5 Tipps, die Impfschmerz verringern

Es kann einem als Eltern fast das Herz brechen, wenn man sein Baby bei den ersten Impfungen begleitet. Die Angst vor dem Stich hält durchaus auch erwachsene Menschen von wichtigen Impfungen ab. Dabei ist der eigentliche Schmerz meist deutlich weniger intensiv als gegenseitiges Kneifen unter Kindern.

Wissenschaftler haben Daten zu insgesamt 55 Strategien geprüft, die es Patienten erleichtern sollen, sich impfen zu lassen. Für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern haben sie 5 Tipps parat:

  1. Seien Sie während und nach der Impfung anwesend.
  2. Säuglinge und Kinder unter 3 Jahren sollten von Ihnen während der Impfung gehalten werden.
  3. Kinder ab 3 Jahren sitzen während des Impfens am besten auf Ihrem Schoß.
  4. Wenn es für Sie annehmbar ist, können Sie Ihr Baby kurz vor oder während der Impfung stillen.
  5. Kinder unter 6 Jahren können Sie vom Impfen ablenken, z.B. mit Spielzeug, Musik, Videos oder Gesprächen.

Wenn Sie mit älteren Kindern über das Impfen sprechen, benutzen Sie möglichst neutrale Sätze (z.B. Die Ärztin fängt jetzt an statt Hier kommt die Spritze) und vermeiden Sie eine Sprache, die Ängstlichkeit steigert. Machen Sie auch keinesfalls falsche Versprechungen (z.B. es wird nicht weh tun), sondern geben Sie möglichst ehrlich Antwort. Älteren Kindern können Sie schon erläutern, dass die Impfung schwere Krankheit und manchmal sogar einen Aufenthalt im Krankenhaus verhindert.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam: www.gesundes-kind.de/faq/expertenrat.jsp.
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Lassen Sie sich von unserem Vergissmeinnicht-Service an alle wichtigen U-Untersuchungen und Impftermine erinnern auch als iPhone App (www.gesundes-kind.de/recall/anmeldung/default.jsp).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team


Quellen:
Positionspapier der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom September 2015  www.who.int/wer/2015/wer9039/en/

Taddio et al. CMAJ 22.09.2015, 187 (13)
http://www.cmaj.ca/content/187/13/975.full


Veröffentlichung: 30.12.2015 / HTR
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