Schwangerschaft: Vitamin B3 beugt Neurodermitis beim Kind vor

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Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft gut mit Vitamin B3 (Nikotinamid/Niacin) versorgt waren, hatten im Alter von zwölf Monaten ein um 30% geringeres Risiko, an Neurodermitis (atopischem Ekzem) zu leiden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität von Southampton (Großbritannien).

Im Rahmen einer größeren Bevölkerungsstudie wurde bei rund 500 Frauen in der 35. Schwangerschaftswoche untersucht, wie viel Niacin und andere Stoffwechselprodukte der essentiellen Aminosäure Tryptophan bei ihnen im Blut vorhanden waren. Bei den Kindern dieser Frauen wurde im Alter von 12 Monaten nachgeschaut, ob sie an einem atopischen Ekzem litten. Andere mögliche Einflüsse, wie z.B. Stilldauer oder erbliche Vorbelastung für Ekzeme, wurden dabei ausgeschlossen.

Dr. Sarah El-Heis, Leiterin der Forschungsgruppe kommentierte: „Cremes mit Nikotinamid werden eingesetzt, um Ekzeme zu behandeln. Bisher wurde aber noch nicht untersucht, ob zwischen der Nikotinamid-Versorgung der Mutter während der Schwangerschaft und dem Risiko des Kindes, an atopischem Ekzem zu leiden, eine Verbindung besteht.“

Nützliche Tipps für Schwangere

Zwischen dem Wunsch, einen Mangel an Mikronährstoffen zu vermeiden, und der Sorge, eventuell Schaden durch „zuviel des Guten“ anzurichten, scheint es gar nicht so einfach, sich zurecht zu finden. Aber die richtige Ernährung in der Schwangerschaft ist einfacher als gedacht. Verlässliche Informationen erhalten Sie hier:

Allgemeine Informationen zu Essen &Trinken in der Schwangerschaft: Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Ersatzstoffe bei veganer Ernährung in der Schwangerschaft sowie Fragen und Antworten: Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.

Jod und Folsäure: Ausführliches Merkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR)


Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder direkt an das Gesundes-Kind-Ärzteteam.

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind-Team


Quelle:
Pressemeldung der Universität Southampton vom 23. September 2016
http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=168237&CultureCode=en

Veröffentlichung: 06.02.2017 / HTR
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