Corona-Impfung gegen COVID-19
(Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2)

Krankheitsbild

Die Erkrankung COVID-19 wird durch das Coronavirus SARS-CoV-2 hervorgerufen. Eine Infektion kann unterschiedlich schwer verlaufen. Häufige Symptome sind Husten, Fieber, Schnupfen und Halsschmerzen sowie Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns. Es kann auch zu einer Lungenentzündung bis hin zum Lungenversagen und weiteren Komplikationen sowie zu Langzeitfolgen kommen.

Übertragung und Vorkommen

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird hauptsächlich durch Tröpfchen und Aerosole übertragen, die beim Husten und Niesen oder auch beim Atmen und Sprechen freigesetzt und von anderen eingeatmet werden. Seit März 2020 besteht eine Corona-Pandemie mit einer weltweiten Verbreitung des Erregers.

Vorbeugung

Es stehen Impfstoffe gegen COVID-19 zur Verfügung, die für verschiedene Altersgruppen zugelassen sind. Außerdem wird eine Reihe weiterer Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken empfohlen.  

Impfstoff

Es sind verschiedene Impfstoffe gegen COVID-19 zugelassen.

Impfempfehlung

Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 für alle Erwachsenen sowie für alle Kinder und Jugendlichen ab dem Alter von 5 Jahren.

 

Unser Rat für Sie:

Die Impfung gegen COVID-19 wird für alle ab dem Alter von 5 Jahren empfohlen. Lassen Sie sich zur Impfung Ihres Kindes am besten bei Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt individuell beraten.

Bei allgemeinen Fragen können Sie sich auch an die Experten der Universitätsklinik Mainz wenden. 

Krankheitsbild COVID-19

Symptome und Verlauf von COVID-19

Die Erkrankung COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) wird durch das Coronavirus SARS-CoV-2 (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom-Coronavirus-2) hervorgerufen. Untersuchungen zu herkömmlichen Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 zufolge dauert es von der Ansteckung bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen im Mittel vier bis sechs Tage. Es gibt jedoch Hinweise, dass bei der zurzeit in Deutschland vorherrschenden Virusvariante Omikron diese Inkubationszeit kürzer ist.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann unterschiedlich schwer verlaufen. Diese kann ganz ohne Krankheitszeichen bleiben, mit milden Symptomen einhergehen oder auch einen schweren, lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.

Häufige Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber. Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns können auftreten. Weitere mögliche Symptome sind Bindehautentzündung, Atemnot, Lymphknotenschwellung, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit. Auch über Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall wird berichtet.

Außer an den Atemwegen kann das Coronavirus SARS-CoV-2 auch an anderen Organsystemen zu Komplikationen und Folgeerkrankungen führen: An der Haut können Ausschlag sowie Veränderungen auftreten, die einer Nesselsucht oder Frostbeulen ähneln. Vor allem bei schwerer Infektion der Atemwege kann es auch zu Schädigungen und Entzündungen des Herzmuskels, Herzschwäche, Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen kommen. Bei schwerem Verlauf besteht außerdem aufgrund einer krankhaft vermehrten Blutgerinnung ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel (Embolien). Störungen der Leber oder Niere sind ebenfalls möglich. In einzelnen Fällen wurden auch entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, des Gehirns oder der Hirnhaut beobachtet. Insbesondere bei schwer an COVID-19 Erkrankten können auch weitere Infektionen hinzukommen. In einigen Fällen sind schwere Entzündungsreaktionen (Hyperinflammationssyndrom) mit einem lebensbedrohlichen Versagen mehrerer Organe aufgetreten.

Schwere Verläufe von COVID-19 sind zwar auch bei jüngeren Menschen und ohne bekannte Vorerkrankungen möglich. Bei einigen Personengruppen werden jedoch schwere Erkrankungen häufiger beobachtet: Dazu zählen ältere Menschen sowie Menschen mit starkem bis sehr starkem Übergewicht, Schwangere, Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) oder mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, chronischen Lungenerkrankungen, chronischen Nieren- oder Lebererkrankungen, neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen wie beispielsweise Demenz, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Krebserkrankungen oder einer Schwächung des Immunsystems durch eine Erkrankung oder bestimmte Medikamente. Rauchen scheint das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ebenfalls zu erhöhen.

Noch Wochen bis Monate nach einer Erkrankung an COVID-19 können Symptome bestehen oder neu auftreten. Langzeitfolgen, die mehr als vier Wochen nach der akuten Infektion vorliegen, werden als Long COVID bezeichnet. Dauern Beschwerden noch nach 12 Wochen an bzw. treten neu auf und können nicht anderweitig erklärt werden, spricht man von einem Post-COVID-Syndrom. Zu den häufig berichteten Beschwerden zählen Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und -schmerzen sowie psychische Probleme wie depressive Symptome und Ängstlichkeit. Darüber hinaus werden auch Einschränkungen der Funktion von Lunge, Leber oder Nieren, Herzmuskelentzündungen sowie das Neuauftreten eines Diabetes mellitus beobachtet. Zuverlässige Daten, wie groß der Anteil an Erkrankten mit Langzeitfolgen ist, liegen noch nicht vor.  

In der Schwangerschaft erhöht eine SARS-CoV-2-Infektion das Risiko für Komplikationen wie Präeklampsie (sogenannte Schwangerschaftsvergiftung, die mit Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Wassereinlagerungen im Gewebe einhergeht) sowie für eine Frühgeburt. In einigen Studien wurden ein erhöhtes mütterliches Sterberisiko sowie ein erhöhtes Risiko für Totgeburten bei infizierten im Vergleich zu nicht infizierten Schwangeren beschrieben. Die Studienlage ist hier jedoch nicht eindeutig.  

Ob sich eine Infektion der Mutter auf das Ungeborene auswirkt, ist derzeit noch nicht sicher geklärt. Grundsätzlich kann jedoch hohes Fieber im ersten Schwangerschaftsdrittel das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen. Nach der Geburt zeigen Säuglinge von Schwangeren, die positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurden, in den meisten Fällen keine Krankheitszeichen.

Bei Kindern verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 meist mild oder es treten gar keine Beschwerden auf. Schwere Verläufe sind aber möglich, insbesondere bei Risikofaktoren.

Unter den Krankheitszeichen stehen Husten, Fieber und Schnupfen im Vordergrund. Auch allgemeine Krankheitszeichen, Halsschmerzen, Muskelschmerzen, Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns, Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden und weitere Symptome können auftreten,

In Einzelfällen wird bei Kindern ein Pädiatrisches Inflammatorisches Multisystemisches Syndrom (PIMS) beobachtet. Dabei handelt es sich um eine Entzündungskrankheit mit Fieber, Magen-Darm-Beschwerden und Herzproblemen. Dies kann in Kombination mit einem Schocksyndrom (toxic shock syndrome, TSS) auftreten, bei dem unter anderem ein Blutdruckabfall hinzukommt.

Weitere Informationen finden Sie im Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 des Robert Koch-Instituts (RKI). Informationen zu COVID-19 im Kindesalter bieten auch die Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI).

 

Erkennung und Behandlung von COVID-19

Eine Infektion mit dem Coronavirus-SARS-CoV-2 lässt sich allein anhand der Krankheitszeichen meist nicht eindeutig erkennen und nicht sicher von anderen Atemwegserkrankungen wie Erkältung oder Grippe unterscheiden. Bei Symptomen, die auf COVID-19 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben und telefonisch ärztlichen Rat einholen. In der Regel erhalten Sie dann einen Test auf das Coronavirus SARS-Cov-2. 

Wird bei Ihnen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch einen positiven Corona-Test bestätigt, müssen Sie sich in Isolierung begeben. Für Ihre engen Kontaktpersonen wird eine Quarantäne empfohlen. Weitere Informationen zu den derzeit geltenden Regelungen und Empfehlungen für Isolierung und Quarantäne finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI).

Im Mittelpunkt der Therapie von COVID-19 stehen unterstützende Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes sowie die Behandlung eventueller Grunderkrankungen. Ggf. werden direkt antiviral oder immunmodulatorisch wirksame Medikamente eingesetzt.

 

Übertragung und Vorkommen des Coronavirus SARS-CoV-2

Das Coronavirus SARS-CoV- 2 wird hauptsächlich durch Tröpfchen sowie Aerosole übertragen, die Infizierte beim Husten und Niesen oder auch beim Atmen und Sprechen versprühen. Während größere Tröpfchen schnell zu Boden sinken, können kleinere Aerosole längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Eine Ansteckung kann erfolgen, wenn solche virushaltigen Flüssigkeitspartikel beim Einatmen an die Schleimhäute der Nase oder des Mundes einer anderen Person gelangen. Auch eine Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut in Kontakt kommen, sowie über verunreinigte Oberflächen insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von infizierten Personen, ist nicht auszuschließen.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 kommt weltweit vor. Das Virus wurde erstmals im Dezember 2019 in China identifiziert. Nachdem festgestellt wurde, dass es mit dem bereits bekannten SARS-Erreger eng verwandt ist, wurde es SARS-CoV-2 (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom-Coronavirus-2) genannt. Im März 2020 wurde der COVID-19-Ausbruch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt.

Weltweit sind nach Angaben der WHO bislang rund 524 Millionen Fälle aufgetreten, mehr als 6,2 Millionen Menschen sind mit oder an COVID-19 verstorben. In Deutschland liegt die Zahl der gemeldeten Fälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei über 26 Millionen, die Zahl der mit oder an COVID-19 Verstorbenen bei mehr als 138.000.

 

Virusvarianten von SARS-CoV-2

Durch Mutationen sind Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 entstanden, die als besorgniserregend gelten.

Im September 2020 wurde im Vereinigten Königreich erstmals eine neue Virusvariante von SARS-CoV-2 nachgewiesen, die als Alpha (B.1.1.7) bezeichnet wird. Im Dezember 2020 wurde in Südafrika eine weitere Virusvariante gefunden, die Beta (B.1.351) genannt wird. Die Variante Gamma (P.1, B.1.1.28.1) wurde erstmals im brasilianischen Staat Amazonas nachgewiesen. Die Virusvariante Delta (B.1.617.2) wurde im Oktober 2020 erstmals in Indien entdeckt. Im November 2021 wurde von südafrikanischen Gesundheitsbehörden von einer weiteren Variante berichtet, die als Omikron (B.1.1.529) bezeichnet wird.

Das aktuelle Infektionsgeschehen wird derzeit von der Omikron-Variante bestimmt, die sich noch deutlich schneller und effektiver verbreitet als die vorherigen Virusvarianten.

Ersten Beobachtungen zufolge führen Infektionen mit der Virusvariante Omikron häufiger zu Halsschmerzen sowie seltener zu Geschmacks- oder Geruchsverlust und verlaufen weniger schwer als Infektionen mit der Variante Delta.

Omikron ist in verschiedenen Ländern weltweit die vorherrschende Variante – seit Anfang Januar 2022 auch in Deutschland. Inzwischen sind mehrere Untervarianten bekannt. Ein Großteil der aktuellen Infektionen wird durch die Untervariante BA.2 hervorgerufen, die besonders ansteckend ist.

Die Situation kann sich kurzfristig ändern, daher wird Rahmen der Coronavirus-Surveillance bundesweit vermehrt sequenziert, das heißt, das Erbgut von SARS-CoV-2 untersucht. Eine Übersicht bieten die aktuellen Situations- und Wochenberichte des Robert Koch-Instituts (RKI).

 

Vorbeugung

Um sich und andere vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen, sollten wichtige Verhaltensregeln und die AHA+L+A-Formel eingehalten werden: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und die Corona-Warn-App nutzen. Bitte beachten Sie die Corona-Regeln, die derzeit in Ihrem Bundesland gelten.

Der wirksamste Schutz gegen COVID-19 ist die Impfung. Da trotz Impfung oder trotz durchgemachter Erkrankung eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und eine Übertragung auf andere möglich ist, gelten auch für Geimpfte und Genesene eine Reihe vorbeugender Maßnahmen wie die Empfehlungen der AHA+L+A-Formel sowie die Pflichten zum Tragen von Masken.

Corona-Impfung gegen COVID-19

Impfstoffe gegen COVID-19

Gegen COVID-19 sind in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland der mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ab dem Alter von 12 Jahren und in einer niedrigeren Dosierung für das Alter von 5 bis 11 Jahren, der mRNA-Impfstoff Spikevax (Moderna) ab dem Alter von 12 Jahren und in einer niedrigeren Dosierung für das Alter von 6 bis 11 Jahren, die beiden Vektorimpfstoffe Vaxzevria (AstraZeneca) und Jcovden (Jans­sen Cilag International) sowie der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid (Novavax) ab dem Alter von 18 Jahren zugelassen. Der vektorbasierte COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) wird seit 1. Dezember 2021 in Deutschland nicht mehr eingesetzt.

RNA-Impfstoffe enthalten einen Teil des Erbguts von SARS-CoV-2 in Form von Boten-RNA (messenger RNA, mRNA). Diese stellen den Bauplan für die Bildung eines Oberflächeneiweißes von SARS-CoV-2, das sogenannte Spikeprotein, bereit. Nach der Impfung lesen einige Körperzellen die Anweisungen in der mRNA und bilden vorübergehend selbst das Spikeprotein.

Die Vektorimpfstoffe gegen COVID-19 basieren auf Adenoviren, die für den Menschen harmlos sind. Diese Viren wurden gentechnisch so verändert, dass sie in ihrem Erbgut den Bauplan für das Spikeprotein enthalten und somit als „Genfähre“ dienen. Auch nach Verabreichung dieses Impfstoffs wird das Spikeprotein von einigen Körperzellen selbst produziert.

Der proteinbasierte Impfstoff enthält direkt biotechnologisch hergestellte Spikeproteine. Um eine bessere Immunantwort zu erzielen, wird dem Impfstoff ein Wirkverstärker (Adjuvans) zugesetzt.

Die Impfstoffe bereiten den Körper darauf vor, eine Erkrankung an COVID-19 abzuwehren: Das nach der Impfung gebildete beziehungsweise im Impfstoff enthaltene Spikeprotein wird vom Immunsystem als fremd erkannt und ruft als Antigen eine Immunantwort hervor: Zur Bekämpfung werden Antikörper gebildet und T-Zellen (weiße Blutkörperchen) aktiviert. Dadurch erkennt das Immunsystem bei einem späteren Kontakt der geimpften Person mit SRAS-CoV-2 das Virus und ist in der Lage, es abzuwehren.

Zahlreiche weitere Impfstoffe befinden sich in der Entwicklung.

 

Anwendung der Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 für alle Erwachsenen sowie für alle Kinder und Jugendlichen ab 5 Jahren.

Empfehlungen zur Grundimmunisierung: Bei den mRNA-Impfstoffen gegen COVID-19 erfolgt die Grundimmunisierung in der Regel mit zwei Impfungen, die bevorzugt in den Oberarm gespritzt werden.

Zwischen den beiden Dosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty (BioNTech/Pfizer) beträgt der empfohlene Abstand 3 bis 6 Wochen. Zwischen den beiden Dosen des mRNA-Impfstoffs Spikevax (Moderna) sollten 4 bis 6 Wochen liegen. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt, im Alter unter 30 Jahren ausschließlich Comirnaty anzuwenden.

Falls der empfohlene Abstand überschritten wurde, muss die Impfserie nicht von vorn begonnen werden, sondern kann fortgesetzt werden.

Die Impfung von 5- bis 11-jährigen Kindern soll vorzugsweise mit dem Comirnaty-Kinderimpfstoff durchgeführt werden. Die Verwendung von Spikevax-Kinderimpfstoff ist für 6- bis 11-Jährige ebenfalls möglich.

Für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben, werden zur Grundimmunisierung zwei Impfungen empfohlen. Zu den Grunderkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Verläufe bei Kindern und Jugendlichen einhergehen, zählen starkes Übergewicht (Adipositas), eingeschränkte Immunfunktion (Immundefizienz oder Immunsuppression), bestimmte angeborene Herzfehler, schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck), chronische Lungenerkrankung mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, schweres oder unkontrolliertes Asthma, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, bösartige Erkrankungen, Trisomie 21 (Down-Syndrom), syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung sowie ein nicht ausreichend ein­gestellter Diabetes mellitus.

Auch gesunde 5- bis 11-jährige Kinder, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die durch eine Impfung selbst nicht sicher geschützt werden können, sollen zur Grundimmunisierung zwei Impfungen erhalten.

Zusätzlich empfiehlt die STIKO allen anderen Kindern zunächst nur eine COVID-19-Impfstoffdosis.

Der Vektorimpfstoff Jcovden (Jans­sen Cilag International) sollte der STIKO zufolge erst ab dem Alter von 60 Jahren angewendet werden. Die Grundimmunisierung erfolgt gemäß Zulassung mit einer Dosis, eine weitere Dosis kann im Abstand von mindestens zwei Monaten verabreicht werden. Die STIKO empfiehlt jedoch Personen, die bisher eine Impfung Jcovden erhalten haben, zur Optimierung des Impfschutzes eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff oder mit dem proteinbasierten Impfstoff in einem Abstand von mindestens 4 Wochen.

Bei dem proteinbasierten Impfstoff Nuvaxovid (Novavax) sind zur Grundimmunisierung zwei Impfungen nötig. Diese werden in einem Abstand von mindestens 3 Wochen verabreicht. Die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird derzeit nicht empfohlen. Eine Impfung mit Nuvaxovid in der Schwangerschaft und Stillzeit kann jedoch im Einzelfall erwogen werden, wenn mRNA-Impfstoffe nicht angewendet werden dürfen (produktspezifische, medizinische Kontraindikation gegen mRNA-Impfstoffe).

Ungeimpfte Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen der STIKO zufolge in der Regel in einem Abstand von mindestens 3 Monaten eine Dosis eines COVID-19-Impstoffs erhalten. Die Impfung ist bereits ab 4 Wochen nach Ende der COVID-19-Symptome möglich.

Personen, die nach der ersten Impfstoffdosis eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion im Abstand von unter 4 Wochen zur vorangegangenen Impfung hatten, erhalten in der Regel im Rahmen der Grundimmunisierung eine zweite Impfstoffdosis in einem Abstand von mindestens 3 Monaten zur Infektion. Die Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis ist bereits ab 4 Wochen nach Abklingen der Symptome möglich. Tritt eine SARS-CoV-2-Infektion in einem Abstand von 4 oder mehr Wochen zu einer vorherigen einmaligen Impfung auf, ist keine weitere Impfung zur Grundimmunisierung notwendig.

Empfehlungen zu Auffrischimpfungen (Boosterimpfungen): Die STIKO empfiehlt allen Personen ab dem Alter von 12 Jahren sowie Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen als Auffrischimpfung (Boosterimpfung) eine dritte Impfung. Die Auffrischimpfung soll mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Für Personen unter 30 Jahren und für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel wird ausschließlich der Einsatz von Comirnaty (BioNTech/Pfizer) empfohlen. Wenn mRNA-Impfstoffe nicht verwendet werden können (produktspezifische medizinische Kontraindikation), ist es möglich, bei Erwachsenen für die Auffrischimpfung den proteinbasierten Impfstoff einzusetzen, auch wenn dieser für Auffrischimpfungen noch nicht zugelassen ist.

Bei Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen soll die Auffrischimpfung in einem Abstand von mindestens 6 Monaten zur Grundimmunisierung erfolgen.

Bei 12- bis 17-Jährigen soll die Auffrischimpfung in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung erfolgen. Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sollten die Boosterimpfung möglichst frühzeitig erhalten. Liegen keine Vorerkrankungen vor, wird ein längerer Abstand von bis zu 6 Monaten empfohlen, um einen bessern Langzeitschutz zu erzielen.

Bei Erwachsenen ist die Auffrischimpfung in einem Mindestabstand von 3 Monaten empfohlen. Ziel der Auffrischimpfkampagne und des verkürzten Impfabstands ist es, schwere Verläufe von COVID-19 zu verhindern und die Verbreitung insbesondere der Omikron-Variante zu vermindern. Für einen längerfristigen Immunschutz könnte es der STIKO zufolge zukünftig bei der Zirkulation anderer Virusvarianten wieder sinnvoll sein, den Impfabstand für Auffrischimpfungen auf mindestens 6 Monate zu verlängern.

Für bestimmte Personengruppen empfiehlt die STIKO eine zweite Auffrischimpfung (vierte Impfung). Dazu zählen Menschen ab 70 Jahren, Betreute in Pflegeeinrichtungen sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Diese sollen die zweite Auffrischimpfung in einem Abstand von mindestens 3 Monaten zum ersten Booster erhalten. Ebenfalls empfohlen wird eine zweite Auffrischimpfung für Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen. Diese sollen die zweite Auffrischimpfung frühestens nach 6 Monaten erhalten.

Personen ab 5 Jahren mit Immundefizienz sollen grundsätzlich eine Grundimmunisierung und zwei Auffrischimpfungen mit mRNA-Impfstoff erhalten. Je nach Art der Immundefizienz und Immunantwort können für eine optimierte Grundimmunisierung mehrere Impfstoffdosen, verkürzte Impfabstände oder ein Wechsel des Impfstoffs erwogen werden, bevor im Abstand von 3 Monaten die Auffrischimpfungen erfolgen.

Abstand zu anderen Impfungen: Die Gabe von mRNA- oder Vektorimpfstoff gegen COVID-19 kann zeitgleich mit anderen Impfungen erfolgen, für die Totimpfstoff verwendet wird.  Dazu zählt unter anderem die Impfung gegen Grippe, sofern sie mit Totimpfstoff durchgeführt wird. Dabei ist zu beachten, dass bei der gleichzeitigen Impfung gegen Grippe und COVID-19 häufiger vorübergehende Impfreaktionen auftreten können als bei der Impfung an unterschiedlichen Terminen. Zur Impfung mit Lebendimpfstoff soll vor und nach der Impfung gegen COVID-19 ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden. Der proteinbasierte Impfstoff kann gleichzeitig mit einem Influenza-Totimpfstoff verabreicht werden. Zur Verabreichung von anderen Tot- und Lebendimpfstoffen wird ein Abstand von 14 Tagen vor und nach der Gabe von Nuvaxovid empfohlen.

 

Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe

Nach derzeitigem Kenntnisstand weisen die mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 eine Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent auf. Die Auswertung der Studiendaten zum mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer ergab, dass die Zahl der vollständig Geimpften ab dem Alter von 16 Jahren, die COVID-19 jeglicher Schwere entwickelten, um 95 Prozent niedriger lag als die Zahl der entsprechend Erkrankten in der Kontrollgruppe. Bei 12- bis 15-Jährigen betrug die Wirksamkeit bis zu 100 Prozent. In einer Studie mit Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren lag die Wirksamkeit bei 90,7 Prozent. Im Studienprogramm zum mRNA-Impfstoff Spikevax von Moderna traten unter den Geimpften ab 18 Jahren im Vergleich zur Kontrollgruppe 94,1 Prozent weniger Erkrankungen jeglicher Schweregrade auf. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren sowie von 6 bis 11 Jahren war die Wirksamkeit ähnlich wie bei Erwachsenen.

Für den Vektorimpfstoff Vaxzevria von AstraZeneca liegt die Wirksamkeit laut Fachinformation bei rund 60 Prozent. Dies ergaben Studien, in denen im Vergleich zur Kontrollgruppe 59,5 Prozent weniger Teilnehmer, die nach dem Standardimpfschema mit einem Abstand von vier bis zwölf Wochen geimpft worden waren, an COVID-19 jeglicher Schwere erkrankten.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts bieten nach derzeitigem Kenntnisstand die mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) sowie der Vektorimpfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) eine Wirksamkeit von etwa 90 Prozent gegen eine schwere Erkrankung an COVID-19, die beispielsweise eine Behandlung im Krankenhaus erfordert, und eine Wirksamkeit von etwa 75 Prozent gegen eine Erkrankung jeder Schwere an Variante Delta. Erste Studienergebnisse zeigen, dass die Wirksamkeit einer Grundimmunisierung gegenüber einer symptomatischen Infektion durch die Omikron-Variante geringer ist als gegenüber einer Erkrankung durch die Variante Delta. Bei Personen, die zwei Impfstoffdosen zu Grundimmunisierung erhalten haben, scheint die Wirksamkeit zudem nach zwei bis drei Monaten stark abzufallen. Die Wirksamkeit gegenüber schweren Verläufen, die eine Behandlung im Krankenhaus erfordern, scheint bei Infektion mit der Omikron-Variante ebenfalls verringert, aber immer noch gut zu sein. Nach Auffrischimpfung steigt der Schutz vor symptomatischer Infektion und vor schwerer Erkrankung wieder deutlich an. Es ist noch unklar, wie lange der Schutz nach Auffrischimpfung anhält. Das Übertragungsrisiko von Omikron scheint bei Geimpften geringer zu sein als bei Ungeimpften, die Datenlage ist jedoch noch nicht ausreichend. 

Der Vektorimpfstoff Jcovden (Jans­sen Cilag International) weist gemäß Fachinformation bezüglich der Verhinderung von COVID-19 jeglicher Schwere eine Wirksamkeit von 67 Prozent auf. Die Wirksamkeit bezüglich der Verhinderung von schweren Erkrankungen an COVID-19, die zum Beispiel eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machen, lag in den Zulassungsstudien bei etwa 100 Prozent. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts deuten jedoch aktuelle Studien darauf hin, dass für diesen Impfstoff eine geringere Wirksamkeit gegenüber der Delta-Variante besteht als für andere Impfstoffe. Eine schwere, durch die Delta-Variante verursachte Erkrankung, die eine Behandlung im Krankenhaus erfordert, kann eine einzelne Dosis dieses Impfstoffs nur zu etwa 70 Prozent verhindern. Daher empfehlt die Ständige Impfkommission STIKO, die Grundimmunisierung mit einer zweiten Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff zu optimieren. Daten bezüglich der Schutzwirkung vor der Omikron-Variante liegen dem Robert Koch-Institut zufolge für diesen Impfstoff bisher nicht vor. Es kann davon ausgegangen werden, dass – wie bei der Impfung mit anderen COVID-19-Impfstoffen – eine Auffrischimpfung (dritte Impfstoffdosis) die Schutzwirkung gegenüber einer symptomatischen und schweren Infektion mit der Omikron-Variante erheblich verbessert.

Der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid von Novavax zeigte laut Fachinformation in Zulassungsstudien eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent gegenüber Erkrankungen an COVID-19 jeglicher Schwere. Während der Durchführung der Studien zirkulierten vor allem das ursprüngliche SARS-CoV-2 sowie die Varianten Alpha und Beta. Zur Wirksamkeit gegenüber anderen Virusvarianten, einschließlich Omikron, können derzeit keine Aussagen getroffen werden.

 

Wer geimpft sein sollte

Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 für alle Erwachsenen sowie für alle Kinder und Jugendlichen ab 5 Jahren (Einzelheiten zur Wahl der Impfstoffe und zum Impfschema finden Sie unter „Anwendung der Impfstoffe“).

Die STIKO spricht sich nachdrück­lich dagegen aus, dass der Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Teilhabe an Bildung, Kultur und anderen Aktivitäten des sozialen Lebens vom Vorliegen einer Impfung abhängig gemacht wird.

Die STIKO hat auch eine Impfempfehlung für ungeimpfte Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie für ungeimpfte Stillende ausgesprochen. Für Schwangere wird der Impfstoff Comirnaty (BioNTech/ Pfizer) empfohlen. Auch Stillende unter 30 Jahren sollen mit Comirnaty geimpft werden.

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 auch ausdrücklich Frauen im gebärfähigen Alter, insbesondere mit Kinderwunsch, um bei einer zukünftigen Schwangerschaft geschützt zu sein.

 

Wer nicht geimpft werden sollte

Bei einer akuten Erkrankung mit Fieber sollte erst nach der Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder leicht erhöhte Temperatur (unter 38,5° C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben.

Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber einem Impfstoffbestandteil sollte das weitere Vorgehen mit der Ärztin oder dem Arzt abgestimmt werden.

Personen, die in der Vergangenheit an einem Kapillarlecksyndrom gelitten haben, dürfen nicht mit COVID-19 Vaccine Janssen geimpft werden. Dasselbe gilt für Personen, bei denen nach einer Impfung gegen COVID-19 Blutgerinnsel mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl aufgetreten sind.

 

Nebenwirkungen der Impfstoffe gegen COVID-19

Zu den möglichen Nebenwirkungen der Impfung gegen COVID-19 zählen folgende Impfreaktionen und seltene Komplikationen:

 

Mögliche Lokal- und Allgemeinreaktionen

Wie bei allen Impfungen kann es nach der Impfung gegen COVID-19 als Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen.

Zu den in Studien beobachteten Nebenwirkungen zählen Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Außerdem kann es zu Allgemeinreaktionen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber kommen. Auch Übelkeit und Erbrechen sind mögliche Nebenwirkungen.

Allergische Reaktionen können ebenfalls auftreten.

 

Mögliche Komplikationen

In den Zulassungsstudien traten unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden, nach Gabe von COVID-19-Impfstoff nicht häufiger auf als nach Gabe von Placebo.

Die Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe wird auch nach der Markteinführung weiterhin kontinuierlich überwacht.

Seit Einführung der Impfung wurde über einige anaphylaktische Reaktionen bei Geimpften berichtet.

In den Zulassungsstudien beider mRNA-Impfstoffe wurde selten eine vorübergehende Gesichtslähmung beobachtet, die möglicherweise in ursächlichem Zusammenhang mit der COVID-19-Impfung stand. Die Gesichtslähmung bildete sich nach einigen Wochen zurück. Seit Einführung der Impfung wurden nach Gabe von mRNA-Impfstoff selten Fälle von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) beobachtet.

Nach der Impfung mit Vektorimpfstoff traten in sehr seltenen Fällen Thrombosen (Blutgerinnsel) verbunden mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie) auf. Einige der Fälle endeten tödlich. Geimpfte Personen sollten daher sofort ärztliche Hilfe suchen, wenn sie Symptome wie Atemnot, Brustschmerzen, Bauchschmerzen, Schwellungen der Beine, starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder Sehstörungen entwickeln. Auch wenn einige Tage nach der Impfung Blutergüsse oder punktförmige Hautblutungen außerhalb der Einstichstelle auftreten, sollte ein Arzt oder eine Ärztin hinzugezogen werden.

Nach Impfung mit Vektorimpfstoff wurden auch sehr selten Fälle eines Kapillarlecksyndroms beobachtet, teilweise bei Personen, die früher bereits an einem Kapillarlecksyndrom erkrankt waren und zum Teil mit tödlichem Ausgang. Das Kapillarlecksyndrom ist gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Schwellung der Arme und Beine, plötzliche Gewichtszunahme sowie Schwächegefühl und erfordert ebenfalls eine sofortige ärztliche Behandlung.

Berichtet wurden zudem sehr selten Fälle eines Guillain-Barré-Syndroms nach einer Impfung mit Vektorimpfstoff. Das Guillain-Barré-Syndrom ist gekennzeichnet durch Schwäche oder Lähmungen in den Beinen und Armen, die sich auf die Brust und das Gesicht ausdehnen können. Eine intensivmedizinische Behandlung kann erforderlich werden.

In sehr seltenen Fällen kam es nach der Gabe von Vektorimpfstoff zu einer Entzündung des Rückenmarks (transverse Myelitis).

Zu dem proteinbasierten Impfstoff liegen noch keine ausreichenden Daten vor, um seltene oder sehr seltene unerwünschte Wirkungen erkennen zu können.

Einzelheiten zu den Nebenwirkungen, die nach der Impfung auftreten können, sind in der Packungsbeilage zu den Impfstoffen aufgeführt sowie dem Aufklärungsmerkblatt zu mRNA-Impfstoff, dem Aufklärungsmerkblatt zu Vektorimpfstoff und dem Aufklärungsmerkblatt zum proteinbasierten Impfstoff zu entnehmen.

Weitere Informationen rund um die Corona-Impfung finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI), des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Auch in Zeiten von Corona sollten Sie alle fälligen Kinderimpfungen durchführen lassen. Einen Überblick über die aktuellen Impfempfehlungen finden Sie im Impfkalender. Ihr Kinderarzt bzw. Ihre Kinderärztin wird Sie individuell beraten.

27.05.2022 / Redaktion Gesundes-Kind.de
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