Erschöpft? Genervt? Hilfe für junge Eltern

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©Aliaksei Lasevich - Fotolia.com

Manche Babys sind wahre „Wonneproppen“: Sie schlafen schon kurz nach der Geburt nachts durch und schreien fast nie. Aber das ist nicht die Regel. Im 2. und 3. Lebensmonat können gesunde Säuglinge im Durchschnitt zwei bis drei Stunden täglich weinen, vor allem in den Abendstunden. Auch langes und häufiges Schreien kann normal sein.

Wenn man alles ausprobiert hat und das Kind immer noch schreit, können Gefühle wie Hilflosigkeit und Ärger entstehen. Es bleibt nur noch ein Wunsch: Das Baby soll endlich aufhören zu schreien. In dieser Verzweiflung und manchmal auch Wut, schütteln manche Eltern ihr Baby. Schon wenige Sekunden können reichen, um dem eigenen Kind damit schwere Schäden zuzufügen. Körperliche und geistige Behinderung sind möglich, zehn bis 30 Prozent der Kinder sterben sogar an den Folgen eines Schütteltraumas.

Elterntipps

Das „Bündnis gegen Schütteltrauma” hat viele nützliche Tipps und konkrete Hilfen für alle Eltern zusammengestellt. Sie richten sich ausdrücklich nicht nur an Eltern mit so genannten „Schreibabys“, sondern an alle, die etwas Unterstützung suchen.

Gut zu wissen: Weder Ihr Kind noch Sie als Eltern sind Schuld daran, dass es schreit. Babys können sich nicht anders äußern. Ihr Kind schreit auch niemals, um Sie zu ärgern. Manchmal kann man nichts tun, nur für sein Kind da sein. Die Schreiphase geht vorbei. In der Regel ab dem 4. Monat.

Sie merken, dass Sie die Beherrschung verlieren? Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Legen Sie Ihr Baby an einen sicheren Ort, z. B. ins Gitterbett oder auf den Boden.
  2. Verlassen Sie kurz den Raum.
  3. Atmen Sie durch.
  4. Schauen Sie alle paar Minuten nach Ihrem Kind.
  5. Holen Sie sich wenn nötig Unterstützung.

Hier gibt´s Hilfe:
•    Anonymes Elterntelefon: 0800-111 0550
•    Hilfe im Internet: https://eltern.bke-beratung.de
•    Welche Hilfe es bei Ihnen vor Ort gibt, finden Sie unter www.elternsein.info/ihr-baby-schreit-viel/hilfe-bei-schreibabys/

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam. Empfehlen Sie uns weiter!

Lassen Sie sich von unserem Erinnerungsservice an alle wichtigen U-Untersuchungen und Impfungen für Ihr Kind erinnern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

Quelle: www.elternsein.info; zuletzt abgerufen am 13.01.2018

Veröffentlichung: 16.01.2018 / HTR
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