Erfolg der Kinderimpfstoffe lässt Eltern fälschlicherweise an deren Notwendigkeit zweifeln

"Früher sind viele Kinder an Krankheiten gestorben, die jetzt durch Impfungen verhindert werden", sagte Dr. Lauren Snabb. "Dazu gehören Keuchhusten, Masern und Kinderlähmung. Die Erreger, die diese zum Teil tödlichen Erkrankungen auslösen, gibt es immer noch, aber weil die meisten Babys routinemäßig durch Impfstoffe davor geschützt sind, tauchen sie kaum mehr in den Vereinigten Staaten auf." Snabb ist Kinder- und Jugendärztin am Kinderkrankenhaus von DMC in Michigan in Detroit.

"Wenn Eltern sich entschließen, ihr Kind nicht impfen zu lassen, gefährdet es nicht nur das Kind selbst, sondern auch das Leben anderer Kinder", erklärte sie in einer Krankenhaus-Pressemitteilung.

Seit der Einführung von Impfstoffen in den Vereinigten Staaten sind Säuglingstodesfälle und Behinderungen aufgrund von 14 Krankheiten dramatisch zurückgegangen, so das CDC (U.S. Centers for Disease Control and Prevention). Zum Beispiel stellte die CDC fest, dass in den 1950er Jahren fast alle Kinder Masern bekommen haben. Heute taucht diese Viruserkrankung kaum noch in Praxen auf.

Impfstoffe retten in den USA jedes Jahr etwa 42.000 Leben und sparen 13,5 Milliarden Dollar direkte medizinische Kosten ein, verdeutlichte Snabb. Allerdings bedeuten impfpräventable Krankheiten immer noch eine Bedrohung für Kinder, die nicht immunisiert werden, warnte sie.

Im Jahr 2014 wurden über 660 Masernfälle in 27 Staaten gemeldet – die höchste Zahl, seitdem die Krankheit in den Vereinigten Staaten im Jahr 2000 in Übereinstimmung mit dem CDC für eliminiert erklärt wurde.

Masernausbrüche und von anderen vermeidbaren Krankheiten treten auf, wenn Eltern sich weigern, ihre Kinder impfen zu lassen, so Snabb. Sie rät Eltern mit Bedenken dazu, sich von ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten zu lassen.
Snabb ergänzte, dass Wissenschaftler, Ärzte und die Bundesregierung alle Impfstoffe gründlich untersucht, um sicherzustellen, dass sie nicht riskant oder gesundheitsschädlich sind. Die American Academy of Pediatrics, die American Academy of Family Physicans und die CDC – wie auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) - fordern Eltern auf, ihre Kinder impfen zu lassen.

Quelle: medicalXpress, Children's Hospital of Michigan DMC





30.05.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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