Hoher Salzkonsum kann schon bei Teenagern zu Gefäßveränderungen führen

Verhärtungen der Arterien gehören beispielsweise zu den Vorstufen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen und sind ein bekannter Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Messinstrumente, die auf der Haut in der Nähe von den großen Arterien der Arme, an Hals und in der Leiste platziert werden, können diese Veränderungen erkennen. Vergangene Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass eine abnehmende Flexibilität der Arterien in der Jugend mit Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel verbunden ist.

An der Studie nahmen 775 Jugendliche teil. Die Experten ermittelten bei ihnen die Elastizität der Armarterien. Mit der Pulswellengeschwindigkeit (PWV) erfassten sie die Unterschiede in der Geschwindigkeit, mit der das Blut durch die Halsschlagader und durch die Oberschenkelarterie in der Leiste floss. Wie viel Salz sie aßen, dokumentierten die Heranwachsenden in einem Ernährungstagebuch selbst.

Studienleiterin Dr. Elaine M. Urbina zufolge ergaben die Messwerte, dass ein höherer Salzkonsum mit einer geringeren Arterienflexibilität und höheren PWV verbunden ist.

Sowohl in den peripheren Arterien in den Extremitäten als auch in den zentralen Arterien wirkte sich ein hoher Salzkonsum mit einer geringeren Arterienflexibilität aus. "Jugendliche und junge Erwachsene tendieren dazu, mehr Salz zu essen, als empfohlen wird. Unsere Studie legt nahe, dass dies mit Veränderungen im Körper verbunden ist, die längerfristig das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.“

Kinder zwischen 7 und 10 Jahren sollten der WHO zufolge nicht mehr 5 Gramm Salz pro Tag essen.

Quelle: AAP News; PAS Abstract;
WHO


12.07.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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