Wer sollte gegen Meningokokken geimpft werden?

26. September 2016

wer (Säugling) gehört zur Risikogruppe für meningitis und sollte ein Impfung erhalten

Eine Meningitis (Hirnhautentzündung) kann durch Viren sowie (seltener) durch Bakterien wie z. B. Meningokokken verursacht werden. Meningokokken u. a. Bakterien können neben einer Hirnhautentzündung auch eine Blutvergiftung auslösen.
Unter den Meningokokken gibt es verschiedene Typen (sogenannte Serogruppen), die regional unterschiedlich häufig auftreten. Weltweit die wichtigsten sind die Meningokokken-Serogruppen A, B, C, W und Y. Gegen diese stehen Impfstoffe zur Verfügung, die gegen eine Infektion mit dem jeweiligen Meningokokken-Typ gerichtet sind, nicht jedoch z.B. vor einer Virus-Meningitis schützen.
In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO, alle Kinder möglichst früh nach dem ersten Geburtstag einmalig gegen Meningokokken C zu impfen. Besonders gefährdete Säuglinge können bereits ab dem Alter von zwei Monaten gegen Meningokokken C geimpft werden.
Daneben kann eine Impfung gegen Meningokokken A, C, W und Y (je nach Impfstoff zugelassen ab 1 oder 2 Jahren) sowie gegen Meningokokken B (ab zwei Monaten) bei erhöhtem Risiko sinnvoll sein.
Neben Menschen, die beruflich oder auf Reisen mit den Erregern in Kontakt kommen können, zählen zu den Risikogruppen Personen mit angeborener oder erworbener Immunschwäche. Auch bei engem Kontakt mit einem an einer Meningokokken-Infektion Erkrankten wird eine Impfung empfohlen.
Weitere Informationen zur Meningokokken-Impfung finden Sie unter gesundes-kind.de/…/meningokokken-impfung.jsp.

Eine individuelle Beratung, ob zusätzlich zur allgemein für alle Kinder empfohlenen Impfung gegen Meningokokken C in Einzelfällen weitere Impfungen auch gegen andere Meningokokken-Serogruppen sinnvoll sind, erhalten Sie bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder beim Gesundheitsamt.


Mit freundlichem Gruß
Ihr Gesundes-Kind Team

prof.knuf.jpg

Unser Expertenrat um Prof. Dr. med. Markus Knuf vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.