Wechsel des Sechsfach-Impfstoffs bei Lieferengpass?

18. Juli 2016

Sehr geehrter Herr Knuf,

mein Sohn wurde vor eineinhalb Monaten mit dem Impfstoff Infanrix Hexa geimpft. Die zweite Impfung erfolgte mit dem Impfstoff Hexyon, da Infanrix Hexa nicht lieferbar war.
Können Sie mir sagen, ob sich das nachteilig auf den Impfschutz meines Sohnes auswirken kann?
Sicherlich ist es nicht ideal, dass zwei unterschiedliche Impfstoffe verwendet wurden. Können Sie mir erklären inwiefern sich die Impfstoffe voneinander unterscheiden?

Vielen Dank für Ihre Zeit.

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine S.

Sehr geehrte Frau S.,

bei den beiden von Ihnen genannten Impfstoffen handelt es sich um Sechsfach-Impfstoffe verschiedener Hersteller zum Schutz gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Haemophilus influenza b, Hepatitis B und Poliomyelitis. Die beiden Kombinationsimpfstoffe unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nur geringfügig. Wirksamkeit und Sicherheitsprofil sind vergleichbar.
Die Teilimpfungen für die Grundimmunisierung erfolgen in der Regel mit dem gleichen Impfstoff. Nach Informationen des Robert Koch-Instituts kann innerhalb einer Impfserie zwischen den Sechsfach-Impfstoffen gewechselt werden, wenn dies aus Verfügbarkeitsgründen notwendig ist.
Sie dürfen davon ausgehen, dass Ihr Sohn bei Einhaltung des empfohlenen Impfschemas gemäß dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission STIKO (siehe gesundes-kind.de/…/impftab_only.htm) zuverlässig geschützt ist.

Mit freundlichem Gruß
Ihr Gesundes-Kind Team

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Unser Expertenrat um Prof. Dr. med. Markus Knuf vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.