Rotavirus-Impfstoff verringerte in den USA Klinikeinweisungen aufgrund von Magen-Darm-Infekten deutlich

Dr. Eyal Leshem vom Sheba Medical Center in Tel-Aviv, Israel, und Kollegen analysierten Krankenhausdaten aus den State Inpatient Databases of the Healthcare Cost and Utilization Project, um die Hospitalisierungsraten bei Kindern unter fünf Jahren aufgrund von akuten Magen-Darm-Infekten (acute gastroenteritis: AGE) vor und nach der Einführung der Rotavirus-Schluckimpfung zu vergleichen (2000 bis 2006 und 2008 bis 2013).

Die Forscher fanden heraus, dass 16% der 1.253.951 AGE-bezogenen Hospitalisierungen bei Kindern im Alter bis 5 Jahren als Rotavirus-Infektionen dokumentiert waren. Die jährliche Anzahl der AGE-bezogenen Krankenhausaufenthalte sank von 2008 bis 2013. Schätzungsweise 382.858 Krankenhausaufenthalte wurden verhindert, was zu einer geschätzten Kosteneinsparung von $ 1.228 Billionen (etwa 1.042 Billionen €) führte.
"Der Einführung der Rotavirus-Impfung als routinemäßig verabreichte Standardimpfung im Jahr 2006 folgte eine deutliche Verringerung der Krankenhauseinweisungen aufgrund von akuten Magen-Darminfekten", fassen die Autoren zusammen. Dadurch konnten viele Erkrankungen verhindert und Kosten eingespart werden.

Quelle: HealthDay, Journal of the Pediatric Infectious Diseases Society


29.09.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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