Prüfungsangst kann bekämpft werden

Prüfungsangst hat in den letzten Jahren zugenommen, und zwar vor allem, weil mehr geprüft wird. Die Furcht entsteht, weil Prüfungen als Bedrohung wahrgenommen werden und Schüler einen Misserfolg erwarten. Und genau dagegen kann ein Betroffener vorgehen, indem er sich bewusst macht, dass die Konsequenzen vielleicht doch nicht so drastisch sind, wie geglaubt. Zudem sollten Schüler, die unter Prüfungsangst leiden, sich weniger auf das konzentrieren, was sie nicht können, als auf das, was sie beherrschen.

Flucht bzw. Aufschieben des Lernens ist kontraproduktiv

Der Drang, bei Gefahr zu fliehen, setzt auch bei Prüfungsangst ein. Er äußert sich zunächst aber darin, dass man die Konfrontation meidet und das Lernen aufschiebt, was die Gefahr der Lücken im Wissen erhöht. Besser sei es, sich mit dem Prüfungsstoff auseinanderzusetzen und bei Bedarf auch Hilfe anzunehmen und beispielsweise Nachhilfestunden zu nehmen, so Frenzel. Besonders effektiv ist ihrer Meinung nach ein gutes Zeitmanagement und „verteiltes Lernen“. Das bedeutet: Wer im Laufe von drei Wochen jeden Tag eine Stunde lernt, prägt sich den Stoff besser ein, als jemand, der drei Tage lang zehn Stunden büffelt. Besonders leicht behalten wird etwas, das auch gut verstanden wird.

Direkt vor der Prüfung an konkrete harmlose Situationen denken

Wenn der Testtermin näher rückt, sollten sich Schüler Umstände ausmalen, die eintreten sollen und kontrollierbar sind, wie z.B. dass sie pünktlich ankommen, sich neben ihren Freund setzen und ihren Lieblingsstift bereit halten.

Quelle: medicalXpress, Ludwig-Maximilians-Universität München

23.03.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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