U9: Im 60. bis 64. Lebensmonat

Um den fünften Geburtstag Ihres Kindes steht die letzte Früherkennungsuntersuchung vor Schulbeginn an. Bei der U9 wird wieder ein besonderes Augenmerk auf Entwicklungsauffälligkeiten gelegt, um bei Bedarf frühzeitig Behandlungs- und Fördermaßnahmen in die Wege leiten zu können.

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Die Früherkennungsuntersuchung U9 wird im 60. bis 64. Lebensmonat (frühestens im 58. und spätestens im 66. Lebensmonat) durchgeführt.

  • Ihr Kind wird gründlich körperlich untersucht. Dabei wird auch erneut das Sehvermögen getestet.
  • Grob- und Feinmotorik werden überprüft. In diesem Alter können Kinder beispielsweise auf einem Bein stehen und hüpfen, einen Ball auffangen und gut Treppen steigen. Es gelingt den meisten Kindern, einen Kreis, ein Quadrat und ein Dreieck nachzumalen und mit einer Kinderschere an einer geraden Linie entlang zu schneiden.
  • Im Fokus steht zudem die Sprachentwicklung. Die meisten Laute werden nun fehlerfrei ausgesprochen, das Kind kann in einfachen, korrekten Sätzen und zeitlichem und logischen Ablauf erzählen.
  • Darüber hinaus wird der Kinderarzt oder die Kinderärztin mit Ihnen über das Sozialverhalten Ihres Kindes sprechen, beispielsweise ob es sich mit anderen Kindern im Spiel abwechseln und teilen kann oder ob es sich für Rollenspiele interessiert.

Sie werden bei der U9 unter anderem zu den Themen Ernährung, Bewegung, Unfallverhütung, Förderung der Sprachentwicklung sowie einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien beraten und erhalten ärztlichen Rat bei allen Fragen und Sorgen rund um die Entwicklung Ihres Kindes. Außerdem wird weiterhin die Kariesvorbeugung mit Fluorid empfohlen und Sie werden Sie auf die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen hingewiesen.

Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin wird Sie zu Schutzimpfungen beraten, die gemäß dem Impfkalender anstehen. Bitte bringen Sie zusätzlich zum Kinderuntersuchungsheft, dem „Gelben Heft“, auch den Impfpass Ihres Kindes zum Vorsorgetermin mit.

Im Alter von 5 bis 6 Jahren werden Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis) empfohlen. Ist Ihr Kind nicht vollständig gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B, Meningokokken C sowie gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (Varizellen) geimpft, sollten Impflücken jetzt geschlossen werden.

Lassen Sie sich von unserem Erinnerungsservice an die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen für Ihr Kind erinnern!

24.04.2017 / abd
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