Verlust des Vaters wirkt sich sogar auf molekularer Ebene negativ aus

An der Studie, "Father Loss and Child Telomere Length" (veröffentlicht am 18. Juli) nahmen 2.420 Kinder im Rahmen der staatlich geförderten „Fragile Families and Child Wellbeing Study“ teil. Kinder, die im Alter von 9 Jahren von ihren Vätern durch Tod, Gefängnis oder Scheidung oder Trennung der Eltern getrennt wurden, wiesen demnach durchschnittlich 14% kürzere Telomere auf.

Telomere sind die schützenden Teile der DNA an den Enden der Chromosomen, die sich mit dem Alter verkürzen. Die Länge der Telomere kann die spätere Gesundheit oder Lebensdauer beeinflussen, weil Zellteilung stoppt, sobald sie eine bestimmte Kürze erreicht haben. Die Forscher fanden heraus, dass der Tod eines Vaters mit der größten Abnahme der Telomerlänge beim Kind (16%) verbunden war, gefolgt von seiner Inhaftierung (10%) und einer Trennung / Scheidung (6%). Die Assoziation zwischen Telomer-Länge und Verlust des Vaters erschien nach Trennung oder Scheidung weitgehend vom Einkommensverlust abhängig zu sein, sagten die Forscher. Dies war aber nicht der Fall, wenn der Verlust des Vaters durch seinen Tod oder seine Inhaftierung erfolgte. Die Forscher schlussfolgern, dass diese Ergebnisse die wichtige Rolle der Väter bei der Erziehung der Kinder und für ihre Entwicklung unterstreichen. Die Experten fügen hinzu, dass sie die schädlichen Auswirkungen eines Gefängnisaufenthalts eines Elternteils auf die Kinder erneut zeigen. 

Quelle: AAP News, Pediatrics




07.09.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
| |