau beschriebene Zellen, die ursprünglich einmal aus einer Maus entnommen wurden, immer weiter vermehrt. Ihre Eigenschaften sind den Wissenschaftlern genauso gut bekannt wie etwa die Eigenschaften der Hefe den Bäckern. Flächenhafte, entzündliche Hautveränderung mit Juckreiz. Tritt eine Infektionskrankheit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes und an einem bestimmten Ort gehäuft auf, wird von einer "Epidemie" gesprochen. Beispiele: 1) In Russland und der Ukraine wurden Kinder und Erwachsene nicht ausreichend gegen Diphtherie geimpft. In der Folge erkrankten über mehrere Jahre hinweg Hunderttausende an dieser Infektionskrankheit. 2) Wenn in einer Stadt die Kinder mehrerer Kindertagestätten eine Woche lang schwer erkranken, weil eine bestimmte Speise Krankheitskeime enthielt. Bezeichnung für mit Wasser verdünntes Formaldehyd, ein Mittel zur Konservierung und Desinfektion. Formaldehyd entsteht bei unvollständigen Verbrennungsprozessen z. B. auch im Muskel. Es wird benötigt, um Viren und Bakterien während der Herstellung eines Impfstoffes zuverlässig abzutöten und wird heutigen Impfstoffen danach soweit wieder entzogen, dass nicht mehr darin enthalten ist, als natürlicher Weise in menschlichem Körpergewebe vorhanden. Kinder, die vor der 38. Schwangerschaftswoche (weniger als 259 Tage Schwangerschaft) geboren werden, gelten als "Frühgeburten". Je nach Geburtstermin und -gewicht sind verschiedene Impfungen möglich bzw. sogar dringend empfehlenswert. Abkürzung für "Good Manufacturing Practice", auch "Internationale Pharmacopoe" genannt. Regeln der Weltgesundheitsorganisation zur Herstellung von Impfstoffen, in der z. B. Prüfmethoden beschrieben sind. Volkstümliche Bezeichnung für einen Hautausschlages mit Schuppen- und Krustenbildung, der vornehmlich in der behaarten Kopfhaut auftritt. Ist der Körper bereits durch eine andere Erkrankung geschwächt, haben es Viren und Bakterien leichter, in den Körper einzudringen und/oder sich darin auszubreiten. Sei es, weil beispielsweise das Immunsystem nicht mehr so schlagkräftig ist oder weil die Haut bzw. Schleimhaut beschädigt ist. Außerdem kann eine Infektionskrankheit mehr Risiken in sich bergen, wenn ein Organ bereits vorgeschädigt ist. Eine echte Virusgrippe (Influenza) belastet z. B. stark den Kreislauf. Wenn Herzpatienten an ihr erkranken, kann das für sie den sicheren Tod bedeuten. Deshalb wird ihnen vorbeugend die Influenza-Impfung empfohlen. Typische "Grunderkrankungen" sind Herz-Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen, Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes) und angeborene oder erworbene Schäden des Immunsystems. Hirn und Rückenmark sind von zwei Hüllen umgeben, den Hirnhäuten. Außen, direkt unter dem Knochen, sitzt die harte Hirnhaut (Pachymenix), die aus straffem Bindegewebe besteht. Innen, das Nervengewebe umgebend, sitzt die weiche Hirnhaut (Leptomenix), die aus lockerem Bindegewebe besteht. Beide Hirnhäute können sich entzünden. Dadurch werden sie dicker und drücken auf das Nervengewebe. Alle weiteren Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Erbrechen, ein steifer Nacken und Rücken bis hin zu Bewusstseinstrübungen und Koma sind Folgen dieses Drucks. In den ersten Lebenswochen zeigt ein Säugling in Reflexen praktisch alle Bewegungsmuster eines Kleinkindes, wie z.B. Gehen oder Treppensteigen. Diese verschwinden jedoch wieder und werden erst später richtig erlernt. Antikörper, die von einem anderen Menschen oder Tier gegen einen bestimmten Keim gebildet wurden, können aus dem Blut isoliert werden und dann in konzentrierter Form einem Menschen ohne Schutz gegeben werden. Bis diese geliehenen Antikörper abgebaut werden (etwa drei Monate), hält dieser Schutz an. Die Ärzte sprechen dann von einer passiven Immunisierung mit spezifischem Immunglobulin (z. B. nach Kontakt zu einem tollwutverdächtigen Tier). Wenn die Abwehrkräfte des Körpers dazu gebracht werden, einen Schutz aufzubauen, sprechen Ärzte von Immunisierung. Geschieht das, ohne dass das Immunsystem aktiv wird, durch die Gabe von fremdem Immunglobulin, heißt es "passive" Immunisierung, Geschieht es mit Hilfe einer Schutzimpfung, die das Immunsystem anregt, selber Antikörper zu bilden, heißt es "aktive" Immunisierung. Eine andere Bezeichnung für Immunglobulin Virus oder Bakterium, das in einem Lebendimpfstoff enthalten ist. Ein anderes Wort für "abgetötet", siehe Totimpfstoff. Impfungen, die nicht allen Bundesbürgern irgendwann einmal in ihrem Leben empfohlen werden (z. B gegen Tetanus oder Diphtherie), sondern nur den Personen, die einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Beispiele: Hepatitis-A-Impfung für Fernreisende oder für Klärwerksarbeiter, Pneumokokken-Impfung für Kinder ohne Milz. Dieses "Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen" dient dazu, übertragbare Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, dass sie sich weiterverbreiten. Dazu müssen zahlreiche Behörden auf Ebene des Bundes, des Landes und der Kommunen zusammenarbeiten sowie alle Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Laborangestellte, Leiter von Lebensmittelbetrieben), die mit Infektionskrankheiten direkt oder indirekt befasst sind." http://www.bmgesundheit.de/rechts/k-bek/infekt/ifsg.htm Gegen die verschiednen Typen A, B und C der Influenza-Viren muss jeweils mit einem eigenen Impfstoff geimpft werden, Der Typ C hat aber praktisch keine Bedeutung, die Ausbrüche werden hauptsächlich vom Typ A und B ausgelöst. Die echte Virusgrippe (Influenza) hat nichts mit der im Volksmund als "Grippe" bezeichneten, schlimmen Erkältung zu tun. Es werden die Influenza-Viren A, B, und C unterschieden, die vornehmlich Infektionen beim Menschen auslösen. Influenza-Viren können auch Tiere z. B. Vögel oder Schweine befallen und sind sehr veränderlich. Zeit, die vergeht, bis ein in den Körper eingedrungener Keim Krankheitszeichen auslöst. eindringend Manche Bakterien umgeben sich zusätzlich mit einer Schleimsubstanz. Mit diesen "Tarnkappen" verstecken sie sich vor Fresszellen, den "lebenden Mülleimern" des Immunsystems. Bakterien-Kapseln können aus Zuckern, aber auch Eiweiß-Bausteinen (Peptiden) oder aus Hyaluronsäure bestehen. Wenn sich mehrere Atome miteinander verbinden, sprechen Chemiker von einem "Molekül". Kapselmoleküle sind Bausteine der Kapsel eines Bakteriums. Gelangen Pneumokokken ins Blut, können sie auch in das Knochenmark eindringen. Sie verursachen dort eine Knochenentzündung. Der Eiter dringt aus der Markhöhle über kleine Kanäle bis unter die Knochenhaut auf der Außenseite des Knochens. Später können Teile des Knochens absterben und um den entzündeten Bereich herum bildet sich wie eine Schale neuer Knochen. Bei Kindern und Jugendlichen werden bevorzugt die Wachstumsfugen an den langen Röhrenknochen befallen, im Säuglingsalter sind es vor allem das Hüft- und das Kniegelenk. Erhebliche Wachstumsstörungen sind die Folge. Griechisch für "tiefer, fester Schlaf". Die Patienten können nicht mehr geweckt werden. Werden mit einer einzigen Spritze mehrere Impfstoffe gleichzeitig verabreicht, wird von einem "Kombinationsimpfstoff" gesprochen. Inzwischen können sechs Impfungen im Kindesalter mit einer einzigen Injektion verabreicht werden. Aber auch für Jugendliche und Erwachsenen sowie bei den Reiseimpfungen gibt es Kombinationen. Das Immunsystem von Kindern unter zwei Jahren ist nicht in der Lage, Bakterien wirksam zu bekämpfen, die sich mit Kapseln tarnen. Deshalb wurde in den Impfstoffen gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b an einen Kapselbaustein ein Eiweiß gebunden ("konjugiert"). Durch diese "Kopplung" werden die Bakterienkapseln auch schon im frühen Kindesalter als "fremd" erkannt und ein Immunschutz kann aufgebaut werden. In der Nebennierenrinde gebildetes Hormon, dass zur Klasse der Glukokortikoide gehört und auch als Medikament eingesetzt wird. Die Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) in einem Lebendimpfstoff wurden mit verschiedenen Methoden so abgeschwächt, dass sie sich zwar noch begrenzt im Körper vermehren können, aber nicht mehr krank machen. Bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen, im Volksmund "Blutkrebs". Abkürzung für "Morbus Crohn" Alle Medikamente, die gegen Malaria-Erreger eingesetzt werden: Chloroquin, Proguanil, Mefloquin, Atovaquon, Doxycyclin Artemisinderivate gehören zu den wichtigsten. Griechischer Ausdruck für "Hirnhautentzündung" Eine akute Mittelohrentzündung geht meist von einer Infektion der Atemwege aus. Ihre wichtigsten Komplikationen sind ein zurückbleibender Erguss im Ohr sowie eine wiederholte oder chronische Mittelohrentzündung. Es besteht auch die Gefahr, dass sich die Entzündung auf benachbarte Regionen ausdehnt. Folgen sind dann z. B. eine Hirnhautentzündung, ein Hirnabszess oder Lähmungen im Gesicht. In schweren Fällen droht Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit. Morbus Crohn ist eine chronische Darmentzündung, die erstmals von Dr. Burril Crohn beschrieben wurde. Neben Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall können später auch Arthritis, Eiterherde auf der Haut, Risse in der Mundschleimhaut, eine Fettleber oder Augenentzündungen hinzukommen. Die Ursachen eines Morbus Crohn sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Abkürzung für "Multiple Sklerose" Eine der häufigsten organischen Nervenleiden in Europa. Im Gehirn und Rückenmark bildet sich an vielen Stellen die Isolierschicht um die Nervenbahnen zurück, sie liegen dann bloß wie ein Stromkabel ohne Gummihülle. Sehstörungen, Inkontinenz und Lähmungen größerer oder kleinerer Körperbereiche sind einige der Folgen. Die Krankheit schreitet in Schüben fort, ihre Ursachen sind noch nicht endgültig geklärt. Neugeborenen bauen in den ersten Lebenstagen vermehrt Blutfarbstoff ab. Gleichzeitig kann das dabei entstehende Bilirubin noch nicht so schnell in ausscheidungsfähiges Bilirubin umgewandelt werden. Daher kommt es zur typischen Neugeborenen-Gelbsucht. Gewöhnlich hat sich die Situation nach wenigen Tagen normalisiert. Medikamente, die gegen Influenza-A- und -B-Viren wirken. Sie beeinträchtigen den Lebenszyklus dieser Viren. Sie werden vorbeugend oder zur Behandlung eingesetzt. Griechisch-lateinischer Ausdruck für "Knochenentzündung" Eine weltweite Epidemie wird als "Pandemie" bezeichnet. Weltweit erkranken dann in allen Ländern und Erdteilen viele Menschen an einer Infektionskrankheit. Meist wandert eine Erkrankungswelle um die Erde. Eine Pandemie ist immer dann möglich, wenn ein Erreger sehr ansteckend ist und die meisten Menschen weder immun sind, noch sich in irgend einer Weise schützen können. Innerhalb Europas verbindliche Regeln wie Arzneimittel zubereitet werden. Schwammiges oder schwammartiges Gebilde Kombinationsimpfstoff, der Bestandteile aus den Kapseln von 23 verschiedenen Pneumokken-Typen enthält Konjugatimpfstoff, bei dem die Bestandteile der Kapseln von sieben verschiedenen Pneumokken-Typen an Proteinen konjugiert wurden. Entzündung an mehreren Gelenken (s. a. "Arthritis") Manche Impfungen können bzw. sollten sogar gegeben werden, wenn eine Person bereits mit dem entsprechenden Erreger in Kontakt gekommen ist. Gewöhnlich fixiert das Auge weiterhin einen Gegenstand, auch wenn der Kopf plötzlich gedreht wird. Während der ersten Tage nach der Geburt bewegen sich die Augen aber noch mit dem Kopf mit, wenn er schnell von jemand anderem bewegt wird. Das sieht aus wie die starren Augen einer Puppe. Verschwindet dieses Phänomen nach etwa 10 Lebenstagen nicht, sollte das Kind genauer untersucht werden, da diese Phänomen auf eine Gehirnerkrankung hinweisen kann. Der Arzt entnimmt mit einem Wattestäbchen durch Tupfen oder leichtes Reiben aus dem Rachen eine Probe der dort vorhandenen Keime. Wenn verhindert werden soll, dass sich eine Infektionskrankheit weiter ausbreitet, kann "ein Riegel vorgeschoben werden", indem alle Personen im näheren Umfeld des oder der ersten erkrankten geimpft werden. Dann findet der Krankheitskeim keinen Körper mehr, in dem er sich vermehren kann. Bösartige Tumore, die früh Metastasen ("Ableger") bilden. Griechische Abkürzung für Septikämie ("Blutvergiftung"), siehe "Bakteriämie". Ihren Sitz hat die STIKO am Robert Koch-Institut in Berlin. 17 Experten treffen zweimal jährlich zusammen, um über Empfehlungen für Impfungen in Deutschland zu beraten. Siehe "Wer empfiehlt öffentlich Schutzimpfungen?" Abkürzung für: Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin Sammelbezeichnung von vielseitig eingesetzten Medikamenten, die einen Schwefelanteil enthalten, sie werden z. B. gegen Bakterien oder Malaria-Erreger eingesetzt. Totimpfstoffe enthalten abgetötete Krankheitserreger entweder ganz oder in Teilen oder nur deren abgeschwächtes Gift. Fast jedes Jahr haben sich Influenza-Viren soweit verändert, dass ein neuer Subtyp entstanden ist, eine erneute Impfung ist notwendig, um dagegen geschützt zu sein. Alle 10 bis 20 Jahre ist eine neue Variante des Influenza-Virus entstanden, dann droht eine Pandemie. Viren gehören zu den einfachsten Lebewesen, die wir kennen. Sie sind sehr klein und bestehen fast nur aus Erbmaterial. Um sich vermehren zu können, müssen sie den Stoffwechsel einer anderen Zelle "umprogrammieren". Diese baut dann wieder viele neue Viren. Die Laute, die ein Baby vor sich hin brabbelt, werden mit etwa 5 Monaten immer differenzierter und es fügt sie zu rhythmischen Silbenketten (z.B.: ga-ga-ga, be-be-ba) zusammen.