23. Kongress für Jugendmedizin in Weimar: Jugendsexualität – Aufregende Jahre

Der Jugendmedizin-Kongress des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) findet dieses Jahr zum 23. Mal statt - Schwerpunktthema: „Jugendsexualität – Aufregende Jahre“. Kinder- und Jugendärzte beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Jugendsexualität“, was sie bestimmt, wie sie sich entwickelt. So wird die Sexualität eines Jugendlichen beispielsweise auch von seinen Kindheitserfahrungen geprägt. Welche Trends es bei der Jugendsexualität gibt, das erforscht u.a. die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung u.a. mithilfe von regelmäßigen Umfragen unter Heranwachsenden. Die Organisation gibt Pädiatern, Eltern, Lehrern und Jugendlichen selbst Materialien an die Hand, um sich bei diesem „sensiblen“ Thema orientieren zu können. Ein wichtiges, wenn auch unschönes Thema in Bezug auf die „ersten sexuellen Erfahrungen“ ist auch das Vorbeugen gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Und nicht zuletzt sollten Jugendliche auch über passende Verhütungsmaßnahmen aufgeklärt werden.

Aktuell: Neue Kinderrichtlinien

Die neuen Kinderrichtlinien (seit 01.09.2016 in Kraft getreten) werden ebenso auf dem Kongress diskutiert. Sie ermöglichen Kinder- und Jugendärzten Kinder und Jugendliche besser vorsorgend beraten zu können. Für Jugendliche ist hier die Mediennutzung ein wichtiger Bereich. Kinder- und Jugendärzte wollen Eltern und Kinder besser aufklären und schützen. Studien sollen die aktuelle Situation erfassen, die Erfahrungen der Jugendärzte bestätigen, wissenschaftlich belegen und eine fundierte Grundlage für die Aufklärungsarbeit bieten.
Inder Praxis kann der Pädiater u.a. dabei helfen, bei Teenagern die Tendenz zu ungesunden Verhaltensweisen frühzeitig zu erkennen und in richtige Bahnen zu lenken. Einen Beitrag dazu leistet das vertrauensvolle Gespräch mit dem Heranwachsenden alleine, das der Schweigepflicht unterstellt ist. 

Pädiater begrüßen zwar die neuen Kinderrichtlinien, aber sie vermissen dennoch einige Aspekte, wie ein verpflichtendes Sprachscreening und eine stärkere Impfverfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie ab ca. 12:00 Uhr im Pressebereich des BVKJ.

Pressemitteilungen

 

 

06.03.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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