Knopfbatterien für Kleinkinder unerreichbar aufbewahren

„Besonders tückisch sind Knopfbatterien, wenn sie die Speise- oder Luftröhre blockieren, da sie durch ihre Spannung oder austretende Säure ein Loch in die Speiseröhre brennen können. Lithium-Knopfzellen mit einem Durchmesser von 20 mm oder etwas größer bleiben besonders leicht stecken. Aber auch andere Batterietypen können ernsthafte Probleme verursachen. Wenn die Batterie nicht innerhalb von zwei Stunden entfernt wird, können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten“, warnt Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Batterien, die Kleinkinder sich in die Nase oder das Ohr geschoben haben, können ebenso gefährlich werden.

Da in der Vergangenheit Fälle bekannt wurden, bei denen Kinder die Batterien selbständig aus Geräten herausgenommen haben, sollten Eltern bei allen Geräten im Haushalt, wie z.B. Hörgeräten, Küchenwaagen, Fernbedienungen, flammenlosen Kerzen und Teelichtern usw., überprüfen, ob das Batteriefach so gesichert ist, dass Kinder keinen Zugriff haben oder es sich nicht öffnet, wenn das Gerät herunterfällt. Ist dies nicht der Fall, sollte das Fach sicherheitshalber mit einem starken Klebeband mehrfach umwickelt werden. Besser ist es, Produkte zu verwenden, die einen Schraubenzieher zum Freilegen der Batterie benötigen. „Erbrechen, übermäßiger Speichelfluss, Husten und Würgen, unerklärliche Probleme beim Schlucken oder Atmen können Anzeichen dafür sein, dass ein Kind etwas verschluckt hat. Dies ist Notfall, bei dem der Notarzt gerufen werden muss!“, so Dr. Kahl.

Quelle: Poison Control National Capital Poison Center, Pediatr Radiol, Int J Ped Otorhinolaryng
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03.03.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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