Pocken (Variola)

Krankheitsbild
Eine Pocken–Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen, die denen einer Grippe ähneln: Plötzlich einsetzendes Fieber sowie Kopf–, Muskel– und Rückenschmerzen sind die ersten Symptome, diesen folgt dann der typische Hautausschlag.
Erkennung und Behandlung
Aufgrund des typischen Hautausschlags stellt die Diagnose der Pocken kaum ein Problem dar. Die Therapie ist symptomatisch, eine etablierte Therapie gegen das Virus selbst steht nicht zur Verfügung.
Übertragung und Vorkommen
Die Übertragung des Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion direkt von Mensch zu Mensch oder durch direkten Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten. Auch die Übertragung durch infizierte Wäsche von Erkrankten oder durch gemeinsam benutzte Gegenstände ist beobachtet worden. 1972 ereignete sich der letzte Pockenfall in Deutschland, 1979 der letzte natürliche Pockenfall (in Somalia).
1980 erklärte die WHO die Pocken für ausgerottet. Es existieren noch Pocken–Viren in zwei Hochsicherheitslaboratorien in den USA und in Russland. Ob eine Bedrohung durch Pocken als “biologische Waffe” besteht, können wir nicht beurteilen.
Vorbeugung
Impfstoff
Derzeit steht in Deutschland kein Pocken–Impfstoff zur allgemeinen Anwendung zur Verfügung. Es ist jedoch in vielen Ländern durch deren Regierungen, so auch in Deutschland, Impfstoff gekauft und gelagert worden, um z. B. im Falle eines bioterroristischen Angriffs gerüstet zu sein.
Unser Rat für Sie:
Derzeit ist es weder möglich noch sinnvoll, sich in Deutschland
gegen Pocken impfen zu lassen. Wenn Sie noch mehr zu diesem Thema
wissen möchten, wenden Sie sich an die Experten der Universitätsklinik
Mainz.
Außerdem bieten die Internetseiten des Robert Koch–Instituts (www.rki.de) weitere Informationen zum Thema Pocken.
Letzte Aktualisierung: MK 15.06.2010


