Kinder- und Jugendärzte fordern: "Bessere Erzieherinnen gibt es nicht zum Nulltarif. Ohne Förderung der Erzieherausbildung werden Kitas nicht besser."

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey möchte die Bundesförderung für die Erzieherausbildung auslaufen lassen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) forderte heute in Berlin, mehr statt weniger in die frühkindliche Bildung und Erziehung zu investieren.

BVKJ-Vizepräsidentin Dr. med. Sigrid Peter: "Wir hatten auf die Fachkräfteoffensive gehofft, um die Qualität der Kitas weiter zu verbessern. Durch den Rückzug des Bundes aus der Finanzierung der Erzieherausbildung ist die anspruchsvolle dreijährige Ausbildung für junge Menschen in Gefahr unattraktiv zu werden, zumal unklar ist, ob die Länder überall in die Bresche springen können. Erzieherinnen und Erzieher leisten heute den wichtigsten Beitrag zur öffentlichen Bildung von Kindern. Kinder verbringen heute täglich mehr Zeit in der Kita als in der Schule - und dies in einem Alter, in dem sie sich geistig, körperlich und emotional besonders schnell entwickeln. Kitas als Bildungsorte haben daher eine große gesellschaftliche Relevanz. Hier werden die Weichen für die intellektuelle und soziale Entwicklung, für Integration und Inklusion gestellt, die ein ganzes Leben bestimmen können. Doch um Kinder gemäß ihren Begabungen und Neigungen zu fördern, zu integrieren und zu inkludieren, brauchen wir bestens ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher in ausreichender Zahl. Wir fordern daher die Ministerin auf, die Förderung wie geplant und möglichst darüber hinaus weiterlaufen zu lassen. Denn wir brauchen eine Verstetigung der Finanzströme, um damit Erzieherinnen und Erzieher besser ausbilden zu können und einen besseren Personalschlüssel in den Kitas zu verwirklichen."
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02.02.2020 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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