Einfach weg - aber clever!

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Ein Ausbruch von Gelbfieber in Brasilien führte kürzlich auch in Deutschland zu Schlagzeilen. Erstmals seit 1999 wurde im April 2018 bekannt, dass Bundesbürger an Gelbfieber erkrankt sind. Einer der betroffenen Urlauber verstarb auf der Rückreise. Allen drei Erkrankten aus Deutschland war gemeinsam, dass sie weder geimpft waren noch vor der Abreise eine reisemedizinische Beratung aufgesucht hatten.

Moderne Weltenbummler

Die gesamte Welt ist heute nur wenige Stunden im Flugzeug entfernt. Normalen Urlaubern steht offen, was in früheren Jahrhunderten nur Weltreisende wie Alexander von Humboldt zu sehen bekamen. Aber viele Infektionsrisiken vor Ort sind heute noch genauso vorhanden wie vor 150 Jahren.

Je nach Jahreszeit und Art der Reise können unsichtbare Parasiten im Süßwasser lauern, Hepatitis-Viren in Muscheln im Restaurant Leberentzündung auslösen, ein Niesen Hirnhautentzündung übertragen oder Mücken Malaria. Impfungen und richtiges Verhalten können vor verschiedensten Infektionen auf Fernreisen schützen. Wichtig vor Fernreisen sind zum Beispiel die Impfungen gegen:

Einige dieser Impfungen zählen auch hierzulande zu den empfohlenen Standardimpfungen – am besten vor der Reise im Impfpass schauen, ob der Impfschutz gemäß Impfkalender komplett ist. Welche weiteren Reiseimpfungen sinnvoll sind, ist je nach den Reiseplänen unterschiedlich.

Clever sein – sich vorher schlau machen

Anders als die historischen Entdecker kennen wir heute sehr viele Krankheitserreger und haben Möglichkeiten, uns dagegen zu schützen. Allerdings nur, wenn wir uns VOR der Abreise erkundigen. Am besten sucht man sechs Wochen vorher eine reisemedizinische Beratung auf, aber auch vor Last-Minute-Reisen kann noch geimpft werden.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam. Empfehlen Sie uns weiter!

Lassen Sie sich von unserem Erinnerungsservice an alle wichtigen U-Untersuchungen und Impfungen für Ihr Kind erinnern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team

 

Quellen:
Epidemiologisches Bulletin 15/2018; zuletzt abgerufen am 15. Mai 2018

Veröffentlichung: 19.05.2018 / HTR
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