Kinder-und Jugendärzte nehmen Stellung zum GKV-Arzneimittel-versorgungsstärkungsgesetz - AMVSG

Die am 9.3. im Bundestag beschlossene Arzneimittelreform hat aus Sicht des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte das Potential, die medikamentöse Versorgung von Kindern und Jugendlichen endlich zu verbessern und Medikamente für Kinder und Jugendliche sicherer zu machen.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: "Das Gesetz gibt neue Anreize zur Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung seltener Krankheiten sowie zur Entwicklung von Kinderarzneimitteln und Antibiotika. Denn mehr Studien zur Erforschung von Kinderarzneien sind dringend erforderlich. Künftig können wir unseren Patienten dann hoffentlich Medikamente verordnen, die besser als bisher auf ihre jeweilige Krankheit und auf ihren jungen Organismus zugeschnitten sind. Damit werden unsere Behandlungsmöglichkeiten größer und die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen sinkt.

Besonders begrüßen wir, dass das neue Gesetz endlich die Ausschreibungspflicht für Impfstoffe abschafft. Diese hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass in einigen Regionen Deutschlands bestimmte zugelassene und von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfstoffe nicht erhältlich waren und Kinder und Jugendliche nicht geimpft werden konnten.
Das Gesetz ist also ein Fortschritt. Allerdings kommt es nun auch auf die Ausgestaltung an. Wir werden diese wachsam begleiten und darauf achten, dass der Fortschritt auch tatsächlich unseren jungen Patienten zugute kommt."
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14.03.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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