Entscheidungen: Ab fünf Jahren lassen sich Kinder vom Geruch beeinflussen

Eine amerikanische Studie zeigte, dass Kinder ab etwa fünf Jahren auch Geruchsinformationen auswerten, um ein Gesicht zu beurteilen. 

"Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, beeinflusst der Geruchssinn, wie Erwachsene emotionale und soziale Informationen aufnehmen und wie sie sich verhalten. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ab dem fünften Lebensjahr der Geruch auch bei Kindern emotionale Entscheidungen beeinflusst ", erklärte die Neurowissenschaftlerin Dr. Valentina Parma, eine Studienautorin.

An der Arbeit, die in der Fachzeitschrift „Developmental Science“ veröffentlicht wurde, nahmen 140 Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren teil. Jedes Kind wurde für drei Sekunden einem von drei Gerüchen (entweder Rose, Fisch oder etwas Neutrales) ausgesetzt. Unmittelbar darauf wurden den Kindern Fotos von zwei Gesichtern derselben Person gezeigt, einmal glücklich und ein anderes Mal angewidert. Dann baten die Experten die Kinder, eines der beiden Bilder zu wählen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder unter fünf Jahren dazu neigten, das glückliche Gesicht zu wählen, unabhängig von dem damit verbundenen Geruch und ob dieser angenehm oder unangenehm war.

Doch ab dem fünften Lebensjahr beeinflusste der Geruch die Entscheidung der Kinder, welches Gesicht sie wählten. Speziell die älteren Kinder entschieden sich so, dass die visuellen und Geruchsempfindungen emotional ähnlich waren. Zum Beispiel wurde das glückliche Gesicht häufiger ausgewählt, wenn es mit einem Geruch verbunden wurde, der als angenehm empfunden wurde. Ebenso erhöhte die Exposition gegenüber dem unangenehmen Fischgeruch die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder das angewiderte Gesicht wählten.

Quelle: newswise/Monell Center, Developmental Science




 


09.03.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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