England: Starke Zunahme von Vitamin-D-Mangel-Diagnosen bei Kindern

Britische Forschern zufolge hat es von 2008 bis 2014 bei der Diagnose von Vitamin-D-Mangel eine 15-fache Steigerung gegeben. Auch von 2000 bis 2014 gab es einen deutlichen Anstieg der Rate von Vitamin-D-Mangel-Fällen bei Kindern.

Dr. Emre Basatemur vom Institut für Kindergesundheit am University College London und seine Kollegen werteten die Datensätze von 711.788 Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahre aus, um die jährlichen Inzidenzraten für die Diagnose von Vitamin-D-Mangel von 2000 bis 2014 zu ermitteln.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass von 2000 bis 2014 die Rate der Vitamin-D-Mangel-Diagnosen von 3,14 bis 261 pro 100.000 Personen-Jahre zunahm. Zwischen 2008 und 2014 gab es eine 15-fache Erhöhung der pädiatrischen Vitamin-D-Mangel-Fälle nach Berücksichtigung der Veränderungen der demografischen Merkmale. Besonders betroffen waren Kinder im Teenageralter, die nicht hellhäutig waren und aus sozial benachteiligten Familien stammten. In dieser Altersgruppe überwogen die Mädchen mit Vitamin-D-Mangel, während Jungen unter fünf Jahren im Vergleich zu gleichaltrigen Mädchen häufiger davon betroffen waren. 

"Es hat eine deutliche Zunahme der Diagnose von Vitamin-D-Mangel bei Kindern in den letzten zehn Jahren gegeben", schreiben die Experten in der Fachzeitschrift „Pediatrics“. Warum der Vitamin-D-Status auch wesentlich häufiger überprüft wurde, müssten weitere Untersuchungen klären, so die Autoren.

Quelle: HealthDay, Pediatrics 



02.03.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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