Obst ist besser als Fruchtsaft

„Da kleine Kinder noch nicht so viel Fruktose wie Erwachsene vertragen, kann Fruchtsaft bei ihnen auch zu Durchfall führen. Denn der Dünndarm kann die Fruktose noch nicht so gut verdauen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Wasser und ungesüßte Tees sind optimale Durstlöscher

Dem Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund zufolge sind reine Säfte für Säuglinge, die mit der Beikost beginnen, ungeeignet. In einer aktuellen Veröffentlichung raten auch amerikanischen Kinder- und Jugendärzte Eltern dazu, Kindern unter einem Jahr keinen Fruchtsaft zu geben. Ein- bis Dreijährige können etwa ein halbes Glas Fruchtsaft pro Tag trinken, Vier- bis Sechsjährige etwas mehr (3/4 Glas) und Grundschulkinder und Kinder bis zur Volljährigkeit etwa ein Glas. „Wenn Kleinkinder und Kinder Fruchtsaft trinken, dann am besten großzügig mit Wasser gemischt. Wasser und ungesüßte Tees sind die besseren Durstlöscher.

In einigen Kräutertees (incl. Rooibostee), schwarzem Tee und Honig befinden sich die sog. Pyrrolizidinalkaloide (PA). Die PA-Aufnahme bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis unter 5 Jahren geht im Wesentlichen hierauf zurück. Da PA gesundheitsschädliche Stoffe sind (die die Pflanzen bilden, um Fraßfeinde abzuwehren), sollten solche Getränke eher sparsam und nicht in großen Mengen gegeben werden“, verweist Dr. Fegeler auf die derzeit gültigen Empfehlungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung.

Quelle: Pediatrics, Monatsschr Kinderheilkd, Forschungsinstitut für Kinderernährung, BfR
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13.07.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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