Hilfe für Mütter schützt Babys

Nach der Geburt erleben viele Frauen Stimmungsschwankungen. Das ist angesichts der großen Umstellungen im Leben normal. Hält der "Baby blues" jedoch länger als zwei Wochen an, ist es sinnvoll, sich Hilfe zu holen.

Eine Untersuchung der London School of Economics hat ergeben, dass Wochenbettdepression, Psychose und Angstzustände bei jungen Müttern das britische Gesundheitssystem langfristig 8,1 Milliarden britische Pfund kosten. Besonders brisant: fast drei Viertel (72%) dieser Kosten entstehen, weil das Kind einer betroffenen Mutter medizinische Hilfe benötigt.

Suchen Sie sich Unterstützung!
Ist das Kind geboren, erwartet die Umgebung, dass eine Mutter glücklich ist. Viele Frauen scheuen sich in diesem Moment über negative Gefühle zu sprechen oder sie treffen auf völliges Unverständnis in ihrer Umgebung. Schuldgefühle gegenüber dem Baby und Selbstvorwürfe können in so einer Situation übermächtig werden. Aber es gibt verständnisvolle Anlaufstellen:

  • die Hebamme
  • die Kinderarztpraxis
  • eine Stillgruppe vor Ort
  • "Frühe Hilfen" in Ihrer Stadt (www.fruehehilfen.de/)
  • Betreuer/innen des Wellcome-Projektes in Ihrem Landkreis (www.wellcome-online.de/)
  • Initiative "Starke Eltern starke Kinder" (www.sesk.de/)

Was Sie tun können
Tun Sie den ersten Schritt! Bitten Sie jemand Vertrauenswürdigen in Ihrem Umfeld um Hilfe oder wenden Sie sich an eine der oben genannten Anlaufstellen. Dieser erste Schritt fällt vielen Frauen schwer, weil sie sich schämen. Aber immer mehr jungen Müttern gelingt es, diese Scham zu überwinden und Hilfe anzunehmen.

Wenn Sie unsicher sind ob Sie selbst, Ihre Partnerin oder eine junge Mutter in Ihrer Umgebung unter Wochenbettdepression leidet, kann das Merkblatt des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin weiterhelfen (www.aezq.de/aezq/service/nachricht/news2014-01-09). Es ist in sechs Sprachen (Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch) verfügbar.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam: www.gesundes-kind.de/faq/expertenrat.jsp.
Empfehlen Sie uns weiter!

Lassen Sie sich von unserem Vergissmeinnicht-Service an alle wichtigen U-Untersuchungen und Impftermine erinnern auch als iPhone App (www.gesundes-kind.de/recall/anmeldung/default.jsp).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

Quellen:
Pressemeldung der London School of Economics (LSE) vom 20. Oktober 2014
(http://alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=146347&CultureCode=en)

Depression nach der Geburt was kann helfen?
(www.gesundheitsinformation.de/depression-nach-der-geburt-was-kann-helfen.2686.de.html?part=nachdergeburt-kl)

Veröffentlichung: 10.11.2014 / HTR
| |