Gelbfieber-Impfung versehentlich in der Schwangerschaft

23. August 2016

Ich habe mich gelbfieber impfen lassen. ich habe eben erfahren, dass ich schwanger bin. ich habe nachgerechnet und 4 Tage vor Eisprung die Gelbfieberimpfung bekommen habe. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?

Wie auch bei anderen Lebendimpfstoffen (z.B. gegen Röteln) ist es denkbar, dass das Impfvirus auf das ungeborene Kind übergeht. Um ein eventuelles theoretisches Risiko auszuschließen, wird daher empfohlen, Schwangere möglichst nicht zu impfen. Dies gilt grundsätzlich auch für die Impfung gegen Gelbfieber. Sie wird für Schwangere nur nach einer sorgfältigen Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen.

Tatsächlich gibt es bisher keine klaren Hinweise darauf, dass die Gelbfieber-Impfung eine Schwangerschaft negativ beeinflusst oder das Kind schädigt. Zu dem Schluss kommen auch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese haben 2014 die Sicherheit von Impfstoffen in der Schwangerschaft anhand von Studiendaten aus mehreren Jahrzehnten bewertet. Dabei ergaben sich auch für Gelbfieberimpfstoff keine erheblichen Sicherheitsbedenken.

Wir wünschen Ihnen für Ihre Schwangerschaft alles Gute.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus der Ferne keine individuelle Beratung geben können, bester Ansprechpartner für Ihre Frage ist die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt.

Mit freundlichem Gruß
Ihr Gesundes-Kind Team

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Unser Expertenrat um Prof. Dr. med. Markus Knuf vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.