Die Wunschfamilie
hat meist zwei Kinder

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Fast die Hälfte aller Mütter in Deutschland, die zwischen 1943 und 1977 geboren wurden, haben zwei Kinder. Auch heute noch ist dies die Wunschkinderzahl der Hälfte der Menschen im Alter zwischen 20 und 39 Jahren. Dies ergab eine Befragung von 5.000 Menschen durch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden. Die Forscher haben genauer nachgefragt, warum dieses Modell so beliebt ist. Zum einen hielten sich sowohl die finanziellen als auch die zeitlichen Nachteile durch den Nachwuchs im Rahmen, so die Befragten. Zum anderen könnten sich Geschwister gegenseitig beschäftigen, wenn sie zusammen aufwachsen und voneinander soziales Verhalten lernen (z.B. Teilen). Außerdem könne beiden Kindern genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden und sie könnten sich im Erwachsenenalter gegenseitig unterstützen, so die Befragten.

Die Vielfalt der Familienmodelle ist jedoch wesentlich größer, als die beschriebenen Zahlen zunächst vermuten lassen: Immerhin ein Viertel der Befragten wünschte sich drei Kinder, fünf Prozent eine Großfamilie mit vier oder mehr Kindern. Gar keine Kinder oder nur ein Kind wünschen sich je ein Zehntel.

Gebildete Omas haben zwei Enkel

Ebenso stark wie die Einstellung zu Kindern beeinflussen auch die eigenen Erfahrungen den Kinderwunsch. Wiener Forscherinnen haben gut 12.000 Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren aus vier europäischen Ländern befragt. Österreich, Bulgarien, Norwegen und Italien haben sehr unterschiedliche Geburtenraten, Wohlfahrtstaatsmodelle, Rollenbilder und auch die Quote arbeitender Frauen unterscheidet sich stark. Trotzdem zeigte sich in allen vier Ländern, dass die Zahl der eigenen Geschwister einen großen Einfluss darauf hat, wie viele Kinder eine Frau selbst haben möchte. Noch keine Erklärung gibt es für ein anderes Phänomen: Ist das erste Kind bereits da, wünschen sich Frauen aus allen vier Ländern, deren Mütter eine höhere Schulbildung haben, häufiger ein weiteres Kind – unabhängig davon, ob die eigene Mutter erwerbstätig war oder nicht. Anders ausgedrückt, haben Omas mit höherer Schulbildung sehr wahrscheinlich mindestens zwei Enkel.

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

Quelle:
Demografische Forschung aus erster Hand, Ausgabe 1/2017

Veröffentlichung: 10.05.2017 / HTR
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