Kinder- und Jugendärzte zur Corona- und Grippeimpfung: Wir impfen, aber die Impfung muss auch adäquat honoriert werden!

Im Herbst könnte Deutschland eine doppelte Infektionswelle durch Corona und Grippe und damit eine Überlastung der Krankenhäuser bevorstehen. Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler riefen heute deshalb zum zahlreichen Impfen auf. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ), Dr. Thomas Fischbach begrüßte heute in Berlin den Appell der Experten, versprach den Einsatz seiner Fachgruppe, gab aber auch zu bedenken, dass das Impfen aufwandgemäß honoriert werden muss.

„In unseren Praxen impfen wir STIKO-gemäß Kinder und natürlich auch Erwachsene gegen Grippe und Corona. Dabei können beide Impfungen an einem Termin erfolgen. Ein zeitlicher Abstand von zwei Wochen zwischen der Corona- und der Grippeimpfung ist nicht nötig. Das Impfen ist somit unkompliziert. Dennoch fehlt es zum Teil noch an der Impfbereitschaft. Der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens betonte heute, wie wichtig das lange persönliche Gespräch für die Impfbereitschaft sei. Aber dann muss diese Aufklärungsleistung auch adäquat honoriert werden. Derzeit gibt es für die im 
Schnitt etwa 10 Minuten dauernde Corona-Impfaufklärung und die Verabreichung der Impfung insgesamt 20 Euro. Das aufwendige Einladungsmanagement und die Impfstoffbeschaffung sind hier noch nicht berücksichtigt. Eine Praxisstunde kostet circa 180 Euro. Impfberatung ist also für die impfende Praxis ein Minusgeschäft. Das kann nicht so bleiben. Wir fordern daher die Politik auf, dass diese so wichtige Leistung adäquat honoriert wird.“
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12.10.2021 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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