Teenager: Frühe psychotherapeutische Behandlung beugt zukünftigen Depressionen vor

Eine frühzeitige Behandlung einer Depression bei Jugendlichen kann das Risiko von künftigen depressiven Episoden senken. Zu diesem Schluss kommen britische Forscher in einer aktuellen Veröffentlichung in „The Lancet Psychiatry“.

Die Studie umfasste 465 Jugendliche in England, bei denen Depression diagnostiziert worden war. Die Teilnehmer erhielten zufällig eine  von drei Behandlungsformen: kognitive Verhaltenstherapie; Kurzzeitpsychoanalyse oder eine kurze psychosoziale Intervention.

Die Forscher fanden heraus, dass sich der Zustand von 70% der Jugendlichen – unabhängig von der Behandlungsmethode - verbesserte. Bei denjenigen, die von der Behandlung profitierten, waren die depressiven Symptome im nächsten Jahr um 50% gesunken.

"Dies ist sehr vielversprechend und zeigt, dass mindestens zwei Drittel der Jugendlichen von einer psychiatrischen Behandlung profitieren können, die das Risiko eines erneuten Auftretens reduzieren kann", erklärte Autor Professor Peter Fonagy vom Anna Freud Center und dem University College London in einer Pressemitteilung der Zeitschrift.

Haben Eltern einen Verdacht, sollten sie mit ihrem Kinder- und Jugendarzt darüber sprechen, dass dieser bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen einlieten kann.

Quelle: HealthDay, The Lancet Psychiatry

26.01.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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