Tag des alkoholgeschädigten Kindes: Weltweit sind fast 8 Kinder pro 1000 Geburten betroffen

Die fetalen Alkohol-Spektrum-Störung (FASD) ist die häufigste Ursache für geistige Behinderungen, die nicht genetisch ist. Eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „JAMA Pediatric“ schätzt die globale Prävalenz für FASD bei Kindern auf 7,7 pro 1.000 in der allgemeinen Bevölkerung. Am häufigsten tritt diese Störung demnach bei Kindern in Südafrika, Kroatien und Irland auf.
Dr. Shannon Lange vom Institute for Mental Health Policy Research in Toronto und Kollegen werteten die Prävalenzschätzungen von FASD der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für jedes Land, für jede Region und global aus. Die Autoren extrahierten Daten über einzelne Studienmerkmale und Prävalenz von FASD auf der Grundlage von 24 Studien mit 1.416 Kindern mit FASD.

Die höchste Prävalenz ermittelten die Wissenschaftler für die Europäische Region (19,8 pro 1000 Einwohner) und die niedrigste wurde in der Östlichen Mittelmeerregion (0,1 pro 1000 Einwohner) errechnet. Die höchste geschätzte Prävalenz unter 187 Ländern erreichte Südafrika, gefolgt von Kroatien und Irland (111,1; 53,3 und 47,5 pro 1000 Einwohner).

Die Ergebnisse zeigten noch einmal, wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit über die möglichen Schäden von Alkoholgenuss während der Schwangerschaft aufzuklären und Routine-Untersuchungen zu etablieren, schreiben die Autoren. Und es sollten entsprechende Hilfsangebote und Eingriffsmöglichkeiten bei Bedarf zur Verfügung stehen, hoffen sie.

Quelle: HealthDay, JAMA Pediatrics


13.09.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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