Zika-Virus erstmal als Ursache für Glaukom bei Kind identifiziert

Ein brasilianisches Baby entwickelte ein Glaukom, nachdem es dem Zika-Virus im Mutterleib ausgesetzt war. Darüber berichten brasilianische und amerikanische Autoren in der Zeitschrift „Ophthalomology“. Dies sei der erste Fall eines Kleinkindes, das Glaukom entwickelte, nachdem es als Fötus mit dem Zika-Virus in Kontakt gekommen war, so das internationale Team.

Im Laufe der Forschung stießen die Ermittler auf einen 3 Monate alten Jungen, der im Mutterleib Zika ausgesetzt war. Obwohl keine Anzeichen von Glaukom zur Zeit der Geburt schon vorhanden waren, fiel beim Kind erst später auf, dass es sich vermehrt vor allem das rechte Auge rieb, dieses geschwollen war und tränte. Die Ärzte diagnostizierten ein Glaukom und führten eine Operation durch.

Ärzte müssen sich bewusst sein, dass ein Glaukom eine Folge einer Zika-Infektion sein kann. Säuglinge mit möglichem Kontakt zu dem Zika-Virus sollten deshalb besonders überwacht werden, schlagen die Autoren vor. Mehr Forschung ist noch erforderlich, um genau herauszufinden, wie das Zika-Virus dazu führt, dass sich bei betroffenen Kindern ein Glaukom entwickelt.
"Wir identifizierten den ersten Fall, bei dem das Zika-Virus die Entwicklung der vorderen Augenkammer während der Schwangerschaft beeinträchtigte und zu einem Glaukom mit erhöhtem Augeninnendruck nach der Geburt geführt hat", erklärte Coautor Professor Albert Icksang Ko von der Yale School in New Haven, Connecticut.

Quelle: HealthDay, Ophthalmology


11.01.2017 / www.kinderaerzte-im-netz.de
| |