Nebenwirkungen nach Impfungen?

1. Juli 2021

Guten Tag,

Habe meine Tochter im Oktober 2018 mit der letzten Bexsero auffrischung impfen lassen. Sie hat den Impfstoff leider nie gut vertragen. Bei der ersten Impfung hatte Sie 40 Fieber, bei der zweiten eine Total geschwollene Hand und eben bei der dritten und letzten hatte sie einen Anfall,Sie hat geschrien und garnicht aufgehört,erbrochen,....dies hat ca. 20 Minuten gedauert. Der kinderarzt meint es war von der impfung.

Sie hatte dann lange danach auch immer bauchweh und hatte dann immer wieder in unbestimmten zeitlichen Abständen (ca.vier bis fünf Monate)einfach so Phasen wo sie sich ein paarmal übergeben hat,.....hat ca.einen Nachmittag oder Vormittag gedauert nicht recht lange und sie war dann wieder normal. Jetzt hatte sie schon lange nichtmehr so Anfälle.

Könnten die von der Impfung noch gewesen sein? es ist so schnell weg wie es gekommen ist,aber vor der impfung hatte sie sowas nie,sie war kein kind was oft gebrochen hat,oder bauchweh hatte,das war alles nach der Impfung.

Jetzt muss sie zwcken impfen gehen,kann da eh nichts sein,sie hatte immer alle impfungen vertragen außer bexsero.

Fieber, Erbrechen und ungewöhnliches Weinen ebenso wie Schwellungen an der Einstichstelle zählen zu den sehr häufigen Nebenwirkungen des von Ihnen genannten Impfstoffs gegen Meningokokken B (ema.europa.eu/…/bexsero-epar-summary-public_de.pdf).

Mit Erbrechen, das über Jahre immer wieder in mehrmonatigen Abständen auftritt, ist als Nebenwirkung der Impfung allerdings nicht zu rechnen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus der Ferne keine medizinische Einschätzung leisten können. Bauchschmerzen und Erbrechen können sehr viele verschiedene Ursachen haben. Bitte stellen Sie Ihr Kind zur Klärung und Dokumentation eines möglichen Zusammenhangs mit der Impfung bei einem Kinderarzt / einer Kinderärztin vor.

Besteht bei gesundheitlichen Beschwerden der Verdacht, dass es sich um Nebenwirkungen einer Impfung handeln könnte, die über übliche Impfreaktionen hinausgehen, ist der Arzt / die Ärztin zu einer Meldung an das Gesundheitsamt bzw. das Paul-Ehrlich-Institut verpflichtet. Die Gesundheitsbehörden prüfen dann einen möglichen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung.

Kommt es bei einem Geimpften zu Nebenwirkungen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass auch nach Impfungen mit anderen Impfstoffen das Risiko für Nebenwirkungen erhöht ist. Grundsätzlich sind bei allen Impfungen Nebenwirkungen möglich – ob diese tatsächlich auftreten werden, lässt sich in der Regel für den Einzelfall nicht vorhersagen. Für alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gilt, dass der Nutzen bei weitem die möglichen Risiken überwiegt. Das trifft auch für Impfstoffe gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zu, einer Erkrankung, die durch Zecken übertragen werden kann (weitere Infos unter gesundes-kind.de/impfungen/fsme-impfung/). Ihr Kinderarzt / Ihre Kinderärztin wird Sie vor der Impfung ausführlich beraten und über den Nutzen und mögliche Nebenwirkungen aufklären.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

*Die in den Antworten gegebenen Informationen entsprechen dem wissenschaftlichen Stand zum Zeitpunkt der Erstellung.
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Unser Expertenrat vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz beantwortet Ihre Fragen zum Thema Impfschutz für Kinder.