Kleinkinder können mithilfe von Routinen leichter ein- und durchschlafen

„Es gibt unproblematische Gewohnheiten, wie z.B. die Anwesenheit eines Kuscheltiers, die das Kind beruhigen und ihm beim eigenständigen Einschlafen helfen, aber auch ungünstige Rahmenbedingungen, wenn das Kind z.B. die Gegenwart der Eltern benötigt, um einschlafen zu können. Mit regelmäßigen Schlafenszeiten, die durch gleichbleibende Umgebung mit z.B. gedämpftem Licht und durch ruhige, angenehme Aktivitäten, wie z.B. Vorlesen, eingeleitet werden, bereiten Eltern ihr Kind gut auf die Zubettgehzeit vor“, erklärt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von www.kinderaerzte-im-netz.de.

Etwa 15 bis 20% der Ein- bis Dreijährigen wachen nachts regelmäßig auf. Wenn ein Kind nachts weint oder schreit, sollten Eltern nur kurz nachsehen, um das Kind zu beruhigen und um sich zu versichern, dass es ihm gut geht. Sie sollten mit gedämpfter Stimme sprechen, kein grelles Licht anschalten und vermeiden, das Kind aus dem Bett zu nehmen. „Den Kinder- und Jugendarzt sollten Eltern zurate ziehen, wenn ein Kind sich nach dem Einschlafritual immer wieder weigert, allein in seinem Bett zu bleiben, oder wenn ein Kind regelmäßig und häufig – bis zu zehnmal oder mehr – in der Nacht aufwacht und nach Mama oder Papa verlangt“, rät Professor Nentwich.

Ein Hinweis für eine gute Nachtruhe ist, wenn das Kind morgens rasch wach wird und tagsüber aktiv sowie aufmerksam ist.

Quelle: DGKJ, Pädiatrie & Pädologie, Valley Health System (newswise)

27.02.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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