Umfangreiche Studie bestätigt: Impfstoffe schwächen das Immunsystem von Babys nicht

Ein weiteres Argument, das von Impfgegner verwendet wird, ist widerlegt – eine umfangreiche amerikanische Studie zeigt, dass Standardimpfungen das Immunsystem von Kindern nicht schwächen.

"Einige Eltern sind besorgt, dass mehrere Impfstoffe in der frühen Kindheit das Immunsystem ihres Kindes schädigen könnten und sie anfälliger für zukünftige Infektionen machen könne", berichtete Studienautor Dr. Jason Glanz. Er ist leitender Forscher am Kaiser Permanente Colorado Institute for Health Research. Kaiser Permanente ist ein US-amerikanisches Gesundheitsunternehmen, dessen Hauptsitz in Oakland, Kalifornien, liegt. Das Unternehmen bietet unter anderem Krankenversicherungsschutz an und betreibt Krankenhäuser. Das Kaiser Permanente Colorado Institute for Health Research ist eine integrierte Abteilung, die u.a. klinische Studien und Evaluierungsforschung durchführt, veröffentlicht und verbreitet.
"Diese aktuelle Studie legt nahe, dass die Theorie der Überlastung des Immunsystems eines Kindes höchst fragwürdig ist", erklärte Glanz in einer Pressemitteilung von Kaiser Permanente.

Er sagte, dass die neue Studie "den Eltern […] helfen soll, die Sicherheit und die Vorteile der zeitgerechten Impfung besser zu verstehen".

Die Studie umfasste mehr als 940 Kinder, die während ihrer ersten 23 Monate mehrere Impfungen erhielten. Sie wurden zwei Jahre lang beobachtet.
Die Wissenschaftler suchten nach Krankheiten, wie Infektionen der unteren und oberen Atemwege, gastrointestinale Infektionen und andere virale und bakterielle Infektionen. Sie schlossen Krankheiten aus, vor denen die verwendeten Impfstoffe schützten.

Glanz Team fand keine Verbindung zwischen Impfstoffen und einem erhöhten Risiko, eine Infektion zu bekommen. Die Ergebnisse wurden am 6. März im „Journal of the American Medical Association“ veröffentlicht.

Quelle: UPI/HealthDay, Kaiser Permanente, AAP, JAMA






16.04.2018 / www.kinderaerzte-im-netz.de
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