Matsch, Wasser und Sonne: Mit Babys am Wasser

Kinder werden in jedem Alter von Wasser magisch angezogen. Auch wir Erwachsene entspannen uns gerne am Strand oder an einem See. Allerdings sind ein paar Vorsichtsmaßnahmen wichtig, denn Ertrinken ist eine der häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle im Kleinkindalter.

Die Gefahr wird leicht unterschätzt
Je nach Alter kann schon das Planschbecken zur tödlichen Falle werden. Wenn ein Kind auf sein Gesicht fällt, reichen in den ersten 15 Lebensmonaten schon 10 cm Wassertiefe aus, um darin zu ertrinken. Davor können es auch keine Schwimmringe bewahren.
Auch etwas ältere Kinder ertrinken noch leichter als Erwachsene. Sie haben einen anderen Körperschwerpunkt und gehen einfach unter, ohne nochmal aufzutauchen.
Wenn ein Baby oder Kleinkind ausrutscht, so dass sein Kopf untertaucht, kann es die Orientierung verlieren.
Zudem ist der Kopf im Verhältnis zum übrigen Körper bei Kleinkindern noch viel schwerer. Bis zum dritten Lebensjahr können sie deshalb das Gesicht nicht dauerhaft über Wasser halten.

Was Sie tun können
Wer zusammen mit seinem Kleinkind einen entspannten Tag am Wasser verbringen möchte, hat nur eine Wahl: Nehmen Sie eine zweite erwachsene Person mit. Dann können Sie sich mit der Aufsicht abwechseln. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Ausflug der Krabbelgruppe? Ältere Geschwister sind nicht zur Aufsicht geeignet, weil ähnlich wie auf dem Wickeltisch das Kleinkind wirklich keine Minute aus den Augen gelassen werden darf.

Ab einem Alter von etwa vier Jahren können Kinder schwimmen lernen. Je früher, je besser. Ein Kind gilt erst dann als "wassersicher", wenn es folgende Fertigkeiten beherrscht:
  • Unter und über Wasser findet es sich gleich gut zurecht.
  • Es kann 15 Minuten ohne jede Hilfe im tiefen Wasser schwimmen.
  • Rückenschwimmen geht genauso gut wie schwimmen auf dem Bauch.
  • Es kann mehrere Sprünge.
  • Wasser schlucken zwingt es nicht zum Anhalten.

Denken Sie auch an den Sonnenschutz. Fest gewebte Baumwoll-Kleidung und ein Sonnenhut oder ein schattiges Plätzchen sind bei vielen Stunden am Wasser am sichersten.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam: https://www.gesundes-kind.de/faq/expertenrat.jsp.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Sicher aufwachsen (www.kindergesundheit-info.de/themen/sicher-aufwachsen/sicher-im-alltag/wasser/?query=wasser)
12 DLRG-Tipps für sicheres Schwimmen (Pressemeldung 19.06.2013; http://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/meldung-im-detail/neuigkeit/103.html)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, RisikenVorbeugen (http://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/kinderhaut-schuetzen/)

Veröffentlichung: 26.08.2013 / HTR
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