Entspannt zum Impftermin –
was Sie tun können

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Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn Sie und das Praxispersonal Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Auch etwas Süßes im Mund und Ablenkung verringern Stress. Deshalb hilft es, Babys, die noch gestillt werden, kurz vor oder während der Impfung anzulegen. Ersatzweise können Sie Ihrem Baby einen Schnuller zum Nuckeln geben. Einzige Ausnahme ist die Schluckimpfung gegen Rotaviren. Das Stillen eine Stunde vor bis eine Stunde danach sollte möglichst vermieden werden, sonst wird die Wirkung möglicherweise beeinträchtigt. Dafür kann eine Impfserie mit dieser leicht süßlich schmeckenden Impfung begonnen werden.

Kinder unter zwei Jahren, die nicht mehr gestillt werden, können kurz vor der Impfung einen kleinen Schluck Zuckerwasser oder eine andere süße Flüssigkeit trinken. Bis zum Alter von drei Jahren halten Eltern ihre Kinder während der Impfung am besten im Arm oder auf dem Schoß. Danach lassen leichtes Schaukeln und Liebkosen eventuelle Schmerzen schnell vergessen.

Kinder ab 3 Jahren bis einschließlich 5 Jahren werden am besten im Sitzen geimpft, z.B. auf dem Schoß der Mutter oder des Vaters. Sehr hilfreich sind auch Ablenkungen kurz vor und nach der Impfung beispielsweise durch Seifenblasen, Luftballons, Gespräche oder Singen.

Was man nicht tun sollte

Es wird davon abgeraten, die Impfstelle zu reiben oder zu kneifen. Auch Schmerztabletten vor oder während der Impfung werden nicht empfohlen. Nicht hilfreich sind auch falsche Versprechungen wie „Es tut überhaupt nicht weh“.

Ältere Kinder Jugendliche und Erwachsene

Ehrliche Informationen, was zu erwarten ist sowie Ablenkung sind auch für Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene sehr nützliche Tipps. Atemübungen, Rechenaufgaben, schwierige Fingerübungen mit der Seite, die nicht geimpft wird, sind nur einige Beispiele. Dazu gehört für viele Menschen auch, nicht hin zu sehen, während geimpft wird.

Medikamente und andere Maßnahmen

Kurz vor der Impfung kann in der Praxis Eisspray auf die Impfstelle gegeben werden. In besonderen Einzelfällen können auch Schmerzpflaster auf der Impfstelle die Angst nehmen. Sie sollten jedoch mindestens 30 bis 60 Minuten vor der Impfung einwirken.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam

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Lassen Sie sich von unserem Erinnerungsservice an alle wichtigen U-Untersuchungen und Impfungen für Ihr Kind erinnern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

Quelle:

Merkblatt für Eltern: So gelingt's: Stress- und schmerzarmes Impfen

Veröffentlichung: 10.05.2017 / HTR
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