Gröhe will Impf-Überwachung verschärfen

Im laufenden Jahr wurden mit 410 Fällen bereits mehr Masern-Erkrankungen als 2016 (325 Fälle) registriert.

Die geplante Neuregelung versetze die Gesundheitsämter in die Lage, gezielt auf diese Eltern zuzugehen, betonte der Minister. Gröhe verwies zudem auf das bereits geltende Präventionsgesetz. Demnach müssten alle Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Erwachsene dazu genutzt werden, den Impfstatus zu überprüfen. „Auch vor der Aufnahme in eine Kita muss eine ärztliche Impfberatung nachgewiesen werden.

Diese Pflicht verschärfen wir jetzt nochmals“, sagte Gröhe.  Der Minister betonte zudem, dass bereits ungeimpfte Kinder und Erwachsene zeitweise vom Besuch einer Kita oder Schule ausgeschlossen werden könnten, um einen größeren Ausbruch von Masern oder Mumps zu verhindern. Einige Schulen hätten davon schon Gebrauch gemacht.

Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt die Masern-Impfung auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden, oder bei denen der Masern-Impfstatus unklar ist.

Quelle: dpa

02.05.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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