Mehr als Ich - Was (D)eine Impfung noch bewirkt

Impfungen schützen vor schweren Krankheiten. Sie werden hauptsächlich kleinen Kindern gegeben, aber auch Jugendliche und Erwachsene verlassen sich darauf. Der Schutz durch Impfungen wirkt jedoch oftmals wesentlich weiter als nur für die Person, die geimpft wurde.
Jeder hat in seiner Familie oder weiteren Bekanntschaft eine Person, die besonders vor Infektionen geschützt werden sollte. Das kann der Opa mit Rheuma sein, eine schwangere Freundin, jemanden mit einem Tumor oder ein Neugeborenes. Wenn Sie Ihr Kind und sich selbst impfen lassen, schützen Sie nicht nur die geimpfte Person, sondern oft auch Menschen im näheren Umfeld. Außerdem tragen Sie je nach Impfung auch dazu bei, dass alte Seuchen aus Deutschland ferngehalten werden oder sogar weltweit ausgerottet.

Wussten Sie schon...
  • dass Kleinkinder, die gegen Pneumokokken geimpft sind, das Risiko ihrer Großeltern senken, an schwerer Lungenentzündung zu erkranken?
  • dass junge (werdende) Eltern ihr Neugeborenes schützen, wenn sie ihren Impfschutz gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Keuchhusten vervollständigen lassen?
  • dass Polio (Kinderlähmung) kurz davor steht, weltweit ausgerottet zu werden? Jeder der sich impfen lässt, trägt dazu bei, dass diese Krankheit keine Chance bekommt, zurück zu kehren. Aus Anlass des Welt-Polio-Tages (28. Oktober) gab das Robert Koch-Institut bekannt, dass Polio-Wildviren derzeit nur noch in Afghanistan und Pakistan heimisch sind. Bislang wurden für 2015 lediglich 51 Fälle gemeldet ein historischer Tiefstand.
  • dass der letzte bekannte, natürliche Fall von Pocken 1977 in Somalia aufgetreten ist? Pocken gelten seit 1980 als ausgerottet. Alle, die sich damals impfen ließen, haben dazu beigetragen, dass ihre Kinder und Enkel heute weder die Krankheit zu fürchten brauchen, noch die Impfung auf sich nehmen müssen.
  • dass Jungs, die zweimalig gegen Röteln (und Masern und Mumps) geimpft sind, das Virus weder an eine Schwangere auf dem nächsten Familienfest, noch später an die eigene Frau weitergeben?
Schön, dass Sie dabei sind!
Es gäbe noch eine ganz Reihe solcher Beispiele. Manche Menschen können nicht geimpft werden. Dann ist es gut, wenn ihre engen Kontaktpersonen diesen Schutz erhalten haben und eine Reihe von Erregern nicht an sie weitergeben können. Schön, dass Sie dabei sind!

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam: www.gesundes-kind.de/faq/expertenrat.jsp.
Empfehlen Sie uns weiter!

Lassen Sie sich von unserem Vergissmeinnicht-Service an alle wichtigen U-Untersuchungen und Impftermine erinnern auch als iPhone App (www.gesundes-kind.de/recall/anmeldung/default.jsp).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

Quellen:
Epidemiologisches Bulletin 43/2015 (http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/Ausgaben/43_15.pdf)
www.stiko.de

Veröffentlichung: 09.11.2015 / HTR
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