Gegen FSME impfen?

7. Juni 2017

Wir leben in Baden-Württemberg im Raum Stuttgart-Heilbronn. Unsere Tochter ist 4 Jahre alt. Was sind die Empfehlungen bzgl. FSME?

Baden-Württemberg zählt zu den Risikogebieten für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die durch Zecken übertragen wird (Karte der Robert Koch-Instituts mit den Risikogebieten in Deutschland siehe rki.de/…/Karte_FSME.pdf). In den meisten dieser FSME-Risikogebiete beherbergen etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken das FSME-Virus. Nicht jeder Stich einer befallenen Zecke führt jedoch zu einer Infektion.

Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Impfung gegen FSME für Kinder wie Erwachsene, die in Risikogebieten Zecken ausgesetzt sein können. Das gilt für Einwohner ebenso wie für Urlauber, die in Risikogebiete im In- oder Ausland reisen und sich öfter in der Natur aufhalten sowie für Beschäftigte z.B. in der Forstwirtschaft. Die Grundimmunisierung gegen FSME erfolgt in drei Impfstoffdosen mit einem für die Altersgruppe zugelassenen Impfstoff, Auffrischimpfungen werden alle drei bis fünf Jahre empfohlen. Weitere Informationen zum Krankheitsbild und der Impfung gegen FSME finden Sie unter gesundes-kind.de/impfungen/fsme-impfung/.

Auch außerhalb von FSME-Risikogebieten können Zecken Erkrankungen wie die Borreliose übertragen, gegen die es keine Impfung gibt. Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, sollte man bei Aufenthalt im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz feste Schuhe und lange Hosen tragen. Zeckenabweisende Mittel (Repellentien) schützen ebenfalls für kurze Zeit. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollten Körper und Kleidung nach Zecken abgesucht und diese schnellstmöglich entfernt werden (weitere Informationen finden Sie beim Robert Koch-Institut unter rki.de/…/Zecken.html).
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine individuellen Impfempfehlungen geben können. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Sie über die FSME-Impfung ausführlich beraten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

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Unser Expertenrat um Prof. Dr. med. Markus Knuf vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.