Impfung gegen Windpocken bei Kontakt mit Erkranktem?

10. März 2020

Welche gesundheitlichen Auswirkungen sind bei einjährigen Kindern bekannt, wenn bei ihnen eine Windpockeninfektion kurz vor oder kurz nach einer Windpocken-Schutzimpfung erfolgt?

Wenn es kurz vor oder nach einer Impfung gegen Windpocken (Varizellen) zu einem Kontakt mit den Viren kommt, sind negative gesundheitliche Auswirkungen in der Regel nicht zu befürchten. Im Gegenteil: Nach einer möglichen Ansteckung mit Windpocken wird Menschen, die ungeimpft sind und noch keine Windpocken durchgemacht haben und die Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben, die Impfung ausdrücklich empfohlen. Um den Geimpften noch vor dem Ausbruch der Windpocken schützen zu können, sollte die postexpositionelle Impfung innerhalb von fünf Tagen nach Kontakt mit einem an Windpocken Erkrankten erfolgen oder innerhalb von drei Tagen, nachdem bei der erkrankten Kontaktperson der Hautausschlag aufgetreten ist. Wurde gegen Windpocken geimpft und kommt es danach zu einem Kontakt mit einem an Windpocken Erkrankten, ist mit einer Schutzwirkung durch die Impfung zu rechnen.

Weitere Informationen zur Windpocken-Impfung finden Sie auf unseren Internetseiten unter gesundes-kind.de/…/.

Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an Ihre Kinderärztin / Ihren Kinderarzt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

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Unser Expertenrat vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.