Gesundheitszustand vor der Impfung abklären?

13. Juli 2020

ich schreibe Ihnen da ich zu meiner Frage keine Infos gefunden habe, eventuell sind diese aber trotzdem vorhanden, in diesem Falle würde ich Sie um die Zusendung eines Links zu Ihrer Seite bitte.

Mein Augenmerk liegt in der Vorsorge einer Impfung. Der Tatsache entnommen, dass nach einer Impfung auftretende Schäden vom Patienten bewiesen werden müssen, dass diese nämlich vorher nicht existiert haben. Lautet meine Frage wie folgt: Was muss ich vor einer Impfung beim Arzt oder einem Labor prüfen lassen (es geht um meine Tochter) um einen eindeutigen Gesundheitszustand meiner Tochter vor der Impfung zu dokumentieren/belegen damit das Ergebnis vor Gericht standhalten kann?

Ich bedanke mich sehr!

Mit freundlichen Grüßen

Da bei akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankungen und Fieber Impfungen in der Regel zu verschieben sind, nimmt der Kinderarzt / die Kinderärztin vor der Impfung eine gründliche körperliche Untersuchung vor. Auch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie manche chronischen Erkrankungen könnten den Impfplan beeinflussen; der Kinderarzt / die Kinderärztin klärt hierüber ausführlich auf.

Generell sollten bei einem Kind auftretende Krankheitszeichen oder andere Verdachtsmomente für einen beeinträchtigten Gesundheitszustand abgeklärt werden. Auch bei den U-Untersuchungen werden bestimmte Entwicklungsbereiche überprüft. Die Medizin verfügt jedoch über keine Untersuchungsmethoden, die sämtliche möglichen Erkrankungen, die bisher noch ohne Krankheitszeichen geblieben sind, ausschließen und eine umfassende Gesundheit sicher gewährleisten könnten.

Treten bei einem Kind nach einer Impfung gesundheitliche Beeinträchtigungen auf, sollte ein Kinderarzt/eine Kinderärztin hinzugezogen werden. Die gesundheitliche Beeinträchtigung kann auch andere Ursachen als die Impfung haben und nur zufällig nach der Impfung aufgetreten sein; daher müssen auch andere mögliche Ursachen abgeklärt und ggf. behandelt werden. Besteht bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die über übliche Impfreaktionen z.B. an der Impfstelle hinausgehen, der Verdacht, dass es sich um eine Nebenwirkung der Impfung handeln könnte, muss der Arzt/die Ärztin dies an das Gesundheitsamt melden. Ferner sollte unbedingt unmittelbar nach Auftreten von ungewöhnlichen unerwünschten Wirkungen eine kompetente Abklärung erfolgen (Empfehlungen unter dakj.de/…/2015-dakj-neurologische-symptome-nach-impfungen.pdf). Nach Meldung des Verdachts auf eine Impfnebenwirkung wird geprüft, ob ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung bestehen und ob es sich um einen Impfschaden handeln könnte. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts unter rki.de/…/sicherheit_impfungen_node.html.

Bitte lassen Sie sich bei Ihrem Kinderarzt / Ihrer Kinderärztin individuell beraten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

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Unser Expertenrat vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.